Studio II – Sportpark Finale Emilia

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel In Case of… Finale Emilia – Sportpark Finale Emilia   Christoph Baires Herrera, Rebecca Farina Arnold
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Studio II – Sportpark

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of… Finale Emilia – Sport Park

Konzept

Finale hat zahlreiche Grünfl ächen um die Alststadt
herum, die alle Brach liegen oder unattraktiv sind.
So auch das Gelände mit der ehemaligen Schule,
Kindergarten und Sporthallen.
Die Bewohner nutzen diese Sporthallen und fahren
dafür ins Umland. Deswegen sollen die
Sporthallen wieder neu aktiviert werden und ihnen
einen attraktiven Platz im Grünen gegeben
werden, sodass eine Art Sportpark entsteht.

Bestand/ Nutzung

Die Bestandsgebäude bleiben bis auf die Schule
alle erhalten. (Da diese nicht mehr genutzt werden
wird, weil sie nach dem Erdbeben nicht mehr
nutzbar war und ins neue Zentrum ausgelagert
wurde) Die Hallen werden wieder in Stand gesetzt
und behalten fast alle ihre ursprüngliche Nutzung.
Lediglich das Bürogeb.ude bekommt im hinteren,
zum Sportpark gelegenen Teil, eine andere
Nutzung, eine Gymnasikhalle.

Laufbahn

Da im Bestand keine Tartanbahn vorhanden ist,
wird eine neue Bahn durch den gesamten
Sportpark gelegt, die gleichzeitig
Haupterschließung durch den Park ist. Die
Tartanbahn verläuft an allen Sporthallen vorbei,
sodass diese wie bei einer Art Perlenkette an
ihr aufgefädelt scheinen. Die Tartanbahn ist teils
schmäler, teils breiter ausgebildet und bildet zu
den Eingangen hin größere Ausbeulungen, auf
denen jeweils verschiedene Aktionen stattfnden,
die jeweils eine charakterliche Verbindung zu den
angrenzenden Hallen darstellen.

Zugänge

Die Zugänge zum Park sind meist nur eine
Verlängerung der, auf den Sportpark zulaufenden,
Straßen. Alle Zugänge haben eine Verbindung zu
anderen Standpunkten, wie der Busbahnhof,
Umland, Wasserturm, Quartiere im Norden und
Westen, neues Zentrum und die Innenstadt.
Der Zugang von der Innenstadt stellt eine
Besonderheit dar, da er sich nicht punktuell,
sondern sich über eine breitere Länge erstreckt.
Hier entsteht eine ganze Eingangszone,
bei der die Laufstrecke direkt an den Gehweg
angebunden ist.

Beziehungen

An den Zugängen zum Sportpark verbreitert sich
die Tartanbahn und es fi ndet eine besondere
Aktion statt. Dies dient als Anhaltspunkt und
Orientierung im Park und kennzeichnet die
unterschiedlichen Zugänge. Die verschiedenen
Aktionen bilden immer eine Kombination zu den
angrenzenden Hallen.
An der Eingangszone hat die Tartanbahn
Aufstülpungen, die zum Beispiel zu einer Sitzbank,
Liege oder einem Tisch ausgebildet sind – auch in
Anlehnung an angrenzende Plätze in der
Innenstadt. Die Menschen können dort den
Sportlern zuschauen oder sich
gemütlich hinsetzen und entspannen.

Grenzen

Der Sportpark wird nach Norden, Westen und zur
Innenstadt durch eine Straße begrenzt.
Zum restlichen Teil der Innenstadt und nach Osten
fi ndet keine klar defi nierte Abgrenzung statt, die
Gärten der angrenzeden Bewohner scheinen
nahtlos in das Sportgebiet über zu gehen. Zur
Straße hin befi nden sich im Bestand schon eine
Baumreihe, die aufgegriffen, verdichtet und um
den kompletten Sportpark herum gezogen wird.
Die Bäume bilden dadurch einr Art Saum und einen
natürlichen Filter nach außen.

Rand – Mitte

Der Rand des Sportparks verhält sich anders als
die Mitte. Die Baumreihe um den Park soll im
Osten hin zur undefi nierten Grenze noch verstärkt
werden. An dieser Stelle ensteht ein kleiner Wald.
Dieser Wald löst sich zur Mitte der Parks immer
mehr in einzelne Baumgruppen auf. Die Mitte des
Parks bildet im Gegensatz zum Rand einen
großen freien Raum, der Platz für die
unterschiedlichsten Aktivitäten der Bewohner und
der Menschen aus dem Umland lässt.

Sandra Werther

Studio II – In Case of Finale.. Präsentation

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

Masterthesis Karl Bachhammer

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/2013

Betreuer:
Prof. Andreas Meck

Volkstheater am Isartor

Masterthesis Sommersemester 2013 Karl bachhammer (Link)

Japanexkursion Nachtrag – Der Bauch von Tokio

Aktuell in der Arte+7 Mediathek (für 7 Tage als Onlinestream verfügbar) ein äusserst interessanter Beitrag über die Megacity Tokio.

Der Bauch von Tokio – Mittwoch, 16. Oktober um 15:40 Uhr (52 Min.)

Während die Filmemacherin Reinhild Dettmer-Finke in Tokio lebte, hat sie sich oft gefragt, wie diese riesige Stadt funktioniert. Sie filmte Müllarbeiter, Fischhändler, Wasserwerker und Bauern bei der Arbeit. Da die Katastrophe von Fukushima kurz nach Ende der Dreharbeiten stattfand, befragte sie ihre Protagonisten im Juli 2012 noch einmal zu ihrer Situation.

Über zwei Jahre hat die Filmemacherin Reinhild Dettmer-Finke in Tokio gelebt. Täglich blickte sie aus ihrem Wohnturm auf ein endloses Häusermeer in der größten Stadt der Welt. Sie wollte wissen, wie diese Stadt der Superlative funktioniert und wie ihre Bewohner versorgt werden.

