QUICK REVIEW `STUDIO JUNGES ERBE`

QUICK REVIEW `STUDIO JUNGES ERBE`
Studio für innovativen Wohnungsbau SoSe 2014
Prof. Dipl.-Ing. Frederik Künzel, Dipl.-Ing. Carola Dietrich

Studio I – Inhalt

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Master-Exkursion nach Kopenhagen

Unter der Leitung von Herrn Professor Kappler war die FK01 in Kopenhagen, hier sind einige Impressionen der Exkursion zu sehen.

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Das Theoriemodul ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut UD_Urban Design | Städtebau zugeordnet.

Studio 2 – Drehscheibe Florenz WS 13/14

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Prof. Johannes Kappler, Prof. Thomas Valena

Drehscheibe Florenz, Prag

Kontext

Prag liegt zentral im westlichen Tschechien. Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten
Tal der Moldau, die das Stadtgebiet auf 30 Kilometern Länge durchfließt. Südlich des Bogens liegt das historische Stadtzentrum, beherrscht von den beiden Burgbergen.

Unser Planungsgebiet bezieht sich in erster Linie auf den unerfreulichen Zustand der Bahnhofsgegend in Prag mit dem Haupt- und Masarykbahnhof. Neben den untergenutzten Bahnflächen ist auch das Autobahnbauwerk an der historischen Stadtkante ein großes Problem. Es stellt eine starke Barrierewirkung zwischen dem Kern und den ehemaligen Arbeitervierteln (Karlín und Žižkov) dar. Das Gebiet steht unter starkem wirtschaftlichem Druck, da das Stadtzentrum immer dichter wird und eine Ausweitung in Richtung Karlín immer dringender erscheint. 

Das übergeordnete Konzept des Entwurfs ist es, eine Beziehung zwischen dem Stadtkern und dem Vítkov zu schaffen. Durch die Verlegung der regionalen Verbindung unterhalb des Hauptbahnhofs, werden Gleisflächen frei.Hier soll eine neue Achse entstehen, die die beiden Gebiete verbindet. Der Masarykbahnhof stellt den Eingang zur Achse da. Damit der Blickbezug zum Vítkovdenkmal nicht gestört wird, wird die Achse als Freifläche geplant.

Der Wenzelsplatz bildete im Mittelalter und in der Neuzeit als Rossmarkt den Mittelpunkt der Prager Neustadt und wurde nach dem heiligen Wenzel benannt. Heute ist er eine der bekanntesten Einkaufsmeilen in Prag. Der Karlsplatz in der Prager Neustadt bildete im Mittelalter und in der Neuzeit das administrative und wirtschaftliche Zentrum. 1848 wurde er in Karlsplatz umbenannt und zwischen 1843 und 1863 als Park gestaltet. Neben dem Wenzelsplatz und dem Karlsplatz entsteht durch die Gebäudekanten der neuen Achse ebenfalls ein linearer öffentlicher Raum. Genau wie der Karlsplatz wird die neue Achse als Grünraum ausgebildet und bildet somit ein weiteres großflächiges Naherholungsgebiet. 

Erschließung

Das neue Gebiet ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Im Süden liegen der Hauptbahnhof und der Busbahnhof direkt am Boulevard. Im Norden befindet sich der U-Bahnknotenpunkt Florenc an dem sich ebenfalls etliche Tram- und Buslinien kreuzen. 

Hochpunkte

Das Entwurfsgebiet wird zwischen den neu entwickelten Hochpunkten an den besonderen öffentlichen Nutzungen aufgespannt. Diese geben dem neuen Quartier aufgrund ihrer Fernwirkung Identität und stärken den räumlichen Zusammenhang im Quartier durch die entstehenden Blickbeziehungen. 

Nutzungsmischung

Entlang der neuen Achse staffeln sich die Nutzungen vom Vìtkov im Westen Richtung Masaryk im Osten, von reinem Wohnen, über Mischnutzung von publikumsbezogener Nutzung im EG und Wohnen in den oberen Geschossen bis hin zur reinen Gewerbenutzung. 

