Masterthesis Mascha Diehm SS 14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2014

Betreuer:
Prof. Arthur Wolfrum

Backstage München

das backstage hat sich über die jahre zu einem der führenden kulturellen zentren für gegenwartsmusik in münchen und europa entwickelt. dabei ist das backstage nicht nur eine diskothek sondern auch ein wichtiges zentrum für kultur.

seit einiger zeit steht nun fest, dass die institution backstage ihren standort verlassen muss. daraus hat sich nun die möglichkeit ergeben ein eigenes grundstück zu erwerben und nach zahlreichen umzügen eine entgültige location einzunehmen. diese möglichkeit habe ich genutzt, um in meiner masterarbeit einen entwurf für das neue backstage zu entwickeln.

 

das grundstück befindet sich im westen münchens, nahe der freidenheimer brücke. das zukünftige publikum wird hauptsächlich an der im süden gelegenen s-bahn haltestelle „hirschgarten“ ankommen.

die umgebung ist geprägt durch die imposante posthalle, die momentan entstehenden bürogebäude des areals hirschgarten und der hauptbahntrasse zum münchner hauptbahnhof.

die anlage besteht aus zwei elementen. dem würfelförmigen baukörper und dem tiefhof, aus dem das gebäude herauswächst.

 

der baukörper besteht aus einer hülle mit „dienendem rücken“ und öffentlichem freien luftraum der durch kuben auf durchgesteckten brücken oder plattformen gegliedert wird.

in dem „rücken“ befinden sich interne bereiche, der verwaltungsbereich, technik- und lagerräume, die fluchttreppen und zur bahn hin orientiert einzeln vermietbare arbeits- und kreativwerkstätten.

der öffentliche bereich besteht aus vier veranstaltungsbereichen plus einem restaurant und bandübungsräumen im obersten geschoss. drei der veranstaltungsbereiche sind als boxen ausgebildet. und verfügen jeweils über ein sondererschließungselement. die unterste box kann über eine rampe von unten begangen werden. so taucht der besucher von unten ins geschehen ein. weiter ist diese box um unteren bereich geschlossen aber nach oben hin verglast um von den darüber liegenden stockwerken eingesehen werden zu können.

die nächste box ist durch eine wendeltreppe mit der dritten box verbunden. sie ist an drei seiten geschlossen und öffnet sich dann in richtung der unter ihr liegenden kiste. die oberste box ist im oberen bereich geschossen und im unteren verglast. so erlaubt sie die blickbeziehung ins freie und die bahnreisenden können direkt aus dem zug dem tanzenden publikum zusehen. der vierte veranstaltungsbereich erstreckt sich über das gesammte untergoss. hier ist platz für große konzerte. der haupteingang wird über eine große brücke erreicht. hier wird der gast von einer bar empfangen.

der entwurf lebt von der vielzahl an lufträumen bzw. den boxen, die in dem großen luftraum angeordnet sind. der besucher soll den raum erleben und hat die möglichkeit von jedem platz aus den raum und das konzept der boxen im leeren raum wahrzunehmen.

 

der baukörper ist von einem tiefhof umgeben und gliedert diesen in verschiedene bereiche. der rückwertige bereicht dient technischen anlagen wie der be- und entlüflung. der bereich zu den gleisen hin ist als tribüne ausgebildet. im westlichen teil befindet sich ein öffentlicher biergarten. unter der eingangsbrücke befindet sich eine hebebühne, die als bühne bei open air konzerten dient. und in hinteren bereich ist die wand als wasserfall ausgebildet, der als hintergrundkulisse für den baukörper sowie für den bühnenbereich im untergeschoss dient.

 

die lochfassade aus betonfertigteilen zeichnet das zugrunde liegende quadratische raster ab. die somit quadratischen fenster verfügen über eine zwischen den scheiben liegende verschattung, die durch variables öffnen und schließen, der fassade jederzeit ein neues erscheinungsbild geben kann.


da die nutzung als diskothek nicht ständig in betrieb ist, soll dieser entwurf ebenso für den tag gedacht sein. die kreativstätten sind in richtung der bahn orientiert um auch tagsüber den vorüberfahrenden personen zu signalisieren, dass hier nicht nur eine nachtnutzung besteht. der ganze öffentliche bereich kann nicht nur vom partypublikum geuntzt werden, sondern soll auch für andere kulturelle nutzungen zur verfügung stehen. der freibereich beispielsweise ist mit dem biergarten ebenso tagsüber nutzbar und soll so dem viertel zu gute kommen. auch sind in einer wand des tiefhofs kleine boxen eingelassen in denen kunst von verschiedenen wanderausstellungen eingestellt werden kann. das unterste geschoss kann mit seinem zusätzlichen eingang völlig autark funktionieren und somit für verschiedenste veranstaltungen genutzt werden.