Im Februar 2011 ist sie nach Deutschland zurückgekehrt. Im Gepäck Bilder und Geschichten über Menschen, die den “Bauch von Tokio” füllen. Das Filmmaterial zeigt Müllarbeiter, Fischhändler, Wasserwerker und Bauern bei der Arbeit und verdeutlicht den Stellenwert, den Rituale, Disziplin und Gruppenzugehörigkeit in Japan haben.

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 ist die Perspektive verrückt. Ein Film über die Versorgung Tokios, der auch eine Mentalitätserkundung ist, muss auf die Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall Bezug nehmen.

Im Juli 2012 hat die Filmemacherin dieselben Fischhändler, Biobauern und Müllmänner in Tokio und im Nordosten Japans noch einmal besucht und zu den Veränderungen befragt. Sie erzählen sehr eindringlich , was sie seit dem Frühjahr 2011 erlebt haben, und sprechen offen über ihre Ängste und Sorgen, die bis heute anhalten. Sie berichten von falschen Informationen über Fukushima, von verschwiegenen Strahlenbelastungen im Wasser und im Klärschlamm und von manipulierten Nachrichten über Demonstrationen und von anderen Aktionen des zivilen Ungehorsams.

Entstanden ist ein Film über die Versorgung dieser Stadt der Superlative, bei dem die Katastrophe von Fukushima und ihre Folgen miterzählt werden.

LINK: http://www.arte.tv/guide/de/049797-000/der-bauch-von-tokio

Vertiefung Städtebau – Wilhelmsburgerplatz

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Axel Lohrer – MA 23 Theorie – Vertiefung Städtebau – Landschaftsarchitektur    

Situation

Der am südlichen Rand Hamburgs gelegene Stadtteil Veddel, eine Großsiedlung, zeichnet sich unter anderem durch seine heterogene Bevölkerungsstruktur aus. Der Wilhelmsburger Platz wird im Norden und Osten von Bebauung, im Süden vom Elbbecken und im Westen

von der S-Bahnstation Veddel räumlich gefasst. Der Platz wird von einer inzwischen nicht mehr angemessenen Verkehrsführung stark beeinträchtigt und dient lediglich als Erschließungsraum, ein längeres Verweilen auf der Fläche ist nicht vorgesehen.

Seiner Funktion als Quartiersplatz, unter Berücksichtigung der zunehmenden Bedeutung des Satdtteils Veddel, wird er nicht gerecht.

Entwurf

Die übergeordnete Straßenführung bleibt bestehen. Die Nord-Süd Verbindung  der Straßen „Am Zollhafen“ und „Wilhelsburgerplatz“ wird künftig für den Straßenverkehr gesperrt, die Funktion der Feuerwehrzufahrt bleibt erhalten. Somit erhält die vorher undefinierte und zusammenhangslose wirkende Fläche einen klaren Rahmen.

Auftakt

Die nicht barrierefreie Treppe, um von der S-Bahnstation auf das Niveau des Wilhelmsburger Platzes zu kommen, weicht einer, von der übergeordneten Höhenentwicklung vorgegebenen, Rampe.

Die ehemals unattraktive Grünfläche zwischen S-Bahnnstation mit Kiosk, Post und eine  HVV Servicestelle folgt der übergeordneten Geländemodellierung. Der Erschließungsraum wird gefasst. An den Schnittstellen wird mit Sitzelementen zum Verweilen eingeladen.

Faltung und Terrassierung

Die Grünflächen des Parks falten und terrassieren sich von Ost nach West und lassen geschützte Bereiche entstehen, die auch in einem öffentlichen Raum der weiterhin als Erschließungsraum dienen wird, genug Privatsphäre bieten. Einem Verweilen und Ausruhen steht nichts im Weg.

Der Zonierung, Geländemodellierung und Erschließung übergeordnet werden bestehende Baumreihen aufgenommen und neue gesetzt, dadurch werden einzelne Bereiche betont, Schatten gespendet und der Platz sichtbar vom Straßenraum abgegrenzt. Die Bestandsbäume werden soweit möglich erhalten und ergänzt.

Zonierung

Der Wilhelmsburger Platz wird entsprechend der unterschiedlichen Altersgruppen und Nutzungen zoniert. Im Wesentlichen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen. Gerade das für Kinder und Jugendliche im Stadtteil Veddel vorherrschende Unterangebot an Spiel und Freizeitfläche wird ergänzt.

Im östlichen Bereich, geschützt im Inneren des überplanten Areals, entsteht für Kinder ein Spielbereich mit Spielgeräten wie Wippen, Schaukeln und Trampolinen. Der Bodenbelag des Spielplatzes aus Holz-Hackschnitzel ist als „stoßdämpfender Boden“ ausgeführt. Als Schnittpunkt zwischen den Generationen grenzt dieser an die anderen Bereiche an.

Im südöstlichen Bereich, parallel zur Straße „Am Zollhafen“ wurden die Bänke mit Stahlprofilen an den Kanten verstärkt und bieten für Skatebordfahrer somit die Möglichkeit ihre Kunststücke zur Schau zu stellen.

Im nordöstlichen Bereich ist der Bodenbelag aus Splitt, somit ungeeignet für lärmenden Freizeitaktivitäten wie z.b Skateboardfahren, bietet dieser Bereich gerade älteren Personen ausreichend Ruhe.

Die gefalteten und terrassierten Grünflächen sind als großzügige Sonnen- und Picknickwiesen zu verstehen.