Lage und Nutzung der Sonderbausteine 

Entlang des Boulevards aber auch der neuen Achse verteilen sich diverse Sonderbausteine mit verschiedenen öffentlichen bzw. sozialen oder kulturellen Nutzungen. Bis auf den Busbahnhof, hat jeder einen Hochpunkt in dem sich ein Restaurant befindet 

Freiräume & Grünzüge 

Der Bereich vor dem HBF und der um die Kirche in Karlin sind größere Grünräume, die bisher als Freiräume dienen. Die neue grüne Achse bildet eine Fortsetzung der Grünzone des Vìtkovs hinein in die Stadt. Der Boulevard, der den Park in etwa auf der Hälfte kreuzt, zieht sich ebenfalls als lineares grünes Band durch die Stadt.

So entstehen unterschiedliche, vielfältige Räume.

Blickbeziehungen 

Um in den Baufeldern an der neuen grünen Achse Blickbezüge zu schaffen, wurden hier die Baublöcke an bestimmten Stellen in den Obergeschossen geöffnet. Somit ergeben sich Meanderformen, die jeweils Blicke über den Park hinweg, zu den höheren Gebäudeteilen oder zu den Hochpunkten ermöglichen. 

Eisenbahnmuseum & Stadtarchiv

Am neuen Eintauchpunkt der regionalen Bahntrasse liegt das Eisenbahnmuseum, das schon lange im Gespräch ist. Der Zugang ist zum Park hin nach Norden orientiert und liegt direkt westlich neben den Bahngleisen.

Am Boulevard liegt der Rücken des Gebäudes. Er wird durch eine Nebenraumspange mit Lagerräumen, Verwaltung und Technikräumen gebildet. Die dazugehörige Fassade ist recht geschlossen, auch um den hier vorhandenen Höhensprung zu überwinden.

Auf der gegenüberliegenden Seite wird so eine gläserne Ausstellungshalle möglich, die stark geöffnet ist und sich auf die Gleise der verschiedenen Ebenen bezieht: die Gleise der Regionalbahn direkt vor der Halle und die, der Internationalen Bahntrasse die weiter oben vorbeifährt.
Zusätzlich läuft ein Gleis in die Halle hinein, auf dem historische Züge für die Ausstellung des Museums transportiertwerden. Der Rundgang der restlichen Ausstellung in den Obergeschossen erfolgt über eine Rampe, die die einzelnen Geschosse miteinander verbindet.
Durch den Geländesprung liegt der Eingang des Stadtarchivs zwei Ebenen über dem Erdgeschoss des Museums.

Gleisdreieck

In das bestehende Gleisdreieck wird eine gläserne Halle hinein gestellt, die als multi- funktionale Veranstaltungsstätte fungiert.
Die Viaduktbögen bilden zum Teil Eingänge in die Halle, dienen aber zusätzlich auch der Bespielung des Dreiecks und der umliegenden Plätze & Straßen durch Cafés, Bars und Läden. Die nördlichen Bögen  sollen in erster Linie als Werkstätten und Atelierräume genutzt werden.

In das Dach der Veranstaltungshalle werden Innenhöfe hineingeschnitten, die die Fläche von knapp 8300 m2 in verschieden große Bereiche unterteilen und zudem durch ein flexibles Wand- system voneinander abgetrennt werden können. Der nicht mehr aktive Viaduktarm wird im Obergeschoss begrünt und durch Treppen für die Bürger zugänglich gemacht. Zusätzlich befindet sich in der Spitze ein kleiner Hortus Conclusus mit einem etwas intimeren Charakter. 