Mascha Diehm

 

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here + there – Dick van Gameren 22.05.2014

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Vortragsreihe im Sommersemester 2014

Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

 

here + there

Die traditionelle Vortragsreihe ‘here & there’ an der Fakultät für Architektur an der Hochschule München geht im Sommersemester in die nächste Runde. In einem der schönsten Auditorien der bayerischen Landeshauptstadt stellen wieder vier Architekten aus ‘nah & fern’ Ihre Ideen und Projekte vor. Unter dem Titel ‘Leidenschaften’ beginnt Jens Oberst vom Stuttgarter Büro Kohlmayer Oberst Architekten am Donnerstag, den 20. März. Sein Büro hat gerade einen der ersten Preise beim Wettbewerb für den Neubau der Berliner Zentralbibliothek auf dem Tempelhofes Feld gewonnen. Es folgen Andreas Cukrowicz (Cukrowicz Nachbauer Architekten) aus Bregenz am 24. April, Prof. Dick van Gameren (TU Delft / Mecanoo Architekten) aus Delft am 22. Mai und Alberto Campo Baeza aus Madrid. Er wurde 2013 mit der Heinrich Tessenow-Medaille für sein Werk ausgezeichnet. Nach den Vorträgen besteht für Studierende und interessierte Gäste bei Brot und Wein wie immer die Gelegenheit zu einem informellen Gedankenaustausch mit den Gastreferenten.

 

22.05.14

Dick van Gameren, Delft
MECANOO ARCHITECTEN / TU DELFT
www.dickvangameren.nl 
www.tudelft-architecture.nl/chairs/architecture-dwelling 

12.06.14

Alberto Campo Baeza, Madrid
ESTUDIO ARQUITECTURA CAMPO BAEZA
www.campobaeza.com

here + there – Jens Oberst 20.03.2014

 

Plakat

 

Vortragsreihe im Sommersemester 2014
Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

here + there

Die traditionelle Vortragsreihe ‘here & there’ an der Fakultät für Architektur an der Hochschule München geht im Sommersemester in die nächste Runde. In einem der schönsten Auditorien der bayerischen Landeshauptstadt stellen wieder vier Architekten aus ‘nah & fern’ Ihre Ideen und Projekte vor. Unter dem Titel ‘Leidenschaften’ beginnt Jens Oberst vom Stuttgarter Büro Kohlmayer Oberst Architekten am Donnerstag, den 20. März. Sein Büro hat gerade einen der ersten Preise beim Wettbewerb für den Neubau der Berliner Zentralbibliothek auf dem Tempelhofes Feld gewonnen. Es folgen Andreas Cukrowicz (Cukrowicz Nachbauer Architekten) aus Bregenz am 24. April, Prof. Dick van Gameren (TU Delft / Mecanoo Architekten) aus Delft am 22. Mai und Alberto Campo Baeza aus Madrid. Er wurde 2013 mit der Heinrich Tessenow-Medaille für sein Werk ausgezeichnet. Nach den Vorträgen besteht für Studierende und interessierte Gäste bei Brot und Wein wie immer die Gelegenheit zu einem informellen Gedankenaustausch mit den Gastreferenten.

Programm

20.03.14
Jens Oberst, Stuttgart
KOHLMAYER OBERST ARCHITEKTEN
www.kohlmayer-oberst-architekten.de 

>>hier mehr dazu …

24.04.14
Andreas Cukrowicz, Bregenz
CUKROWICZ NACHBAUER ARCHITEKTEN
www.cn-architekten.at 

22.05.14
Dick van Gameren, Delft
MECANOO ARCHITECTEN / TU DELFT
www.dickvangameren.nl 
www.tudelft-architecture.nl/chairs/architecture-dwelling 

12.06.14

Alberto Campo Baeza, Madrid
ESTUDIO ARQUITECTURA CAMPO BAEZA
www.campobaeza.com

here + there – Peter Barber ‘Street …… who owns the city?’