 

André Wimmer

Studio II – Rocca Piccola

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of… Finale Emilia – Rocca Piccola

Der Zustand der Stadt ein Jahr nach der Katastrophe muss als statisch und stagnierend bezeichnet werden. Noch immer sind viele Privathäuser und öffentliche Bauten zerstört oder schwer beschädigt, viele wurden verlassen, einige waren schon vor dem Erdbeben vernachlässigt. Dies liegt vor allem an fehlenden finanziellen Mitteln für den Wiederaufbau und Neuanfang vor Ort. In der Folge sind einige Bewohner in den Notquartieren sesshaft geworden, andere sind gleich ganz weggezogen um anderswo neu anzufangen.

Bei der Besichtigung der Stadt fällt vor allem die historische Achse Torre Modenesi – Rocca Grande auf. Parallel zu dieser verläuft eine kleine Fußgängerzone an der das Rathaus und zahlreiche Häuser liegen deren Erdgeschosse kleine Läden beherbergen. Das Rathaus, vom Erdbeben schwer beschädigt, wird außerhalb des historischen Stadtkerns neu aufgebaut,

das alte Rathaus bleibt vorerst Ruine. Ebenfalls parallel zu diesen beiden linearen Räumen, in Richtung des Flusses Panaro, liegen auf einer Parzelle mehrere zerstörte Häuser und einzelne brach gefallene Grundstücke. Diese Lücke soll im folgenden Entwurf genutzt werden um Finale Emilia eine neue Identität zu geben und langfristig eine städtebauliche Entwicklung in Richtung des Flusses Panaro zu initiieren.

Aus dem Schutt der zerstörten Häuser wird ein, den Entwurf räumlich prägendes Element geschaffen, eine Mauer. Von dieser Mauer eingefasst, mit drei gegenüberliegenden Platzsituationen die relevante städtebauliche Bezüge aufgreifen und neue schaffen, erhält Finale

Emilia einen öffentlichen Stadtgarten „Rocca Piccola“. Dessen Bau soll durch die ansässige Bevölkerung erfolgen. „Rocca Piccola“ soll einen von externer Hilfe unabhängigen,eigenständigen Neuanfang und gleichzeitig eine aktive Aufarbeitung des Geschehenen ermöglichen.

Die Mauer wird zu einem Symbol für das Erdbeben, den Wiederaufbau und den Zusammenhalt der Bewohner Finale Emilias sowie der gegenseitigen Hilfe während und nach der Katastrophe.

Dragica Latincic, André Wimmer

Spontaneous Urbanism – Intercultural Gardening

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Drs. Ir. Like Bijlsma Fellow HMU    

Intercultural Gardening | Explanation

The square opposite to Rocca Grande seemed to be the best choice for an intervention, because it offers a direct view onto the destroyed historical buildings. This enables a constant confrontation with the topic of des- truction and transience.

The temporary structure is to be constructed from freight containers. Used as highly flexible modules these easy to assemble units allow the realization of a building complex following the principle of addition. Usually these containers are used to move goods swiftly.

In a globalized world they arrive „just-in-time“ and after unloading their cargo leave again. Their offer of capacity, of space, of shelter is only temporary, always ready to leave, to be repurposed and make space for new developments. Just as the units used to construct it our intervention is intended to appear only for a fixed amount of time, offer a capacity for change and leave again. The local population has to move on.

The freight containers, measuring 2,4 x 12m, are going to be aligned, stacked and interconnected. The ground floor is going to be open to the public and offer the possibility for cultural exchange. There will be the pos- sibility to sit down for a casual chat, a cup of coffee or tea, or a slice of donated cake. But more importantly this space is going to be used for public meetings, round tables and cultural events offering earthquake vic- tims and relief workers alike a possibility for exchange. The principle behind the centers work is self-help within a strong community.

It is our conviction that in order to experience true fulfillment a human being needs the com- munity of other human beings.

The first floor will offer room for administrative purposes and – on demand – for small groups. This floor separates the public from the non-public parts of the building being semi-public itself. Additional floors can be added if needed, single containers can be used as temporary housing. Two families per container, nobody should be alone in the first phase of the reconstruction. This should also help to prevent people from loosing their bonds to the community and even allow them to establish new ones.

The staff is recruited from volunteers as well as earthquake victims, representing all social classes. In regular intervals educational events are going to take place. The adjacent garden is open to the public during the day and can be closed of using movable panels during the night in order to prevent vandalism. The common garden is meant to produce a certain amount of vegetables and spices for the victims and strengthen their sense of community through a common project.

Thus a new, temporary infrastructural hub is established within the village enabling the reconstruction of the destroyed, original infrastructure. It is going to be financed by donors and the local population. Its mission is two- fold: First, it is to provide immediate help and relief to those that have lost everything and second, it is to rebuild the physical and social infrastructure of the village.

Dragica Latincic, André Wimmer

Spontaneous Urbanism – Temporary Theatre

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Drs. Ir. Like Bijlsma Fellow HMU    

Differences between Public Places

There are several public places in Finale, people like to go to. Some of them are for leisuretime activities (e.g. the giardini) and others are next to important public buildings, like the Old Townhall, the Clocktower, the Castello, the Teatre or a good restaurant.

For our intervention we chose the place in front of the theatre which is also next to the Castello and therefore a very important and lifely place with a variety of shops and restaurants nearby that activate the area.

Changes of Public Buildings

After the earthquake there were some quite remarkable changes in public domain, mainly because of damaged civic buildings, that are not functioning anymore and can not be used.

The Nolli-Map showes the differences before and after: the Castello, the Theatre and the Church can not be entered anymore and also some parts of streets are blocked now. To replace the Theatre, the people of Finale built some tents in front of the damaged one.

Our Intervention – A Temporary Theatre for Finale

Appearently the Finalese need a Theatre to keep their activities there alive.
The white tents they use at the moment are neither practical (because they are

way too small) nor nice to look at. They also have a temporary stage in the giardini
at the moment, which they use for many differen events, like concerts, plays, judo performances and so on. Our idea was to make a Semi-temporary Theatre, which can be used for different types of events: of course for theatre performances and rehearsals but also for bigger gatherings, concerts and other events.