Anna Leicht & Nina Nikolaus

Studio 2 – Drehscheibe Florenz WS 13/14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Prof. Johannes Kappler, Prof. Thomas Valena

Drehscheibe Florenz, Prag Patching Prague

The Main Street Wilsonova is going to be removed. Instead of the lifted level it will be set down to the ground level. The arangement describes a boulevard which combines pedestrian, car and tramlines to one equal level of priority. After removing this blade the scar will be closed with a new traffic concept. This allows the connection of most of the streets. Those connections are going to link the city’s quarters Nove Mesto and Karlin more together The public transport system is going to be be addepted. A new tram line will be established. It leads from the Nort to the South and connects the existing lines by crossing them. The suburban trains will be redirected from the Masaryk Plateau into a tunnel that leads to the Main Station subterranean. The national and international connections will be linked together. The international railway stays in place. A big busterminal for long distance rides will be established right beside of the central train station. All those steps are the preperation for the main part of the concept.

The scar which was caused by the old highway will be fixed by installing three ribbons. One from the North to the Masaryk Plateau. A second one hooks in the forst one there and leads further on into southern direction. And finally a third Band thats crosses the first two from the historic city center to the Vitkov.

To hold the sections together and to accent the outlines of the ribbons there will be Structures added. In the immediate surrounding blocks of houses will be added.The borders of those are reinforcing the ribbons directions.

Variation 1
One possibility to set up the ribbon would be to lock the corners of each cadaster with high rise building. After this the areas between would be filled up with lower building.
In a next step the mass would be reduced and adjusted.

Variation 2
A second possibility is to fill up the areas with rings. In a second step those rings are devided into Parts and reconected to meanders.

Variation 3
To carve the structure out of one block would be a possibility too.
Presupposed all the volume of ground and air is fully useable it is possible to remove just the the bulk you need to pass trough. Since this would result in a big block without natural light. To solve this problem patios and yards will be cutted in.

Variation 4 | Step 1
The chosen way will be done in a few steps.
At first bars will be planned at the flancs of every ribbon along the whole length.

Variation 4 | Step 2
Then those bars will be cut and removed were ever they get in conflict with existing building. Also they will be adjusted in their height and overrising diagonal bars are added.
This will be done untill the density fits.

Variation 4 | Step 3
In the following steps the visual lines will be closed by trees.
The diagonal bars are cutted in functional parts and adjusted in height and width.
In further steps the usage and outlines will be more detailed.

 

Bodo Keil & Sebastian Vahlensieck

Studio 2 – Drehscheibe Florenz WS 13/14

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Prof. Johannes Kappler, Prof. Thomas Valena

Drehscheibe Florenz, Prag

Achsen 

In einer zweimonatigen Gemeinschaftsarbeit wurden verschiedene Entwurfsmöglich- keiten um die Magistrale, den Bahnhof Masaryk und die entsprechenden Bahnver- bindungen durchgearbeitet. Als Resultat wurde beschlossen, die ehemalige Stadtau- tobahn abzureisen und den Regionalbahnverkehr in einen neuen Bahnhof unter den Hauptbahnhof zu leiten. Somit musste eine neue Nutzung für den Masaryk gesucht.

Der Rahmenplan über das Gebiet um den Knotenpunkt Florenc in Prag legt zwei Hauptachsen fest.
Die Nord-Süd-Achse von der Insel Štvanice in Richtung des Muzeums, auf der ein neuer Boulevard durch den Abriss der Stadtmagistrale entsteht und die Querachse Altstadt- Vitkov, welche als neuer Baustein stark verdichtet wird.

Beide verknüpfen wichtige Bezugspunkte in Prag miteinander. Vor allem auf die Blick- achsen aus der Stadt in Richtung der Reiterstatue Žižkas wird wert gelegt.

bedeutende Bestandsgebäude an der Hauptachse Boulevard 

Wichtige Gebäude der Stadt, wie der Hauptbahnhof Nádražní, Prags Muzeum und andere bilden eine Art Perlenkette, die sich entlang der Nord-Süd-achse, dem neuen Boulevard, aneinanderreihen.

Diese Punkte stellen mit ihren Außenanlagen jeweils starke Beziehungen zu anderen öffentlichen Plätzen in der Stadt her.

