Studio 3 – Passgenau WS 13/14

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Prof. Joerg Henne, Prof. Joerg Weber

Daniela Tombergs

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Studio 3 – Passgenau WS 13/14

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Prof. Joerg Henne, Prof. Joerg Webe

Passgenau..

Status Quo

Das historische Stadtviertel zwischen Markthalle und Rathaus ist das Herz der Stuttgarter Innenstadt. Das Grundstück liegt gegenüber  der Markthalle, die von viele Bewohner und Touristen gerne besucht wird. In den letzten Jahren, entstanden in der Nähe immer mehr exklusive Läden,  dadurch ist die Innenstadt für Handwerker nicht mehr rentable und hat seine ursprüngliche Attraktivität verloren.  Das neue Konzept soll alle Handwerket unter einen Dach bringen und es soll zudem über 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Ein kreativer Raum

Das neue Warenhaus unterscheidet sich von anderen Konzepten, weil es vor allem kleine Hersteller und Handwerker anspricht. Trotz seinem kleineren Maßstab schafft es große Räume  und Werkstätte, in denen eine kundenfreundliche Atmosphäre entsteht und dadurch sehr besondere und hochwertige Produkte geschaffen werden können. Eine ausgewogene Mischung aus Geschäften, gemütlichen Cafés, Restaurants, Ausstellungsbereich, Besprechung Räume und Werkstätten findet im Einkaufszentrums Platz.

Zur zeit befindet sich auf dem Gelände ein großes Laden im einem zweigeschossigem Haus. Das Haus soll durch einen größeren Baukörper ersetzt werden und die Lücke in der dichten Stadtstruktur auffüllen.  Die oberirdische Geschossfläche ist 2.990 Quadratmeter groß. Der neue Baukörper ist 20 Meter hoch und integriert sich gut in der historischen Umgebung.  Für den Entwurfsprozess, war es sehr wichtig, dass ein großes Haus entsteht, das jedoch Rücksicht auf die umliegenden Gebäude, Sonneneinstrahlung und Freiflächen nimmt. Die schrägen Wände bilden einen plastischen, homogenen Baukörper. Zu dem wird das Haus mit einer einheitlichen Fassade verkleidet.

Maciek Kuczynski

Studio 1 – Ortstermin Volkstheater Brienner Straße

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Prof. Andreas Meck, LB Franz Wimmer

Ortstermin
Donnerstag 17.10.2013 – 14 Uhr.

Studio 1 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut AD_Architectural Design | Architektur zugeordnet.

Studio 1 – Ein Volkstheater in München

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Prof. Andreas Meck, LB Franz Wimmer

Thema
Im Jahr 2002 übernahm der jetzige Intendant Christan Stückl das Volkstheater in der Brienner Straße. Unter seiner Leitung und mit einem neuen progressiven künstlerischen Konzept, brachte es das Münchner Volkstheater zu einer der führendsten und anerkanntesten Bühnen, dessen Ruf und Ansehen weit über die Stadt hinausstrahlt.

So hat Stückl mit seinen Inszenierungen und dem jährlich stattfindendem Festival für junge Regisseure „radikal jung“ den Begriff Volkstheater klischeefrei, neu und modern interpretiert.
Der derzeitige Spielort jedoch – ursprünglich eine Sporthalle – entspricht nicht mehr den gewünschten Anforderungen. Er weist mittlerweile viele bauliche, technische und organisatorische Probleme auf. Deshalb wird von verschiedenen Seiten in der Stadt München ein Neubau eines Volkstheaters gefordert, oder wie Christian Stückl in einem Interview seine Verbundenheit mit dem Volkstheater ausdrückt:
„Ich möchte größer werden, weitergehen, weiterkommen mit dem Theater. Ich sehe es als totale Herausforderung, das Volkstheater neu zu bauen.“

Ort
Den verschiedenen Standorten der Vorgängerbauten des Münchner Volkstheaters folgend, stehen für den Entwurf mehrere Grundstücke im Innenstadtbereich zur Diskussion.

Aufgabe
Aus den Gegebenheiten des jeweiligen Ortes ist ein zeitgemäßes Volkstheater zu entwerfen. Das Raumprogramm umfasst u.a. einen großen und einen kleinen Theaterraum mit Foyer, Probebühnen, Werkstätten, Magazine, Räume für Verwaltung/ Intendanz und einen Biergarten. Um der Herausforderung eines neuen Volkstheaters gerecht zu werden, die den Regisseuren und Schauspielern große Entfaltungsmöglichkeiten in den Inszenierungen ein-räumen sollen, wird ein besonderer Entwurfsschwerpunkt in der räumlichen Organisation von Zuschauerraum und Bühne liegen.