The stage itsself rises about 1,5m above street level and has a solid roof, which protects it from rain, etc. From this roof four ropes are tightened to the wall of the old theatre, supported by several pillars. On these ropes People can pull out sails that cover the viewing area and protect the audience from sun and light rain.

The roof of sails and the facade of the old theatre and the trees create a nice, light, open atmosphere that matches the situation much better than the tents. Somehow it also reflects the attitude many people have towards the erarthquake:

It’s time for a fresh start; you can change things in your life which you probably would have never changed without the incident. By now many people see the earthquake as kind of a blessing in desguise.

One example for this, is Martina, who started her own Cafééé right next to the old theatre. it’s a mix of coffeeshop, bookstore and a place for occasional music sessions, just like a public living room.

That is also a reason, why we think, the place is perfect for our stage. Lots of people who go to Martina’s Café are probably interested in using the stage somehow and the other way around. So the real intervention behind all this, “the goal”, is to bring those active and open minded people together to create something special.

Nina Nikolaus, Julian Leinauer

Temporary Shelter – Container Kapelle

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Ruth Berktold  – Fachprojekt Temporary Shelter      

Aufgabe des Fachprojekts war es „Temporary Shelters“ für Katastrophengebiete, wie beispielsweise das Erdbebengebiet in Norditalien zu entwickeln. Der Entwurf sieht über die Notwendigkeit einer temporären Behausung hinaus, die Entwicklung eines portablen Gebetsraumes vor. Denn neben der Unterbringung der betrof- fenen Menschen in Wohnunterkünfte spielt die Glaubensausübung in diesen Gebieten eine große Rolle. Gerade in solchen Extremsituationen des Verlustes ist es für viele Menschen wichtig ihren Glauben ausüben zu können. Denn nicht nur Zuflucht vor Umwelteinflüssen in Behausungen, sondern auch Zuflucht im Glauben ist von großer Bedeutung.

Der Entwurf berücksichtigt die Notwendigkeit einer schnellen Hilfe im Katastrophenfall. Die Kapelle wurde daher aus einem Standardschiffscontainer entwickelt. Dieser erlaubt durch seine genormten Maße einen weltweit uneingeschränkten Transport, per LKW, Schiff oder Flugzeug. So ist das schnelle Erreichen des be- troffenen Gebietes gewährleistet. Durch das Exdrudieren zweier Volumen aus dem Container wird die Raumgröße verdoppelt. Dadurch wird die Nutzung als Ge- betsraum möglich. Beim Transport werden diese zwei Teile eingefahren, sodass die Kapelle innerhalb kürzester Zeit weiter transportiert werden kann.

Der eigentliche Gebetsraum wird über einen Vorbereich betreten. In diesem befindet sich das Weihwasserbecken und Stauraum für Teile, die für den Aufbau der Kapelle notwendig sind. Der Gebetsraum ist mit Holzlamellen ausgekleidet, dessen Grundriss auf einer ovalen Form basiert. Über ein Oberlicht fällt Tageslicht in die Kapelle und wird über die Lamellen gefiltert, Bei Nacht wird der Raum diffus über farbige LEDs in seitlichen Wandschichten erhellt, die über auf dem Dach befestigte Photovoltaikzellen mit Energie versorgt werden. Am Ende des Containers ist die Sakristei, mit Platz für Gebetsutensilien untergebracht. Um die Kapelle auch nach außen als „Haus des Herren“ sichtbar zu machen, werden die äußeren Stahltrapezbleche mit Motiven aus der Bibel versehen. Dadurch wird dem Äu- ßeren die Schlichtheit genommen, ohne die Herkunft als Container zu verleugnen.

Das Ausziehen des Containers erfolgt über ein Schienensystem das an der Decke und im Boden angebracht ist. Die innen mit Vakkuumdämmung beplankten „Seitentaschen“ werden so zum Teil des Innenraumes. Nach dem Ausfahren wird der Boden mit Holzplatten versehen, in die die Bestuhlung und der Altar verankert werden. Die Möbel werden beim Transport im Stauraum im Eingangsbereich gelagert und gesichert. Bei Benutzung des Containers als Veranstaltungsort wird die Möblierung weggelassen, sodass eine ebene nutzbare Fläche entsteht.

Clemens Comanns

Studio II – In Case of Finale..

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of Finale..

Ort

Finale Emilia ist eine norditalienische Gemeinde (16.000 EW) und liegt ca 35km nord-östlich von Modena, in der Emilia Romagna. Ende Mai 2012 wurde, vor allem die Innenstadt Finales, von einem Erdbeben stark beschädigt und viele historische Gebäude wurden zersört.

Konzept

Die Gesamt-Idee ist, eine Reihe von verschiedenen, vorhandenen Plätzen, aufzuwerten, den jeweiligen Charakter zu stärken und ihre Bedeutung in einen ganzheitlichen Kontext zu stellen. Das Ganze soll vor allem durch das Wegnehmen einzelner zerstörter Gebäude und das Hinzufügen von Vegetation passieren.

Die gewählte Platzabfolge besteht aus einer bisher privaten Villa, die in ein Restaurant ungewandelt wird, einem kleinen steinernen Platz, der durch das angedachte Gewerbe eine neue Bedeutung bekommt, dem „Neuen Zentrum“ rund um das Castello mit Einzelhandel, Cafés und dem schon vorhandenen Theater und dem alten Kirchengelände, das in einen Kindergarten umfunktioniert wird.

Ziel ist, das Erdbeben zu nutzen, um eine, für italienische Städte, einzigartige Chance wahrzunehmen den historisch geprägten Stadtkern neu zu strukturieren und die Bedürfnisse der Bewohner bezüglich Anspruch und Lebensqualität an die heutigen Standards anzupassen.