Die neuen Gebäude fassen den Boulevard und betonen mit gezielt gesetzte Hoch- punkte Knotenpunkte, die Prags Stadtteile verbinden. Sie lenken den Blick des Be- trachters automatisch durch die Stadt entlang des Boulevards.
Als vervollständigung der Gebäudekette gliedert sich der neue Busbahnhof ein. Per- fekt liegt er im Drehkreuz zwischen Hauptbahnhof, Knotenpunkt Florenc und der Innenstadt, sowie den Naherholungsgebieten Insel Štvanice und Hügel Vítkov.

Verkehrsplan 

Die neue Lage der regionalen Bahnlinie geht aus dem erarbeiteten Rahmenplan hervor. Die Bahngleise wurden so umgeplant, dass nur noch der linke Viaduktbogen genutzt wird. Der Zugverkehr wird unterirdisch in den Hauptbahnhof Nádražní geleitet. Dort verbindet ein Zwischengeschoss beide Bahnsteige des regionalen und interna- tionalen Teils, die Straße und den Park, sowie die darunterliegenden Bahnsteige der Metro (Linie C).

Durch gezielte Setzung des südlichen Sonderbaukörpers und Anpassung der To- pografie wird nun sogar die Problemstelle gelöst, wo früher Straße Husitská mit der Straße Seifertova zusammen auf das Boulevard traf. Jetzt werden beide Hauptstra- ßen einzeln der Verkehrsachse zugeführt.

Auch nördlich des neuen Ost-West-Riegels führt nun eine neue Verbindung die bei- den Stadtviertel Karlin und Petrska zusammen. Beide Straßen stärken das neue Gebiet und ermöglichen eine weitaus bessere Ver- netzung der ganzen Umgebung.

Grünzonen 

Die Bäume entlang des Boulevards bilden eine Allee und stärken denn Weg durch die Stadt. Die Nebenstraßen werden von aufgereihten Baumlinien gesäumt, welche die Horizontalachse betonen.

Das Naherholungsgrün des Vítkovs zieht sich unter der internationalen Bahntrasse durch das Hotel über das Viaduktdreieck und die Innenhöfe bis hin zum Bibliotheks- garten in Richtung Innenstadt.

Im Viadukt entsteht ein landschafticher Park mit frei gesetzten Bäumen auf begrünten Schollen. Diese werden durch die Viaduktnutzer bespielt, ziehen sich unter dem Via- dukt hindurch und bilden eine öffentliche Landschaft um die aktivierten Viaduktbögen. Halböffentliche ruhige Innenhöfe werden klar definiert durch mittige leicht erhöhte Grünflächen mit strukturierten Baumpaketen. Der öffentliche Raum im Bibliotheksin- nenhof gleicht einem idyllischen Garten, der zum Lesen und Verweilen einlädt. Gezielt an den erhaltenen Schienen gesetzte Bäume und stehengebliebene Bahnsteige un- tergliedern ihn. Er steht mit seiner aufgeräumten Struktur im Kontrast zu den anderen öffentlichen Grünflächen vor dem Bahnhof oder im Viadukt.

Ost-West-Achse Altstadt – Vítkov 

Die Achse Altstadt – Vitkov verbindet die unterschiedlichen Stadtviertel Karlin, Petrska und der Bezirk südlich des Vítkovs miteinander. Es entsteht eine neue Gebäudestruk- tur, die als Verbindungsglied fungiert. Als Grundform liegt eine Blockrandbebauung zu Grunde, die aufgelöst wurde. Zusammen bilden die Blöcke einen Riegel. An diesen werden drei Sonderbausteine gefügt. Die ehemalige Bahnhof Masaryk, der als Natio- nalbliothek umgenutzt wird, ein Sport- und Freizeitcenter und ein Hotel, das das Via- duktdreieck vervollständigt.

