Studio 1 – Ortstermin Volkstheater Brienner Straße

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Prof. Andreas Meck, LB Franz Wimmer

Ortstermin
Donnerstag 17.10.2013 – 14 Uhr.

Studio 1 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut AD_Architectural Design | Architektur zugeordnet.

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Studio 1 – Ein Volkstheater in München

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Prof. Andreas Meck, LB Franz Wimmer

Thema
Im Jahr 2002 übernahm der jetzige Intendant Christan Stückl das Volkstheater in der Brienner Straße. Unter seiner Leitung und mit einem neuen progressiven künstlerischen Konzept, brachte es das Münchner Volkstheater zu einer der führendsten und anerkanntesten Bühnen, dessen Ruf und Ansehen weit über die Stadt hinausstrahlt.

So hat Stückl mit seinen Inszenierungen und dem jährlich stattfindendem Festival für junge Regisseure „radikal jung“ den Begriff Volkstheater klischeefrei, neu und modern interpretiert.
Der derzeitige Spielort jedoch – ursprünglich eine Sporthalle – entspricht nicht mehr den gewünschten Anforderungen. Er weist mittlerweile viele bauliche, technische und organisatorische Probleme auf. Deshalb wird von verschiedenen Seiten in der Stadt München ein Neubau eines Volkstheaters gefordert, oder wie Christian Stückl in einem Interview seine Verbundenheit mit dem Volkstheater ausdrückt:
„Ich möchte größer werden, weitergehen, weiterkommen mit dem Theater. Ich sehe es als totale Herausforderung, das Volkstheater neu zu bauen.“

Ort
Den verschiedenen Standorten der Vorgängerbauten des Münchner Volkstheaters folgend, stehen für den Entwurf mehrere Grundstücke im Innenstadtbereich zur Diskussion.

Aufgabe
Aus den Gegebenheiten des jeweiligen Ortes ist ein zeitgemäßes Volkstheater zu entwerfen. Das Raumprogramm umfasst u.a. einen großen und einen kleinen Theaterraum mit Foyer, Probebühnen, Werkstätten, Magazine, Räume für Verwaltung/ Intendanz und einen Biergarten. Um der Herausforderung eines neuen Volkstheaters gerecht zu werden, die den Regisseuren und Schauspielern große Entfaltungsmöglichkeiten in den Inszenierungen ein-räumen sollen, wird ein besonderer Entwurfsschwerpunkt in der räumlichen Organisation von Zuschauerraum und Bühne liegen.

Studio 1 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut AD_Architectural Design | Architektur zugeordnet.

Vertiefung Städtebau – Wilhelmsburgerplatz

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Axel Lohrer – MA 23 Theorie – Vertiefung Städtebau – Landschaftsarchitektur    

Situation

Der am südlichen Rand Hamburgs gelegene Stadtteil Veddel, eine Großsiedlung, zeichnet sich unter anderem durch seine heterogene Bevölkerungsstruktur aus. Der Wilhelmsburger Platz wird im Norden und Osten von Bebauung, im Süden vom Elbbecken und im Westen

von der S-Bahnstation Veddel räumlich gefasst. Der Platz wird von einer inzwischen nicht mehr angemessenen Verkehrsführung stark beeinträchtigt und dient lediglich als Erschließungsraum, ein längeres Verweilen auf der Fläche ist nicht vorgesehen.

Seiner Funktion als Quartiersplatz, unter Berücksichtigung der zunehmenden Bedeutung des Satdtteils Veddel, wird er nicht gerecht.

Entwurf

Die übergeordnete Straßenführung bleibt bestehen. Die Nord-Süd Verbindung  der Straßen „Am Zollhafen“ und „Wilhelsburgerplatz“ wird künftig für den Straßenverkehr gesperrt, die Funktion der Feuerwehrzufahrt bleibt erhalten. Somit erhält die vorher undefinierte und zusammenhangslose wirkende Fläche einen klaren Rahmen.

Auftakt

Die nicht barrierefreie Treppe, um von der S-Bahnstation auf das Niveau des Wilhelmsburger Platzes zu kommen, weicht einer, von der übergeordneten Höhenentwicklung vorgegebenen, Rampe.

Die ehemals unattraktive Grünfläche zwischen S-Bahnnstation mit Kiosk, Post und eine  HVV Servicestelle folgt der übergeordneten Geländemodellierung. Der Erschließungsraum wird gefasst. An den Schnittstellen wird mit Sitzelementen zum Verweilen eingeladen.

Faltung und Terrassierung

Die Grünflächen des Parks falten und terrassieren sich von Ost nach West und lassen geschützte Bereiche entstehen, die auch in einem öffentlichen Raum der weiterhin als Erschließungsraum dienen wird, genug Privatsphäre bieten. Einem Verweilen und Ausruhen steht nichts im Weg.