Nina Nikolaus, Anna Leicht

Studio I – Sanierung einer alten Scheune SS13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Piero BrunoProf. Martin Zoll

I Fabriccatti Rurali

Das ländliche Haus ist Teil des kulturellen Erbes von Finale Emilia. Bereits etwa 150 Jahre alt, liegt der Bauernhof «Bellezanta» im Grenzgebiet des neuen Stadtzentrums von Finale Emilia. Das Gebäude von cirka 300 m2 ist als Stall für Kühe und zur Lagerung von Futtermittel verwendet worden und dient jetzt als Lagerraum und Garage für das zugehörige Familienhaus.

Es wird von zwei zeitgenössischen Phäno- menen bedroht: die Erweiterung des historischen Stadtzentrums mit weitläufigen Häusern und die Modernisierung der Land- wirtschaft in der Poebene.

Das Erdbeben in Finale, das auch direkt den Bauernhof betroffen hat, ist nun eine Gelegenheit dieses Erbe zu retten.

Typologie

Zwei städtische Formen befinden sich in der Nähe des Projektgrunstücks. Zunächst Einfamilienwohnungsbau von «Schlangenstraßen» erschlossen und dann neue öffentliche Gebäude (Rathaus, Schule, Bibliothek), die eine Reihe Monumentalbauten bilden.

Eine neue Funktion für die Scheune zu finden könnte die notwendigen Investitionen für die Renovierung rechtfertigen. Als Restaurant und Pension öffnet sich das neue Gebäude zu der neuen Innenstadt und zieht Touristen an einen ungewöhnlichen Ort.

Die zwei längen Gebäude des Hotels gliedern sich in die bestehenden Bäume und umschliessen einen grünen Hof. .  Die Garage im Erdgeschoss bietet mehr Privatheit für die Gäste und erschliesst die Arkaden am Garten.

Zwei Wasserbecken trennen den Garten vom Hof des Restaurants.

Im Obergeschoss ist der Essbereich voll verglast, und über die ganze Ebene offen. Man hört von unten Geräusche vom Restaurant und hat auch einen Blick auf das Cafe. Im Erdgeschoss liegen Lobby, Cafe und Küche auf einer Ebene und sind durch Öffnungen in die bestehenden Innenwände verbunden. Die Küche ist direkt mit dem Frühstückbereich verbunden und versorgt den Essbereich durch einen Speiseaufzug.

Das Restaurant oben bleibt verschattet. Es bleibt dort kühl und bietet zwei Ausblicke: auf den Garten und in die Landschaft.

Die Grunstücksgrenze im Süden ist geradlinig und beruhigend. Im Norden grenzt das Grunstück an das freie Feld.

Konstruktion

Diee Scheune besteht aus Ziegelwänden, Ziegelstützen, und einen schweren Holzdachstuhl mit Dachziegeln. Die Stützen sind schwer beschädigt und müssen un- terstüzt werden. Die Holzbalken und Dachziegeln werden teilweise wiederbenutzt.

Das alte statische Konzept des Gebäudes ist schon gut, die Erbebensicherheit wurde aber nicht berücksichtigt. Die Symmetrie des Gebäudes, sein Massenzentrum, führen dazu, dass der Kern des Gebäudes die horizontalen Lasten sehr gut übernehmen kann.

Das Gebaüde wird teilweise innengedämmt. Die thermische Trennung liegt zwischen den breiten Stützen und liegt hinter den dünnen Stützen. Die Ziegel sind dadurch von aussen immer sichtbar.

Jeder Raum hat eine verschiedene Verglasung und bietet eine andere Atmosphäre. Im Erdgeschoss im Cafe bringt das transluzente Glass ein gedämpftes Licht.

Ein neue Stahlstruktur verstärkt das Dach. Es führt die horizontalen Lasten auf den In- nenkern des Gebäudes.

Die freien aussenliegenden Stützen nehmen nur die senkrechte Last auf und brauchen dadurch kein grosse Unterstützung. Sie wer- den mit eine Betoninjektion verstärkt.

Die inneren Stützen sind schmaler, und liegen auf einen Sockel. Sie nehmen viel mehr Last auf, und brauchen eine starke Unterstützung um die horizontalen Lasten zu übernehmen. Sie werden zu zweit durch massive Betonwände oder Stahlrahmengekoppelt.

Romain Perrot-Minot

Studio III Unikat & Serie – Aparthotel am Rainberg

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Arthur Wolfrum

Unikat & Serie – Der Rainberg in Salzburg 

Torre dei Modenesi Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Piero Bruno und Prof. Gilberto Botti

Torre dei Modenesi – Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms 

entscheidungsfindung

die detailgenaue rekonstruktion wird abgelehnt. der
alte turm bzw. die turmruine wird unverändert bestehen gelassen. als aktiver zeuge der geschehnisse wird sie als narbe der stadt akzeptiert. dimension und charakter sind die nachzubildenden eigenschaften, mit zeitgemäßen baustoffen und angepasster nutzung. in unmittelbarem abstand wird der zerstörte turm rekonstruiert. die höhe, die form und die bei der zerstörung bestehende funkti- on wird dabei rekonstruiert. die zum zeitpunkt der zer- störung bestehende funktion beschränkt sich dabei auf räumliche gestaltung des ortes, die erinnerung an die vergangene gestalt der stadt, die akustische präsenz, durch die glocke und die vermittlung von zeit.

position

als städtebauliches element wird der turm in das zen- trum des ehemaligen hafenbeckens gerückt. die his- torische position wird relativ beibehalten im bezug auf blickbeziehung zum kastell und der entfernung zum mit- telalterlichen hafenbecken. die wasserfläche ergänzt den turm als hommage an das ehemalige hafenbecken. die komposition der wasserfläche und des rekonstruierten turms nimmt die mittelalterlichen bewegungsachsen auf und leitet den verkehr zwischen turm und hafenbecken hindurch.