Barber Flyer

Vortragsreihe im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

Am Donnerstag, den 12.12.13 spricht Peter Barber (www.peterbarberarchitects.com) aus London als letzter Beitrag zur Vortragsreihe ‘here + there’ um 19.00h in der Aula zum Thema ‘Street …… who owns the city?’.

here + there – HUGGENBERGERFRIES Architekten AG

131121_berger

Vortragsreihe im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

here & there
Die Vortragsreihe „here + there“ der Fakultät für Architektur der Hochschule München geht in die dritte Runde. Die Initiatoren Prof. Johannes Kappler (Architekt/Stadtplaner) und Prof. Dipl.-Ing. Arthur Wolfrum laden vier renommierte Architekten aus dem benachbarten Ausland ein um mit ihnen einen inspirierenden Dialog zum Thema Wohnungsbau zu führen. Mit dabei sind Sascha Zander – Zanderroth Architekten aus Berlin, Kamiel Klaasse – NL Architects aus Amsterdam, Adrian Berger – HUGGENBERGERFRIES Architekten AG aus Zürich und Peter Barber – Peter Barber Architects aus London. Die Gastgeber freuen sich auch auf spannende Diskussionen im Anschluss an die Vorträge.

Programm

21.11.13

Adrian Berger, Zürich
HUGGENBERGERFRIES ARCHITEKTEN AG
www.hbf.ch

12.12.13
Peter Barber, London
PETER BARBER ARCHITECTS
www.peterbarberarchitects.com

here + there – kamiel klaasse (nl architects)

NL Architects

Vortragsreihe im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

 

Heute, Donnerstag den 31. Oktober findet um 19.00h die zweite Veranstaltung der Vortragsreihe ‘hier + dort’ in der Aula statt. Kamiel Klaasse (NL Architects) gewährt in seinem Vortrag ‘NL Dwelling’ eine Einblick in den holländischen Wohnungsbau. Wir möchten Sie darum bitten, diesen Hinweis an die Studierenden Ihrer Lehrveranstaltungen weiterzuleiten.
Informationen zum Büro finden Sie unter www.nlarchitects.nl oder in zahlreichen Baunetz-Meldungen:
 

here + there

Vortragsreihe im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
jeweils donnerstags, 19:00 Uhr, Karlstraße 6, Aula

here & there
Die Vortragsreihe „here + there“ der Fakultät für Architektur der Hochschule München geht in die dritte Runde. Die Initiatoren Prof. Johannes Kappler (Architekt/Stadtplaner) und Prof. Dipl.-Ing. Arthur Wolfrum laden vier renommierte Architekten aus dem benachbarten Ausland ein um mit ihnen einen inspirierenden Dialog zum Thema Wohnungsbau zu führen. Mit dabei sind Sascha Zander – Zanderroth Architekten aus Berlin, Kamiel Klaasse – NL Architects aus Amsterdam, Adrian Berger – HAGGENBERGERFRIES Architekten AG aus Zürich und Peter Barber – Peter Barber Architects aus London. Die Gastgeber freuen sich auch auf spannende Diskussionen im Anschluss an die Vorträge.

Programm

10.10.13
Sascha Zander, Berlin
ZANDERROTH ARCHITEKTEN
www.zanderroth.de

>>hier mehr dazu …
>>zanderroth architekten gewinnt den Architekturpreis Berlin 2013

31.10.13
Kamiel Klaasse, Amsterdam
NL Architects
www.nlarchitects.nl

21.11.13
Adrian Berger, Zürich
HUGGENBERGERFRIES ARCHITEKTEN AG
www.hbf.ch

12.12.13
Peter Barber, London
PETER BARBER ARCHITECTS
www.peterbarberarchitects.com

Studio I – Sanierung einer alten Scheune SS13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Piero BrunoProf. Martin Zoll

I Fabriccatti Rurali

Das ländliche Haus ist Teil des kulturellen Erbes von Finale Emilia. Bereits etwa 150 Jahre alt, liegt der Bauernhof «Bellezanta» im Grenzgebiet des neuen Stadtzentrums von Finale Emilia. Das Gebäude von cirka 300 m2 ist als Stall für Kühe und zur Lagerung von Futtermittel verwendet worden und dient jetzt als Lagerraum und Garage für das zugehörige Familienhaus.