Studio 1 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut AD_Architectural Design | Architektur zugeordnet.

MUC & MORE – Reaktivierung City Parkhaus WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Johannes Kappler

Muc & More – Die zeitgemäße Stadt Prof Johannes Kappler – Reaktivierung City Parkhaus Clemens Comanns 

Zentral gelegen zwischen Frauenkirche, Marienplatz und Hofstatt fristet das Hir- mer Parkhaus seinem Dasein als ungeliebter Funktionsbau, dessen Nutzen als Parkfläche vor Allem vom ansässigen Einzelhandel geschätzt wird. Seine 503 Stellplätze können jedoch, laut Stadt im geplanten Parkhaus unter dem Thomas Wimmer Ring ausgeglichen werden. Auch das Parkhaus am Stachus, das wie auch das Hirmer Parkhaus nicht voll ausgelastet ist, könne parkende Besucher aufnehmen. Auch unter den Neubauten an der Sattlerstraßen sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten entstehen.

Die Solitärstruktur des Postgebäudes schließt einen Blockrand im Westen ab. Die Ergeschosszone wird als Dienstleistungsbereich genutzt. Die im Stil der 50er Jahre strukturierte Fassade besitzt das Potenzial den Platz städtebaulich zu verorten und aufzuwerten.

Als wichtiger neuer Stadtbaustein in der Innenstadt Münchens befindet sich die Hofstatt momentan im Bau. Die im Inneren des Kompexes verzweigte Passage mündet auf den Platz, direkt gegenüber der Kaufingerpassage. Die für solvente Mieter und Käufer angelegte Architektur des Objekts findet im Parkhaus kein entsprechendes Gegenüber. Dadurch wird dessen funktionsbedingte Schlicht heit überhöht und negiert. Die zukünftige Nutzung der Hofstatt sieht auch ver- mehrt Wohnen im hochpreisigen Niveau vor. Vor dem Postgebäude befindet sich der Platz, der durch die Solitärstruktur des Postgebäudes bestimmt wird. An den Seiten wird dieser durch die Schaufas sade der entstehenden Hofstatt und einem Bürokomplex gefasst. Gegenüber des Postgebäudes steht das Parkhaus, dessen introvertiertes Äußeres, bedingt durch die Funktion, dem Platz nicht gerecht wird.

Gegenüber dem derzeit geplanten Eingang zur Hofstatt mündet das Ende der Kaufingerpassage, die eine direkte Verbindung zur belebten Münchner Fuss- gängerzone bietet. Durch die Nutzung des Platzes als Park- und Anlieferzone, kann dieses Potenzial nicht ausgeschöpft werden. Der spärliche Grünbewuchs trägt nur bedingt zur dauerhaften Aufenthaltsqualität bei. Grünbereiche sind in der gesamten Innenstadt spärlich vorhanden. Zusätzlich wird die Zufahrt zum derzeitigen Parkhaus über den Platz abgewickelt.

Vision München muss sich gegenwärtig und zukünftig mit den Phänomenen ei- ner stark wachsenden Stadt auseinandersetzen. Siedlungsdruck auf der einen, Investitionsdruck auf der anderen Seite machen einen nachhaltige gesunde Stadtentwicklung schwer möglich. Darum rücken Vergessene Orte immer mehr in den Fokus. Orte an denen sich mit kreativen Mitteln große Potenziale schöp- fen lassen: Einer dieser Orte ist das Hirmer Parkhaus. Als Parkfläche bald nicht mehr gebraucht, soll es abgerissen und wie so oft Luxuswohnen weichen. Der Gegenentwurf will mit den bestehenden Strukturen einen progressiveren Stadt- baustein setzten. Bezahlbares Studentenwohen in prominenter Lage. Gleich- zeitig werden bestehende räumliche Defizite beseitigt und neu verknüpft. Durch Leichtbauweise und Erhalt der Struktur bleibt das Konzept bezahlbar. Öffentliche Promenade Das Parkhaus wird über ein Rampensystem für den fließenden Verkehr erschlossen. Zwei Treppenhäuser wickeln die vertikale fußläufige Erschließung ab. Das Potential der Rampe ergibt sich durch das Wegfal- len der ursprünglichen Nutzung. Durch die Umnutzung als öffentliche Fußgän- gerrampe ergibt sich eine außergewöhnliche Art der Erschließung. Im Sinne Le Corbusiers schreitet der Besucher durch das Gebäude, wird durch Entschleu- nigung und sich änderten Blickbezüge durch den Komplex geführt. Die Rampe verknüpt die innere Struktur des Gebäudes mit der Stadt. So wird die Stadt über fünf Etage weitergeführt, bis sie in einem öffentlichen Bereich im obersten Stockwerk endet.