gestaltung


als material übernimmt sichtbeton die homogene wir- kung der kleinteiligen ziegelkonstruktion. erinnerungen an die äußere gestalt wird durch einätzen der ziegel- struktur in den sichtbeton aufrechterhalten. der sockel, kenntlich durch die darstellung der bruchstelle, wird dabei jedoch ausgespart, weshalb rekonstruktion und ruine ergänzend die vergangenen ereignisse schildern.

ort der erinnerung


erinnerungen an die stadtgeschichte und mittelalterliche stadtstruktur werden im untergeschoss thematisiert. der rekonstruierte turm vergrößert als bindeglied der histo- rischen geschehnisse den raum und schafft gleichzeitig belichtung und räumliche hierarchie. über weitere aus- sparungen in der decke werden die alten gemäuer be- lichtet wodurch zugleich die mittelalterliche struktur auf dem oberirdischen platz nachgezeichnet wird. begehbar über eine rampe entlang der wasserfläche, gelangt man auf das niveau des ehemaligen hafenbeckens. gespeist von der oberirdischen wasserfläche wird der alte hafen wieder geflutet. das wasser fließt dabei an der südlichen kante des wasserbeckens herab in den alten hafen, was durch die rampe erfahrbar wird und atmosphärisch einleitet. die dort freigelegten hafenmauern erzählen in verbindung mit relikten des alten turms die geschichte von Finale Emilia und schaffen einen ort der erinnerung, des gedenkens und der ruhe.

 

MUC & MORE – Kreativplattform und neues Wohnen WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Johannes Kappler

MUC & MORE – Schlachthofviertel – Großmarkthallenareal München – Kreativplattform und neues Wohnen 

Ist-Zustand:

Einige Teile des Markthallenareals müssen saniert werden. Ebenfalls wer- den einige Teile des Schlachthofareals wenig genutzt. Die Gleisharfe wird auf- grund des steigenden LKW-Transports nicht mehr so intensiv frequentiert. Insgesamt handelt es sich beim Markthallen- und Schlachthofareal um 33ha. Diese Flächen befinden in den Stadt- teilen Isarvorstadt und Sendling, somit im Kerngebiet Münchens. Eine Fläche, die somit nicht komplett ausgeschöpft.

Soll-Zustand:

Der Bereich der Markthalle wird im Bereich der Gleisharfe umverlegt. Da- durch entstehen im Südlichen Bereich des Markthallenareals freie Flächen, die nun zu einem Wohnquartier aus- gebaut werden. Ebenfalls werden die noch verbleibenden Nutzungen des Schlachthofareals auf dem Markthallenareal untergebrach. Dort entsteht neues Wohnen und ein neues Zentrum für das gesamte Gebiet. Es entsteht eine kreative Plattform.

 

MUC & MORE – Reaktivierung City Parkhaus WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Johannes Kappler

Muc & More – Die zeitgemäße Stadt Prof Johannes Kappler – Reaktivierung City Parkhaus Clemens Comanns 

Zentral gelegen zwischen Frauenkirche, Marienplatz und Hofstatt fristet das Hir- mer Parkhaus seinem Dasein als ungeliebter Funktionsbau, dessen Nutzen als Parkfläche vor Allem vom ansässigen Einzelhandel geschätzt wird. Seine 503 Stellplätze können jedoch, laut Stadt im geplanten Parkhaus unter dem Thomas Wimmer Ring ausgeglichen werden. Auch das Parkhaus am Stachus, das wie auch das Hirmer Parkhaus nicht voll ausgelastet ist, könne parkende Besucher aufnehmen. Auch unter den Neubauten an der Sattlerstraßen sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten entstehen.

Die Solitärstruktur des Postgebäudes schließt einen Blockrand im Westen ab. Die Ergeschosszone wird als Dienstleistungsbereich genutzt. Die im Stil der 50er Jahre strukturierte Fassade besitzt das Potenzial den Platz städtebaulich zu verorten und aufzuwerten.

Als wichtiger neuer Stadtbaustein in der Innenstadt Münchens befindet sich die Hofstatt momentan im Bau. Die im Inneren des Kompexes verzweigte Passage mündet auf den Platz, direkt gegenüber der Kaufingerpassage. Die für solvente Mieter und Käufer angelegte Architektur des Objekts findet im Parkhaus kein entsprechendes Gegenüber. Dadurch wird dessen funktionsbedingte Schlicht heit überhöht und negiert. Die zukünftige Nutzung der Hofstatt sieht auch ver- mehrt Wohnen im hochpreisigen Niveau vor. Vor dem Postgebäude befindet sich der Platz, der durch die Solitärstruktur des Postgebäudes bestimmt wird. An den Seiten wird dieser durch die Schaufas sade der entstehenden Hofstatt und einem Bürokomplex gefasst. Gegenüber des Postgebäudes steht das Parkhaus, dessen introvertiertes Äußeres, bedingt durch die Funktion, dem Platz nicht gerecht wird.

Gegenüber dem derzeit geplanten Eingang zur Hofstatt mündet das Ende der Kaufingerpassage, die eine direkte Verbindung zur belebten Münchner Fuss- gängerzone bietet. Durch die Nutzung des Platzes als Park- und Anlieferzone, kann dieses Potenzial nicht ausgeschöpft werden. Der spärliche Grünbewuchs trägt nur bedingt zur dauerhaften Aufenthaltsqualität bei. Grünbereiche sind in der gesamten Innenstadt spärlich vorhanden. Zusätzlich wird die Zufahrt zum derzeitigen Parkhaus über den Platz abgewickelt.