Es wird von zwei zeitgenössischen Phäno- menen bedroht: die Erweiterung des historischen Stadtzentrums mit weitläufigen Häusern und die Modernisierung der Land- wirtschaft in der Poebene.

Das Erdbeben in Finale, das auch direkt den Bauernhof betroffen hat, ist nun eine Gelegenheit dieses Erbe zu retten.

Typologie

Zwei städtische Formen befinden sich in der Nähe des Projektgrunstücks. Zunächst Einfamilienwohnungsbau von «Schlangenstraßen» erschlossen und dann neue öffentliche Gebäude (Rathaus, Schule, Bibliothek), die eine Reihe Monumentalbauten bilden.

Eine neue Funktion für die Scheune zu finden könnte die notwendigen Investitionen für die Renovierung rechtfertigen. Als Restaurant und Pension öffnet sich das neue Gebäude zu der neuen Innenstadt und zieht Touristen an einen ungewöhnlichen Ort.

Die zwei längen Gebäude des Hotels gliedern sich in die bestehenden Bäume und umschliessen einen grünen Hof. .  Die Garage im Erdgeschoss bietet mehr Privatheit für die Gäste und erschliesst die Arkaden am Garten.

Zwei Wasserbecken trennen den Garten vom Hof des Restaurants.

Im Obergeschoss ist der Essbereich voll verglast, und über die ganze Ebene offen. Man hört von unten Geräusche vom Restaurant und hat auch einen Blick auf das Cafe. Im Erdgeschoss liegen Lobby, Cafe und Küche auf einer Ebene und sind durch Öffnungen in die bestehenden Innenwände verbunden. Die Küche ist direkt mit dem Frühstückbereich verbunden und versorgt den Essbereich durch einen Speiseaufzug.

Das Restaurant oben bleibt verschattet. Es bleibt dort kühl und bietet zwei Ausblicke: auf den Garten und in die Landschaft.

Die Grunstücksgrenze im Süden ist geradlinig und beruhigend. Im Norden grenzt das Grunstück an das freie Feld.

Konstruktion

Diee Scheune besteht aus Ziegelwänden, Ziegelstützen, und einen schweren Holzdachstuhl mit Dachziegeln. Die Stützen sind schwer beschädigt und müssen un- terstüzt werden. Die Holzbalken und Dachziegeln werden teilweise wiederbenutzt.

Das alte statische Konzept des Gebäudes ist schon gut, die Erbebensicherheit wurde aber nicht berücksichtigt. Die Symmetrie des Gebäudes, sein Massenzentrum, führen dazu, dass der Kern des Gebäudes die horizontalen Lasten sehr gut übernehmen kann.

Das Gebaüde wird teilweise innengedämmt. Die thermische Trennung liegt zwischen den breiten Stützen und liegt hinter den dünnen Stützen. Die Ziegel sind dadurch von aussen immer sichtbar.

Jeder Raum hat eine verschiedene Verglasung und bietet eine andere Atmosphäre. Im Erdgeschoss im Cafe bringt das transluzente Glass ein gedämpftes Licht.

Ein neue Stahlstruktur verstärkt das Dach. Es führt die horizontalen Lasten auf den In- nenkern des Gebäudes.

Die freien aussenliegenden Stützen nehmen nur die senkrechte Last auf und brauchen dadurch kein grosse Unterstützung. Sie wer- den mit eine Betoninjektion verstärkt.

Die inneren Stützen sind schmaler, und liegen auf einen Sockel. Sie nehmen viel mehr Last auf, und brauchen eine starke Unterstützung um die horizontalen Lasten zu übernehmen. Sie werden zu zweit durch massive Betonwände oder Stahlrahmengekoppelt.

Romain Perrot-Minot

Studio III Unikat & Serie – Aparthotel am Rainberg

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Arthur Wolfrum

Unikat & Serie – Der Rainberg in Salzburg 

Masterthesis Sephanie Weiß WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Betreuer:
Prof. Arthur Wolfrum

Jury:
Prof. Jörg Weber (Vorsitz)

Prof. Johannes Kappler

Prof. Andreas Meck

München Untergiesing

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt Bayerns und drittgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschland. München ist eine kreisfreie Stadt und zudem Sitz des Landratsamts München sowie der Bezirksregierung von Oberbayern.