Grünkonzept Der Innenstadtbereich Münchens zeichnet sich durch seinen hohen Grad an Versiegelung der Bodenplatte aus. Dies ist durchaus im Sinne der historischen Bausubstanz, kann man den Kernbereich Münchens doch als steinerne Stadt bezeichnen. Grünraum wird dennoch benötigt, ein immer wäh- render Bürgerwunsch. Die Umnutzung des Parkhauses bietet die Möglichkeit solche Räume zu schaffen. Als vertikaler Abschluss der öffentlchen Promenade entsteht ein parkartiger Dachgarten, der seine Ergänzung in der Umgestaltung des Platzes vor dem Postgebäude erhält.

Mikrostruktur Parkhaus Das Nutzungskonzept des ehemaligen Parkhauses sieht eine Mischung aus Studentenwohnen und Grünbereichen vor. Eine Nut- zung, die umringt von hochwertigen Wohnen als zusätzlicher Stadtbaustein notwendig ist, fehlt dieser bisher im Innenstadtbereich gänzlich. Die Idee ist es, die horizontale Nutzungsstruktur der Stadt in eine vertkale Mikrostruktur zu übersetzen. Ein vertikaler Stadtbaustein.

Nutzungsverteilung Erdgeschoss

Im Norden des Komplexes befindet sich die Fußgängerzone der Stadt München. Die Erdgeschossnutzung setzt sich dementsprechend aus Einzelhandel und Gastronomie zusammen. Durch den Bau der Hofstatt entsteht auch im Süden vermehrt Einzelhandel. Einzig im Westbereich findet sich Wohnen im Erdgeschossbereich. Der zukünftige Bau soll einen Nutzungsmix aus Studen- tenwohnen Gastronomie und Grün erhalten. Idee ist die horizontale flächige Nutzungsstruktur der Stadt in einen vertikalen Komplex zu übersetzen.

Erschließung I Anbindung

Das Parkhaus befindet sich an der Schnittstelle zwischen Kaufingerpassage und entstehender Hofstatt. Diese weißt auch eine Einkaufspassage auf die direkt gegenüber des Kaufinger Tors an den Platz mündet. Der Platz stellt nut- zungsbedingt eine Barriere dar. Durch Umstrukturierung des Platzes als Frei- fläche wird die Querverbindung zur Fußgängerzone über die beiden Passagen hergestellt. Über das öffentliche Rampensystems des Komplexes werden Besu- cher in das Gebäude geleitet.

Grün

Der Innenstadtbereich Münchens weißt eine hohe Versiegelung seiner Boden- platte auf. Im historischen Sinne ist dies sinnvoll, wenngleich attraktive Grün- bereiche ein grundlegendes Erfordernis sind. Das neue Gebäude nutzt diese Möglichkeit und bietet mit einem großen öffentlichen Dachgarten einen Anziehu- hungspunkt im steinernen Kontext.

Erschließung Verkehr

Die momentane Nutzung als Parkhaus bringt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Bereich der Hofstatt mit sich. Die Abwicklung des fließenden Verkehrs erfolgt über die Südseite. Darüber hinaus wird der bestehende Platz mit einem ent- sprechenden Parkleitsystem belegt. Zukünftig wird der Verkehr nutzungsbedingt abnehmen und so das gesamte Quartier aufwerten. Auch der Platz kann mit anderen Nutzungen belegt werden.

Perforation

Der Kontext des Komplexes zeichnet sich durch seine Blockrandstruktur aus. Die Blockränder werden nach Innen scheinbar ohne Ordnung mit Sekundär- bauten verdichtet. Daraus ergeben sich Hofsituationen und komplexe räumliche Beziehungen. Dieses Konzept wird bei der Umstrukturierung angewandt. Das Parkaus wird nach Innen entkernt. Dadurch kann der sehr tiefe Koplex optimal belichtet und durchlüftet werden. Auch die räumliche Komplexität erhöht sich.