Masterthesis Ricarda Schindler WS 14/15

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2014/2015

Betreuer:
Prof. Piero Brun

Sudetendeutsches Zentrum München – Nasi Nemci

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Ausstellung der Masterarbeiten

 

Die Ergebnisse der Masterarbeiten des Wintersemesters 2013/2014 sind im 2. OG (Räume 214 etc.) im Flur vor den Studioräumen ausgestellt.

Masterthesis Ilknur Ayyildiz SS 13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Betreuer:
Prof. Piero Bruno

Das Türkeihaus am Nymphenburger Schloss

Der viergechossige Konsulatsbau in der Menzingerstraße verfügt über eine Nutzfläche von 1200 m2, die für ein Publikumsverkehr von 500 Personen pro Tag unzureichend ist. In dem Gebäude können sämtliche Funktionen einer konsularischen Vertretung nicht untergebracht werden. Um den Bedürfnissen der gestiegenen Anzahl türkischstämmiger Bevölkerung gerecht zu werden, bedarf es eines Gebäudes, das neben der Verwaltungsfunktion auch den repräsentativen Charakter erfüllt.

Die dunkle Ziegelfassade tritt in drei unterschiedlichen Texturen auf. Neben dem einfachen flämischen Verband entsteht durch Perforationen, z. B. durch Aussparun- gen vor Fensterflächen, eine abwechlungsreiche Fassade, die bestimmteBereiche an dem Gebäudekomplex hervorhebt.

Entwurf
Durch Bezugnahme auf die bauliche Situation der unmittelbar angrenzenden Nachbargebäude und damit das Eingehen auf die vorgefundenen Gegebenheiten lässt sich ein Regelwerk als Baugerüst für das zu entwerfende Gebäude entwickeln. Verbindet man die Verlaufslinien der Fluchten, welche aus den Gebäudekanten der benachbarten Gebäude hevorgehen, durch die West-Ost-Mittelachse des Grundstücks, entsteht für jeden Baukörper des Gebäudekomplexes ein Baurahmen. Somit lässt sich das Areal in einzelne Baufelder gliedern. Die Baufelder richten sich nach den Maßen des gegenüber liegenden Nach bargebäudes und werden je nach Breite und Höhe des Gegenübers mit Volumen versehen.
Durch die Anpassung an die jeweiligen Nachbarsbauten entsteht auf dem Grundstück ein Komplex aus verschiedenen Volumen und Freiräumen. Jedes der Baukörper ist mit einer bestimmten Funktion versehen und bildet zusammen mit seinem Hofelement eine Einheit. Die Baukörper sind durch einen Erschließungsweg auf der Mittelachse der Grundform des Gebäudekomplexes verbunden. Die Ost-West-Ausrichtung des Gebäudes ermöglicht jedem Gebäudeteil eine Orientierung zu den Innenhöfen hin und bekräftigt somit die verschärften Sicherheitsauflagen für Auslandsbauten.

Torre dei Modenesi Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Piero Bruno und Prof. Gilberto Botti

Torre dei Modenesi – Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms 

entscheidungsfindung

die detailgenaue rekonstruktion wird abgelehnt. der
alte turm bzw. die turmruine wird unverändert bestehen gelassen. als aktiver zeuge der geschehnisse wird sie als narbe der stadt akzeptiert. dimension und charakter sind die nachzubildenden eigenschaften, mit zeitgemäßen baustoffen und angepasster nutzung. in unmittelbarem abstand wird der zerstörte turm rekonstruiert. die höhe, die form und die bei der zerstörung bestehende funkti- on wird dabei rekonstruiert. die zum zeitpunkt der zer- störung bestehende funktion beschränkt sich dabei auf räumliche gestaltung des ortes, die erinnerung an die vergangene gestalt der stadt, die akustische präsenz, durch die glocke und die vermittlung von zeit.

position

als städtebauliches element wird der turm in das zen- trum des ehemaligen hafenbeckens gerückt. die his- torische position wird relativ beibehalten im bezug auf blickbeziehung zum kastell und der entfernung zum mit- telalterlichen hafenbecken. die wasserfläche ergänzt den turm als hommage an das ehemalige hafenbecken. die komposition der wasserfläche und des rekonstruierten turms nimmt die mittelalterlichen bewegungsachsen auf und leitet den verkehr zwischen turm und hafenbecken hindurch.

gestaltung


als material übernimmt sichtbeton die homogene wir- kung der kleinteiligen ziegelkonstruktion. erinnerungen an die äußere gestalt wird durch einätzen der ziegel- struktur in den sichtbeton aufrechterhalten. der sockel, kenntlich durch die darstellung der bruchstelle, wird dabei jedoch ausgespart, weshalb rekonstruktion und ruine ergänzend die vergangenen ereignisse schildern.

ort der erinnerung


erinnerungen an die stadtgeschichte und mittelalterliche stadtstruktur werden im untergeschoss thematisiert. der rekonstruierte turm vergrößert als bindeglied der histo- rischen geschehnisse den raum und schafft gleichzeitig belichtung und räumliche hierarchie. über weitere aus- sparungen in der decke werden die alten gemäuer be- lichtet wodurch zugleich die mittelalterliche struktur auf dem oberirdischen platz nachgezeichnet wird. begehbar über eine rampe entlang der wasserfläche, gelangt man auf das niveau des ehemaligen hafenbeckens. gespeist von der oberirdischen wasserfläche wird der alte hafen wieder geflutet. das wasser fließt dabei an der südlichen kante des wasserbeckens herab in den alten hafen, was durch die rampe erfahrbar wird und atmosphärisch einleitet. die dort freigelegten hafenmauern erzählen in verbindung mit relikten des alten turms die geschichte von Finale Emilia und schaffen einen ort der erinnerung, des gedenkens und der ruhe.

 

Informationen zur Masterarbeit WS 13/14 – 20.06.2013

Am Donnerstag den 20.06.2013 findet eine Informationsveranstaltung zur Masterarbeit im Wintersemester 2013/2014  statt. Die Master-Jury Prof. Bruno, Prof. Weber und Prof. Zoll laden hierzu von 16.00 – 16.30 Uhr herzlichst in den Raum 212 ein.

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