Untergiesing und Harlaching sind Stadtteile von München, zusammen bilden sie den Stadtbezirk 18 Untergiesing-Harlaching. Die einst klar gezogenen sozialen Grenzen zwi- schen Alt-Harlaching mit großbürgerlichen Schichten, Neuharlaching mit unteren und mittleren Sozialschichten sowie Untergiesing als klassischem Arbeiterviertel verlieren zu- sehends an Kontur. Insgesamt hat der Bezirk eine hohe Zahl qualifizierter Erwerbstätiger aufzuweisen. Jedoch Die Altersverteilung deutet auf eine drohende Überalterung hin.

Harlaching liegt im Südosten von München auf der Hochterrasse des rechten Isarufers, Nach Nordosten grenzt Harlaching an den Stadtbezirk 17 Obergiesing, nach Nordwesten an das unterhalb der Hangkante in der früheren Flussaue gelegene Untergiesing, mit dem zusammen es den Stadtbezirk 18 Untergiesing-Harlaching bildet. Der Bezirk 18 umfasst auch die östlichen Isar- und Flau- cheranlagen unterhalb der Hangkante an der Grenze zu Thalkirchen, die besonders seit der Renaturierung der Isar in diesem Ab- schnitt gemeinsam mit dem Tierpark Hellab- runn eine wichtige Freizeit- und Erholungs- funktion für die Stadt erfüllen

Themenstellung

Mehrgenerationen-Wohnen im städtschen Kontext

Ein großes Problem in Europa ist die zuneh- mende Überalterung unserer Gesellschaft und daher müssen wir für neue Lösungs- formen sorgen.

Wie kann diese Form aussehen?
Ich bin zu der Überlegung gekommen Jung und Alt mit Hilfe eines Mehrgenerationen- wohnprojekt zusammen zu bringen, da jedes Alter seine besonderen Fähigkeiten besitzt, jedoch auch Defizite aufweißt. Duch diese noch leider zu seltene Wohnform könnten sich alle Alterstufen ergänzen und eine höhere Lebensqualität entsteht.

Im Rahmen meiner Arbeit will ich daher den Schwerpunkt auf quartierbezogene Wohn- konzepte legen, weiterhin sollen soziale Treffpunkte entstehen, gute Imfrastruktur, notwendige Einrichtungen für Jung und Alt platz finden und Einkaufsmöglichkeiten.

Mehrgenerationen-Wohnen ist daher das Zukunftsmodell, man muss jedoch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen, sie für die jeweilie Alterstufe individuell um- setzten und diese miteinander vernetzten.

Warum gerade dieser Standort?

Meine Wahl ist auf das Grundstück in der Unteren Weidenstr. 30-24 gefallen, da dies ein aufstrebendes Viertel ist. Man konnte in den letzten Jahren beobachten wie immer mehr Umstruckturierung und Belebung der Straßen und neuerschaffung von Gemeinschaftsflächen entstand. Weiterhin ist die Lage am östlichen Rand, nicht weit weg von den Isaranlagen, besonderst geeignet. Urbanes Wohnen aber trotzdem Naturbezogen, ideal auch für die ältere Gesellschaft geeignet. Viele öffentliche Einrichtungen sind zu Fuß zu erreichen, wie das Schyrenbad, der Rosengarten oder die Freizeitanlagen am Isarufer. Um sich wohl zu fühlen braucht man Ruhe, das ist hier zu finden. Das gesamte Viertel lieg in sehr ruhiger Lage, untypisch für die Stadt, jedoch ideal zum abschalten und entspannen. Die Verkehrsanbindung ist in diesem Viertel ebenfalls sehr gut erschlossen, sei es mit dem Bus oder der U-Bahn. Sogar mit dem Auto ist man innerhalb von 5 minuten auf der Autobahn.

Baugrundstück

Das Grundstück befindet sich in der Unteren Weidenstrasse 30, im Stadtteil Untergiesing. Betreten wird es von der Unteren Weiden- strasse welche nord-östlich an das Grundstück angrenzt.