Wege zu Vitkov

Der Vítkov war bisher nicht sonderlich gut vom Stadtzentrum aus angeschlossen. Nun wird er als Naherholungszentrum aktiviert und besser vernetzt. Zum einen besteht eine Verbindung von der Alstadt, und den umliegenden Vierteln durch neu entstandene Straßen. Zum anderen wird, über den nicht mehr genutzten Viaduktbogen ein neuer Weg zum Vitkov geschaffen. Von diesem aus blickt man in das Gleisdreieck, welches mit diversen Nutzungen bespielt wird und auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Johannes Baum und Sandra Werther

Studio II – Sportpark Finale Emilia

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel In Case of… Finale Emilia – Sportpark Finale Emilia   Christoph Baires Herrera, Rebecca Farina Arnold

Studio II – Sportpark

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of… Finale Emilia – Sport Park

Konzept

Finale hat zahlreiche Grünfl ächen um die Alststadt
herum, die alle Brach liegen oder unattraktiv sind.
So auch das Gelände mit der ehemaligen Schule,
Kindergarten und Sporthallen.
Die Bewohner nutzen diese Sporthallen und fahren
dafür ins Umland. Deswegen sollen die
Sporthallen wieder neu aktiviert werden und ihnen
einen attraktiven Platz im Grünen gegeben
werden, sodass eine Art Sportpark entsteht.

Bestand/ Nutzung

Die Bestandsgebäude bleiben bis auf die Schule
alle erhalten. (Da diese nicht mehr genutzt werden
wird, weil sie nach dem Erdbeben nicht mehr
nutzbar war und ins neue Zentrum ausgelagert
wurde) Die Hallen werden wieder in Stand gesetzt
und behalten fast alle ihre ursprüngliche Nutzung.
Lediglich das Bürogeb.ude bekommt im hinteren,
zum Sportpark gelegenen Teil, eine andere
Nutzung, eine Gymnasikhalle.

Laufbahn

Da im Bestand keine Tartanbahn vorhanden ist,
wird eine neue Bahn durch den gesamten
Sportpark gelegt, die gleichzeitig
Haupterschließung durch den Park ist. Die
Tartanbahn verläuft an allen Sporthallen vorbei,
sodass diese wie bei einer Art Perlenkette an
ihr aufgefädelt scheinen. Die Tartanbahn ist teils
schmäler, teils breiter ausgebildet und bildet zu
den Eingangen hin größere Ausbeulungen, auf
denen jeweils verschiedene Aktionen stattfnden,
die jeweils eine charakterliche Verbindung zu den
angrenzenden Hallen darstellen.

Zugänge

Die Zugänge zum Park sind meist nur eine
Verlängerung der, auf den Sportpark zulaufenden,
Straßen. Alle Zugänge haben eine Verbindung zu
anderen Standpunkten, wie der Busbahnhof,
Umland, Wasserturm, Quartiere im Norden und
Westen, neues Zentrum und die Innenstadt.
Der Zugang von der Innenstadt stellt eine
Besonderheit dar, da er sich nicht punktuell,
sondern sich über eine breitere Länge erstreckt.
Hier entsteht eine ganze Eingangszone,
bei der die Laufstrecke direkt an den Gehweg
angebunden ist.

Beziehungen

An den Zugängen zum Sportpark verbreitert sich
die Tartanbahn und es fi ndet eine besondere
Aktion statt. Dies dient als Anhaltspunkt und
Orientierung im Park und kennzeichnet die
unterschiedlichen Zugänge. Die verschiedenen
Aktionen bilden immer eine Kombination zu den
angrenzenden Hallen.
An der Eingangszone hat die Tartanbahn
Aufstülpungen, die zum Beispiel zu einer Sitzbank,
Liege oder einem Tisch ausgebildet sind – auch in
Anlehnung an angrenzende Plätze in der
Innenstadt. Die Menschen können dort den
Sportlern zuschauen oder sich
gemütlich hinsetzen und entspannen.

Grenzen

Der Sportpark wird nach Norden, Westen und zur
Innenstadt durch eine Straße begrenzt.
Zum restlichen Teil der Innenstadt und nach Osten
fi ndet keine klar defi nierte Abgrenzung statt, die
Gärten der angrenzeden Bewohner scheinen
nahtlos in das Sportgebiet über zu gehen. Zur
Straße hin befi nden sich im Bestand schon eine
Baumreihe, die aufgegriffen, verdichtet und um
den kompletten Sportpark herum gezogen wird.
Die Bäume bilden dadurch einr Art Saum und einen
natürlichen Filter nach außen.