Der Zonierung, Geländemodellierung und Erschließung übergeordnet werden bestehende Baumreihen aufgenommen und neue gesetzt, dadurch werden einzelne Bereiche betont, Schatten gespendet und der Platz sichtbar vom Straßenraum abgegrenzt. Die Bestandsbäume werden soweit möglich erhalten und ergänzt.

Zonierung

Der Wilhelmsburger Platz wird entsprechend der unterschiedlichen Altersgruppen und Nutzungen zoniert. Im Wesentlichen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen. Gerade das für Kinder und Jugendliche im Stadtteil Veddel vorherrschende Unterangebot an Spiel und Freizeitfläche wird ergänzt.

Im östlichen Bereich, geschützt im Inneren des überplanten Areals, entsteht für Kinder ein Spielbereich mit Spielgeräten wie Wippen, Schaukeln und Trampolinen. Der Bodenbelag des Spielplatzes aus Holz-Hackschnitzel ist als „stoßdämpfender Boden“ ausgeführt. Als Schnittpunkt zwischen den Generationen grenzt dieser an die anderen Bereiche an.

Im südöstlichen Bereich, parallel zur Straße „Am Zollhafen“ wurden die Bänke mit Stahlprofilen an den Kanten verstärkt und bieten für Skatebordfahrer somit die Möglichkeit ihre Kunststücke zur Schau zu stellen.

Im nordöstlichen Bereich ist der Bodenbelag aus Splitt, somit ungeeignet für lärmenden Freizeitaktivitäten wie z.b Skateboardfahren, bietet dieser Bereich gerade älteren Personen ausreichend Ruhe.

Die gefalteten und terrassierten Grünflächen sind als großzügige Sonnen- und Picknickwiesen zu verstehen.

 

André Wimmer

Studio II – Rocca Piccola

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of… Finale Emilia – Rocca Piccola

Der Zustand der Stadt ein Jahr nach der Katastrophe muss als statisch und stagnierend bezeichnet werden. Noch immer sind viele Privathäuser und öffentliche Bauten zerstört oder schwer beschädigt, viele wurden verlassen, einige waren schon vor dem Erdbeben vernachlässigt. Dies liegt vor allem an fehlenden finanziellen Mitteln für den Wiederaufbau und Neuanfang vor Ort. In der Folge sind einige Bewohner in den Notquartieren sesshaft geworden, andere sind gleich ganz weggezogen um anderswo neu anzufangen.

Bei der Besichtigung der Stadt fällt vor allem die historische Achse Torre Modenesi – Rocca Grande auf. Parallel zu dieser verläuft eine kleine Fußgängerzone an der das Rathaus und zahlreiche Häuser liegen deren Erdgeschosse kleine Läden beherbergen. Das Rathaus, vom Erdbeben schwer beschädigt, wird außerhalb des historischen Stadtkerns neu aufgebaut,

das alte Rathaus bleibt vorerst Ruine. Ebenfalls parallel zu diesen beiden linearen Räumen, in Richtung des Flusses Panaro, liegen auf einer Parzelle mehrere zerstörte Häuser und einzelne brach gefallene Grundstücke. Diese Lücke soll im folgenden Entwurf genutzt werden um Finale Emilia eine neue Identität zu geben und langfristig eine städtebauliche Entwicklung in Richtung des Flusses Panaro zu initiieren.

Aus dem Schutt der zerstörten Häuser wird ein, den Entwurf räumlich prägendes Element geschaffen, eine Mauer. Von dieser Mauer eingefasst, mit drei gegenüberliegenden Platzsituationen die relevante städtebauliche Bezüge aufgreifen und neue schaffen, erhält Finale

Emilia einen öffentlichen Stadtgarten „Rocca Piccola“. Dessen Bau soll durch die ansässige Bevölkerung erfolgen. „Rocca Piccola“ soll einen von externer Hilfe unabhängigen,eigenständigen Neuanfang und gleichzeitig eine aktive Aufarbeitung des Geschehenen ermöglichen.

Die Mauer wird zu einem Symbol für das Erdbeben, den Wiederaufbau und den Zusammenhalt der Bewohner Finale Emilias sowie der gegenseitigen Hilfe während und nach der Katastrophe.

Dragica Latincic, André Wimmer

Spontaneous Urbanism – Intercultural Gardening

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Drs. Ir. Like Bijlsma Fellow HMU    

Intercultural Gardening | Explanation

The square opposite to Rocca Grande seemed to be the best choice for an intervention, because it offers a direct view onto the destroyed historical buildings. This enables a constant confrontation with the topic of des- truction and transience.

The temporary structure is to be constructed from freight containers. Used as highly flexible modules these easy to assemble units allow the realization of a building complex following the principle of addition. Usually these containers are used to move goods swiftly.

In a globalized world they arrive „just-in-time“ and after unloading their cargo leave again. Their offer of capacity, of space, of shelter is only temporary, always ready to leave, to be repurposed and make space for new developments. Just as the units used to construct it our intervention is intended to appear only for a fixed amount of time, offer a capacity for change and leave again. The local population has to move on.