Vision München muss sich gegenwärtig und zukünftig mit den Phänomenen ei- ner stark wachsenden Stadt auseinandersetzen. Siedlungsdruck auf der einen, Investitionsdruck auf der anderen Seite machen einen nachhaltige gesunde Stadtentwicklung schwer möglich. Darum rücken Vergessene Orte immer mehr in den Fokus. Orte an denen sich mit kreativen Mitteln große Potenziale schöp- fen lassen: Einer dieser Orte ist das Hirmer Parkhaus. Als Parkfläche bald nicht mehr gebraucht, soll es abgerissen und wie so oft Luxuswohnen weichen. Der Gegenentwurf will mit den bestehenden Strukturen einen progressiveren Stadt- baustein setzten. Bezahlbares Studentenwohen in prominenter Lage. Gleich- zeitig werden bestehende räumliche Defizite beseitigt und neu verknüpft. Durch Leichtbauweise und Erhalt der Struktur bleibt das Konzept bezahlbar. Öffentliche Promenade Das Parkhaus wird über ein Rampensystem für den fließenden Verkehr erschlossen. Zwei Treppenhäuser wickeln die vertikale fußläufige Erschließung ab. Das Potential der Rampe ergibt sich durch das Wegfal- len der ursprünglichen Nutzung. Durch die Umnutzung als öffentliche Fußgän- gerrampe ergibt sich eine außergewöhnliche Art der Erschließung. Im Sinne Le Corbusiers schreitet der Besucher durch das Gebäude, wird durch Entschleu- nigung und sich änderten Blickbezüge durch den Komplex geführt. Die Rampe verknüpt die innere Struktur des Gebäudes mit der Stadt. So wird die Stadt über fünf Etage weitergeführt, bis sie in einem öffentlichen Bereich im obersten Stockwerk endet.

Grünkonzept Der Innenstadtbereich Münchens zeichnet sich durch seinen hohen Grad an Versiegelung der Bodenplatte aus. Dies ist durchaus im Sinne der historischen Bausubstanz, kann man den Kernbereich Münchens doch als steinerne Stadt bezeichnen. Grünraum wird dennoch benötigt, ein immer wäh- render Bürgerwunsch. Die Umnutzung des Parkhauses bietet die Möglichkeit solche Räume zu schaffen. Als vertikaler Abschluss der öffentlchen Promenade entsteht ein parkartiger Dachgarten, der seine Ergänzung in der Umgestaltung des Platzes vor dem Postgebäude erhält.

Mikrostruktur Parkhaus Das Nutzungskonzept des ehemaligen Parkhauses sieht eine Mischung aus Studentenwohnen und Grünbereichen vor. Eine Nut- zung, die umringt von hochwertigen Wohnen als zusätzlicher Stadtbaustein notwendig ist, fehlt dieser bisher im Innenstadtbereich gänzlich. Die Idee ist es, die horizontale Nutzungsstruktur der Stadt in eine vertkale Mikrostruktur zu übersetzen. Ein vertikaler Stadtbaustein.

Nutzungsverteilung Erdgeschoss

Im Norden des Komplexes befindet sich die Fußgängerzone der Stadt München. Die Erdgeschossnutzung setzt sich dementsprechend aus Einzelhandel und Gastronomie zusammen. Durch den Bau der Hofstatt entsteht auch im Süden vermehrt Einzelhandel. Einzig im Westbereich findet sich Wohnen im Erdgeschossbereich. Der zukünftige Bau soll einen Nutzungsmix aus Studen- tenwohnen Gastronomie und Grün erhalten. Idee ist die horizontale flächige Nutzungsstruktur der Stadt in einen vertikalen Komplex zu übersetzen.

Erschließung I Anbindung

Das Parkhaus befindet sich an der Schnittstelle zwischen Kaufingerpassage und entstehender Hofstatt. Diese weißt auch eine Einkaufspassage auf die direkt gegenüber des Kaufinger Tors an den Platz mündet. Der Platz stellt nut- zungsbedingt eine Barriere dar. Durch Umstrukturierung des Platzes als Frei- fläche wird die Querverbindung zur Fußgängerzone über die beiden Passagen hergestellt. Über das öffentliche Rampensystems des Komplexes werden Besu- cher in das Gebäude geleitet.

Grün

Der Innenstadtbereich Münchens weißt eine hohe Versiegelung seiner Boden- platte auf. Im historischen Sinne ist dies sinnvoll, wenngleich attraktive Grün- bereiche ein grundlegendes Erfordernis sind. Das neue Gebäude nutzt diese Möglichkeit und bietet mit einem großen öffentlichen Dachgarten einen Anziehu- hungspunkt im steinernen Kontext.

Erschließung Verkehr

Die momentane Nutzung als Parkhaus bringt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Bereich der Hofstatt mit sich. Die Abwicklung des fließenden Verkehrs erfolgt über die Südseite. Darüber hinaus wird der bestehende Platz mit einem ent- sprechenden Parkleitsystem belegt. Zukünftig wird der Verkehr nutzungsbedingt abnehmen und so das gesamte Quartier aufwerten. Auch der Platz kann mit anderen Nutzungen belegt werden.

Perforation

Der Kontext des Komplexes zeichnet sich durch seine Blockrandstruktur aus. Die Blockränder werden nach Innen scheinbar ohne Ordnung mit Sekundär- bauten verdichtet. Daraus ergeben sich Hofsituationen und komplexe räumliche Beziehungen. Dieses Konzept wird bei der Umstrukturierung angewandt. Das Parkaus wird nach Innen entkernt. Dadurch kann der sehr tiefe Koplex optimal belichtet und durchlüftet werden. Auch die räumliche Komplexität erhöht sich.