Rand – Mitte

Der Rand des Sportparks verhält sich anders als
die Mitte. Die Baumreihe um den Park soll im
Osten hin zur undefi nierten Grenze noch verstärkt
werden. An dieser Stelle ensteht ein kleiner Wald.
Dieser Wald löst sich zur Mitte der Parks immer
mehr in einzelne Baumgruppen auf. Die Mitte des
Parks bildet im Gegensatz zum Rand einen
großen freien Raum, der Platz für die
unterschiedlichsten Aktivitäten der Bewohner und
der Menschen aus dem Umland lässt.

Sandra Werther

Susanne Ritter – zukünftige Projekte der Stadt München

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Vortrag im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
Karlstraße 6, Aula

Am Freitag, den 13.12.13 stellt Susanne Ritter, Stadtdirektorin im Planungsreferat der Landeshauptstadt, um 10.00h in der Aula aktuelle und zukünftige Projekte der Stadt München vor.

Bau dein Traumhotel! In Mannheim! Für das Theater der Welt! Mit Raumlaborberlin & ARTE Creative!

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Hast Du Dich jemals gefragt, warum Hotelzimmer so selten die Orte sind, die man sich wünscht, an denen man gerne einschläft oder aufwacht? Ein gruseliger Teppich, antiseptische Oberflächen, perfide Kunstdrucke und unangenehme Farben an der Wänden, dazu ist die Aussicht enttäuschend und die Hotelbar eine Katastrophe. Dabei wolltest Du so gerne mal Glück haben. Kann es denn so schwer sein, ein Zimmer zu gestalten, in dem man wirklich gerne eine Nacht schlafen möchte? Ein Zimmer, gelegen an einem Ort mit einmaliger Aussicht, mit einem traumhaften Bett und in der Gestalt einer Biberburg?

Das Festival Theater der Welt, Raumlaborberlin und ARTE Creative laden wahnsinnige Bastlergenies, Architekturstudierende und Profis ohne Bauauftrag dazu ein, bis zum 31. Januar 2014 dem Open Call zu folgen und ihren Zimmerentwurf für ihr HOTEL shabbyshabby abzugeben. Die Entwürfe sollten so konzipiert sein, dass man darin angenehm und erlebnisreich schlafen kann. Eine Jury, unter anderem bestehend aus Pedro Gadanho (MoMA New York), Anne Catherine Fleith (feld72, Wien), Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin) und Lukasz Lendzinski (Umschichten, Stuttgart) wird etwa 20 Entwürfe auswählen und die Gruppen nach Mannheim einladen. Dort werden sie dann ihre Entwürfe im eigens dafür eingerichteten Baucamp vom 13. bis 23. Mai 2014 realisieren.

Aus vornehmlich Recycling- oder Mietmaterial sollen 20 einzelne Hütten mit “individuellem Komfort” entstehen. Sie werden an ausgesuchten Orten der Stadt aufgestellt und installiert: in Parkanlagen, neben Statuen, entlang der Flussauen von Rhein und Neckar, in alten US-Kasernen und auf den Dächern der Häuser. Über den Festivalzeitraum haben Mannheimer, aber auch Gäste von außerhalb, die Möglichkeit, eine Nacht in einem der Zimmer des HOTEL shabbyshabby zu verbringen und eine ungewöhnliche Perspektive auf die Stadt Mannheim zu erleben. Damit soll das Nachdenken über neue architektonische Formen und die Umnutzung städtischen Raumes zu einem öffentlichen Vorgang gemacht werden, der in die Eröffnung eines unkonventionellen Hotelbetriebs mündet. Rezeption und Frühstücksraum dieses dezentral über die Stadt verteilten Hotels sind an einem zentralen Ort direkt am Nationaltheater Mannheim.