The freight containers, measuring 2,4 x 12m, are going to be aligned, stacked and interconnected. The ground floor is going to be open to the public and offer the possibility for cultural exchange. There will be the pos- sibility to sit down for a casual chat, a cup of coffee or tea, or a slice of donated cake. But more importantly this space is going to be used for public meetings, round tables and cultural events offering earthquake vic- tims and relief workers alike a possibility for exchange. The principle behind the centers work is self-help within a strong community.

It is our conviction that in order to experience true fulfillment a human being needs the com- munity of other human beings.

The first floor will offer room for administrative purposes and – on demand – for small groups. This floor separates the public from the non-public parts of the building being semi-public itself. Additional floors can be added if needed, single containers can be used as temporary housing. Two families per container, nobody should be alone in the first phase of the reconstruction. This should also help to prevent people from loosing their bonds to the community and even allow them to establish new ones.

The staff is recruited from volunteers as well as earthquake victims, representing all social classes. In regular intervals educational events are going to take place. The adjacent garden is open to the public during the day and can be closed of using movable panels during the night in order to prevent vandalism. The common garden is meant to produce a certain amount of vegetables and spices for the victims and strengthen their sense of community through a common project.

Thus a new, temporary infrastructural hub is established within the village enabling the reconstruction of the destroyed, original infrastructure. It is going to be financed by donors and the local population. Its mission is two- fold: First, it is to provide immediate help and relief to those that have lost everything and second, it is to rebuild the physical and social infrastructure of the village.

Dragica Latincic, André Wimmer

Masterthesis Simon Schöffmann SS 12

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemster 2012

Betreuer:
LB Franz Wimmer

Akademie für Photographie München

Das Grundstück für meine Masterthesis umfasst einen gesamten Block in der Münchner Maxvorstadt. Es grenzt direkt an den Königs- und Karolinenplatz und die Pinakotheken und stellt ein wichtiges Bindeglied im Kunstareal und an die Altstadt dar. Das Areal wird von mehreren repräsentativen Solitären dominiert, die sich nur nach außen orientieren und das Blockinnere nicht erschließen. Somit wird es seiner Rolle als zentrales, bindendes Element nicht gerecht. An diesem Punkt setzt der Entwurf mit einer Umgestaltung an. Nachdem die hinterhofartige Bebauung entfernt wird, platziert sich ein neuer Baukörper in die Mitte des Blocks, der durch die Aufnahme der baulichen Kanten der Musikhochschule, des NS-Dokumentati-onszentrums und des LRZ-Gebäudes definiert wird. Mit der gegenüberliegenden Neubau der HFF bildet sich ein neuer Platz als Knotenpunkt und Campus für die angrenzenden Hochschulen, der durch einen Vorplatz zur Barerstraße, einen neu-en Weg zum NS-Doku-Zentrum, sowie vom Königsplatz kommend erschloßen wird. Dem Bereich der Lotterieverwaltung zum Karolinenplatz hin wird durch Entfernung seiner Hinterhofbebauung und neuer Bepflanzung wieder der urprüngliche Cha-rakter der Maxvorstadt als Gartenstadt verliehen. Die Musikhochschule im ehe-maligen Führerbau wird freigestellt, um ihre städtebauliche Wirkung besser zur Geltung zu bringen, und rahmt zusammen mit dem Neubau einen Korridor zum NS-Doku-Zentrum.

Korridor NS-Doku-Zentrum/ Kanten HMT und LRZ

Der Neubau gliedert sich in seiner Funktion als Akademie für Photographie an die benachbarten HFF und Musikhochschule an. Der längliche Baukörper wird durch ein sehr offenes, zurückgesetztes Erdgeschoß erschlossen. Das Hauptvolumen wird durch zwei Lichthöfe gegliedert, in die wiederum die vier Photo-Studios als klar herausstechende Hauptelemente des Gebäudes eingestellt sind. Mittig im Bauvolumen befindet sich der 2,5-geschoßige Saal, um die Studios her-um sind die Seminarräume und Büros verteilt. Vom Vor- bzw. Hauptplatz gelangt man über die Haupttreppe unter dem hochgesetzten Volumen der größeren Stu-dios in den Vorbereich des Saals. Das Volumen der kleiner Studios drückt sich als Hof in das Untergeschoß, in dem sich unter anderem die Dunkelkammern befin-den. Im obersten Geschoß bildet sich über dem Saal ein begrünter Innenhof für die Bibliothek, sowie den offenen Ausstellungs- und Arbeitsbereich. Das jeweils untere Studio sind dunkel, die oberen werden großzügig von oben belichtet; sie dienen sowohl zum Arbeiten als auch Ausstellen. Das Cafe im Erdgeschoß dient als Treffpunkt und Kommunikationsort für die Stu-denten der Hochschulen und die Besucher des Kunstareals. Das Gebäude ist als Stahl-Skelettbau konstruiert, wobei die Außenhülle als tragen-de Pfosten-Riegel-Fassade ausgebildet ist.