Das Areal wird drei Seitig von Wohnbebau- ung umschlossen, die vierte Seite wird duch die Bahngleisse/Hochtrasse begrenzt.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht nur um normal städtische Blockrandbebauung, sonder auch um vereinzellnt aus den 1870er noch erhaltene Reihenhäuser. Weiterhin wird das Grundstück an der Seite zur Bahntrasse von einer privaten Strasse, Obere Weidenstrasse, erschlossen. Die Blockrandbebauung zur Unteren Weidenstrasse fließt mit in meinen zu bebau- enden Bereich ein. Dadurch wird auch eine Strassenpräsenz entstehen.

Entwurf

Die Idee ist es im städtischen Kontext alle Altersklassen und Schichten „unter ein Dach“ zusammen zu bringen. „EIN Dach“ ist so zuverstehen, dass in einem Quartier, einen Haus alle Generationen bewusst zusammen leben zu können. Jedoch die Möglichkeit eines persönlichen Freiraumes nicht einge- schränkt wird. Die Aufgabe beinhaltet auch das gesamte Areal so zu bebauen, dass durch das Erscheinungsbild eine Zusam- mengehörigkeit entsteht.
An der Nordseite schließt sich das Quartier mit einer mehrgeschossigen Blockrandbe- bauung die nicht durchgehend geschlossen ist ab und somit die alten Stadtstrukturen mit ihrem durchtrennten Blockrand aufnimmt.

Im Erdgeschoss befindet sich hauptsächlich Einzelhandel und Bürofläche, ab den Ersten Stock Wohnungen. Zusätzlich soll durch das „Haus im Haus“- oder „Wohnung in Wohnung“- System eine Durchmischung aller Altersstufen entstehen. Jede Wohnung besteht aus mehreren unterschiedlichen Wohnformen, von einem Zimmer mit eige- nem Bad für alleinstehende Senioren oder Studenten, bis hin zur integrierten eigenen 3-Zimmer Wohnung für Familien. Auch in der Größe der Wohnungen wird variiert, so kann man entscheiden ob man lieber in der kleineren Gemeinschaft oder doch lieber in der Großfamilie leben will.

“Reihenhaustyp”  An der Ostseite, zur Hochtrasse hin, wird durch einen fünfgeschossigen geschlossenen Riegel versucht den Lärm der Bahn ab zu schirmen und so zu verringern. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befindet sich sämtliche Dienstleister wie Kinderzentrum,diverse Ärzte und variabel nutzbare Büroflächen. Ab dem zweiten Obergeschoss gibt es eine neue Form des modernisierten Stadt-Reihenhaus, das sich über 3 Etagen erstreckt. Eine Besonderheit ist hierbei die Dachterrasse mit Grünfläche.

“Wohnungstyp I”  Die innere Bebauung ist angelehnt an die zer- klüfteten Baustrukturen der Münchner Hinter- höfe, die einerseits sehr viel Nähe zueinander haben, jedoch auch Platzsituationen schaffen. Durch die Hauptdurchwegung gelangt man auf die privaten Gemeinschaftsplätze. Das anordnen mehrerer Baukörper, die durch eine Schottenstruktur ihre Form bekommen, entste- hen private Gemeinschaftsflächen von 2 – 4 Häusern. Vor und Rücksprünge schaffen priva- te Freiflächen für die jeweilige Wohneinheit, die zur privaten Nutzung bepflanzt werden kann. Auch bei dieser Bebauung greift wieder das „Haus im Haus“- System und mischt die unter- schiedlichsten Wohntypen. Weiterhin besitzt jedes dieser Häuser ihre eigene Grün – und Terrassenfläche auf dem Dach.

Konstruktion

Bei der Konstruktion handelt es sich um eine Schottenbauweise aus Fertigbetonteilen, die vor Ort montiert werden. Bei der Blockrandbebau- ung ist die Ausfachung ebenfalls ein Fertigbe- tonteil im Gegensatz zur Füllung der Schotten der inneren Bebauung. Diese besteht aus einer beabsichtig zurückgesetzten Holzständer Konstruktion die mit horizontalen Holzplanken verkleidet ist. Der Sicht – und Sonnenschutz besteht aus Schiebeläden die vorgesetzt sind, in der Inneren Bebauung sowie am Blockrand. Bei der gesamten Bebauung handelt es sich um eine Putzfassade die grau eingefärbt ist. Um barrierefreie Bewegung zu erlangen werden alle Übergänge schwellenfrei, weiterhin ist eine freie Bewegung auf sämtlichen Etagen durch Aufzüge und Rampen gewährleistet.