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Das HOTEL shabbyshabby entsteht im Rahmen des Festivals Theater der Welt 2014 in Mannheim. Das Theater der Welt ist eines der bedeutendsten internationalen Theaterfestivals Deutschlands und präsentiert alle drei Jahre in einer anderen Stadt oder Region die innovativsten Entwicklungen des Theaters aus aller Welt. Vom 23. Mai bis zum 8. Juni ist das Festival in Mannheim zu Gast, ausgerichtet vom Nationaltheater Mannheim, und wird kuratiert von Matthias Lilienthal, dem ehemaligen künstlerischen Leiter des Berliner HAU und zukünftigen Intendanten der Münchner Kammerspiele. Es bringt nicht nur internationales Theater nach Mannheim, es lädt mit Projekten im Stadtraum auch zu einer Verkehrung der Perspektive auf die eigene Stadt ein. Das Hotel shabbyshabby ist ein Projekt von Theater der Welt 2014, Raumlaborberlin, Umschichten und ARTE Creative, wo ab dem 1. Februar 2014 auch über den Publikumspreis für zwei Hotelentwürfe abgestimmt werden kann.

Anforderungen:
Die Zimmer, die Ihr entwerft, müssen trocken, wetterfest und verschließbar sein, sie müssen hauptsächlich aus gebrauchtem oder wiederverwertbarem Material gebaut werden können (Betten und Bettzeug ausgenommen). Die Zimmer haben keine Badezimmer und keinen Strom. (Es sind genau genommen vom Standard her eher Berghütten). Sie sollen einen Ausblick haben, eine ungewöhnliche Perspektive auf die Umgebung ermöglichen und eine einmalige Architektur darstellen. Es gibt verschiedene Kategorien von Orten zwischen denen Ihr auswählen könnt: auf einem Dach, auf einem Platz, in einem Garten, in einer Halle. In den Bewerbungsunterlagen findet Ihr sechs Beispielorte. Die genauen Orte teilen wir im Frühjahr mit, da sie noch mit der Stadt verhandelt werden.

Bedingungen:
Jeder kann mitmachen. Da die Hotelzimmer eigenhändig in sieben Tagen zu bauen sind, empfielt sich eine Bewerbung als Gruppe (maximal 6 Personen). Da wir begrenzte Aufnahmekapazität haben, müssen alle Gruppenmitglieder bei der Bewerbung feststehen. Alle Bewerber müssen in der Bauzeit vom 16. bis 23. Mai 2014 Zeit haben und in Mannheim vor Ort sein können.

Preise + Kosten:
Die Teilname kostet nichts. Die ausgewählten Gruppen werden nach Mannheim eingeladen, um ihre Entwürfe in der Bauzeit vom 15. bis 25. Mai 2014 zu realisieren. In Mannheim stellen wir Übernachtung und Verpflegung, eine Werkstatt für alle, Werkzeug, Material und fachliche/handwerkliche Unterstützung zur Verfügung. Einzig die Anreise muss von den Teilnehmern selbst getragen werden.

Live Architecture Camp:
Das Baucamp ist ein wichtiger Teil des Prozesses. Ihr wohnt alle am gleichen Ort, so dass ein regelmäßiger Austausch, Kennenlernen und sich gegenseitiges Inspirieren möglich ist. Das Camp, die Küche und die Werkstatt werden von uns entworfen und stehen bereit, wenn ihr kommt. Da Eure Anwesenheit von den Menschen in der Stadt wahrgenommen werden soll, werden einige der Bereiche des Camps (nicht die Betten) unter freiem Himmel sein.

Der Entwurf:
Die Zimmer, die Ihr entwerft, sind in erster Linie so zu konzipieren, dass man darin angenehm und erlebnisreich schlafen kann. Dabei geht es gleichermaßen um die Qualität des Innenraumes, wie um die Kommunikation mit dem Außenraum. Was sehe ich aus den Öffnungen am Abend oder am Morgen? Wie ist das Licht? Wer kann hereinsehen? Wie sicher fühle ich mich? Aber auch die Erscheinung des Zimmers in der Stadt spielt eine Rolle. Ist es versteckt oder weithin sichtbar? Wer kann hier am besten und in welcher Gemütslage übernachten?