 

Masterthesis Nina Eder WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Wohnquartier West 5

Das Grundstück liegt am Rande des Stadtbezirk Laim. Es grenzt direkt an den Bezirk Sendling-Westpark an. Wir befinden uns direkt an dem U- Bahnhof Westendstraße. Das Grundstück wird von folgen- den Straßen begrenzt: im Norden die Zschokkestraße, im Südosten die Westendstraße und im Westen die Hans-Thonauer-Straße. Die Begrenzung Südwestlich erfolgt durch den Busbetriebshof der MVG.

Vortragsreihe im SS 2013 – Victor Lopez Cotelo

  • 23.05.2013 Victor Lopez Cotelo “weder hier noch dort, sondern drinnen”
  • 11.04.2013 An Studierende unserer Architekturfakultät – aus aktuellem Anlass wollen wir auf die zweite Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe ‘here + there’ am kommenden Donnerstag, den 11.4. um 19.00h hinweisen.Es sprechen Florian Hartmann und Andreas Müsseler, Partner des Architekturbüros Meili Peter in Zürich / München. Das Büro hat mit einigen spektakulären Projekten in München auf sich aufmerksam gemacht. So konnten wir im letzten Semester den Gebäudekomplex ‘Hofstatt‘ im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit Studierenden unserer Fakultät besichtigen. Beim Wettbewerb zum Paulaner-Areal (Wohnen am Nockherberg) gehört das Büro zur Preisgruppe für das Teilgebiet Regerstraße.Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.
  • 04.04.2013 Mit diesem Eintrag möchten wir Sie auf die Vortragsreihe unserer Fakultät im Sommersemester hinweisen, für die wir zusammen mit der Fachschaft namhafte Architekten ausgewählt haben. Mit Felix Claus aus Amsterdam(www.clausenkaan.nl), Hilde Léon aus Berlin (www.leonwohlhagewernik.de), den Münchner Partnern des Büros Meili Peter Architekten aus Zürich (www.meilipeter.ch) und Antón García-Abril aus Madrid (www.ensamble.info) konnten wir Architekten aus verschiedenen europäischen Ländern gewinnen. Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 19.00H in unserer Aula statt. Getränke und kleine Snacks werden von der Fachschaft organisiert.
    Uns ist bewusst, dass Sie ein intensives Semesterprogramm durchlaufen und München auch andere reizvolle Abendveranstaltungen bietet. Wir sind uns aber sicher, dass die Vorträge unserer Gäste auch für Ihre Semesteraufgaben interessante Anregungen liefern. Sie können sich einen Eindruck vom Werk der Vortragen auf der Homepage der jeweiligen Büros machen.

Masterthesis Simon Schöffmann SS 12

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemster 2012

Betreuer:
LB Franz Wimmer

Akademie für Photographie München

Das Grundstück für meine Masterthesis umfasst einen gesamten Block in der Münchner Maxvorstadt. Es grenzt direkt an den Königs- und Karolinenplatz und die Pinakotheken und stellt ein wichtiges Bindeglied im Kunstareal und an die Altstadt dar. Das Areal wird von mehreren repräsentativen Solitären dominiert, die sich nur nach außen orientieren und das Blockinnere nicht erschließen. Somit wird es seiner Rolle als zentrales, bindendes Element nicht gerecht. An diesem Punkt setzt der Entwurf mit einer Umgestaltung an. Nachdem die hinterhofartige Bebauung entfernt wird, platziert sich ein neuer Baukörper in die Mitte des Blocks, der durch die Aufnahme der baulichen Kanten der Musikhochschule, des NS-Dokumentati-onszentrums und des LRZ-Gebäudes definiert wird. Mit der gegenüberliegenden Neubau der HFF bildet sich ein neuer Platz als Knotenpunkt und Campus für die angrenzenden Hochschulen, der durch einen Vorplatz zur Barerstraße, einen neu-en Weg zum NS-Doku-Zentrum, sowie vom Königsplatz kommend erschloßen wird. Dem Bereich der Lotterieverwaltung zum Karolinenplatz hin wird durch Entfernung seiner Hinterhofbebauung und neuer Bepflanzung wieder der urprüngliche Cha-rakter der Maxvorstadt als Gartenstadt verliehen. Die Musikhochschule im ehe-maligen Führerbau wird freigestellt, um ihre städtebauliche Wirkung besser zur Geltung zu bringen, und rahmt zusammen mit dem Neubau einen Korridor zum NS-Doku-Zentrum.

Korridor NS-Doku-Zentrum/ Kanten HMT und LRZ

Der Neubau gliedert sich in seiner Funktion als Akademie für Photographie an die benachbarten HFF und Musikhochschule an. Der längliche Baukörper wird durch ein sehr offenes, zurückgesetztes Erdgeschoß erschlossen. Das Hauptvolumen wird durch zwei Lichthöfe gegliedert, in die wiederum die vier Photo-Studios als klar herausstechende Hauptelemente des Gebäudes eingestellt sind. Mittig im Bauvolumen befindet sich der 2,5-geschoßige Saal, um die Studios her-um sind die Seminarräume und Büros verteilt. Vom Vor- bzw. Hauptplatz gelangt man über die Haupttreppe unter dem hochgesetzten Volumen der größeren Stu-dios in den Vorbereich des Saals. Das Volumen der kleiner Studios drückt sich als Hof in das Untergeschoß, in dem sich unter anderem die Dunkelkammern befin-den. Im obersten Geschoß bildet sich über dem Saal ein begrünter Innenhof für die Bibliothek, sowie den offenen Ausstellungs- und Arbeitsbereich. Das jeweils untere Studio sind dunkel, die oberen werden großzügig von oben belichtet; sie dienen sowohl zum Arbeiten als auch Ausstellen. Das Cafe im Erdgeschoß dient als Treffpunkt und Kommunikationsort für die Stu-denten der Hochschulen und die Besucher des Kunstareals. Das Gebäude ist als Stahl-Skelettbau konstruiert, wobei die Außenhülle als tragen-de Pfosten-Riegel-Fassade ausgebildet ist.