Wir werden Orte an sehr prominenten Stellen in der Stadt besetzen: neben Standbildern, auf Dachterrassen, in Schaufenstern oder in den Neckarauen. Aber es wird auch versteckte Orte geben: in Grünanlagen, Hinterhöfen oder auf dem Gelände der ehemaligen US-Kasernen. Einige werden spezielle Orte sein, andere Orte, die es überall gibt. Ihr gebt vor, an was für einem Ort Euer Zimmer stehen soll, indem ihr beschreibt was ideal wäre. Wir teilen die Hotels / Zimmer dann den jeweiligen Orten zu oder schlagen Orte vor, für die uns die Stadt oder die Eigentümer ihr Okay geben. Ihr habt dann die Möglichkeit den Entwurf an den Ort anzupassen. Wasser, Abwasser und Strom gibt es an keinem Ort direkt. Wir bemühen uns um individuelle, nahegelegene, pragmatische Lösungen für die nötigsten Bedürfnisse. Jedes Team bekommt ein Set mit Matratzen, Bettzeug, einer Batterielampe, vielleicht eine Waschschüssel, ein Mülleimer, ein Vorhängeschloss etc. zum verarbeiten. Jede Gruppe hat ein Materialbudget von 250 Euro. Als Baumaterial soll vornehmlich Recycling- oder Mietmaterial verwendet werden. Sofern wir euer Wunschmaterial rechtzeitig kennen, bemühen wir uns das Material vor Ort vorher zu organisieren, so das es am ersten Bautag bereitsteht.

Einzureichende Unterlagen:
1. Pläne und Abbildungen (3 Seiten DIN A3); Modelle sollten als Modellfotos auf den 3 Seiten A3 zu sehen sein. Bitte keine Modelle schicken!
2. Erläuterungstext (1 Seite DIN A 4)
3. Liste ALLER Teilnehmer Eurer Gruppe und eine kurze Beschreibung wer Ihr seid.

Euer Entwurf sollte in einer Weise dargestellt werden, dass Eure Leitidee für die Jury nachvollziehbar ist und erkennbar wird, wie und mit welchen Materialien das Zimmer gebaut werden soll. Außerdem solltet Ihr darstellen, wie das Zimmer in der Stadt verortet wird und welche Beziehungen zum Umfeld erzeugt werden. Gebt eurem Hotelzimmer einen Namen, das es charakterisiert. Und bitte gebt noch euer Wunschwerkzeug an, das ihr für die Realisierung braucht.

In der Jury sind:
Gilly Karjevsky, 72 Hour Urban Action, Tel Aviv
Pedro Gadanho, MoMA, New York
Anne Catherine Fleith, Feld72, Wien
Lukasz Lendzinski, Umschichten, Stuttgart
Benjamin Foerster-Baldenius, raumlaborberlin
Alexander Römer, Exyzt, Paris, Berlin
Marjetica Potrc, Artist and Architect, Ljubljana

Termine:
Rückfragen bis 8. Dezember 2013 an shabbyshabby@raumlabor-berlin.de; Einsendeschluss: 31. Januar 2014
Voting für die zwei ARTE-Creative-User-Hotels: 1. bis 14. Februar
Benachrichtigung aller Gewinner Ende Februar 2014
Bauzeit in Mannheim: 16. bis 23. Mai
Benutzung der Hotelzimmer: 23. Mai bis 8. Juni 2014

Theater der Welt 2014, ein Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI), ausgerichtet vom Nationaltheater Mannheim, gefördert durch die Stadt Mannheim, die Baden-Württemberg Stiftung und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Festivalintendanz: Matthias Lilienthal und Burkhard C. Kosminski, Programmdirektor: Matthias Lilienthal

HOTEL shabbyshabby ist ein Projekt von Theater der Welt 2014, raumlaborberlin, Umschichten und ARTE Creative. Gefördert durch die Stadt Mannheim. Mit freundlicher Unterstützung durch IKEA Mannheim.

Links
HOTELshabbyshabby Ausschreibung deutsch
Theater der Welt
raumlaborberlin
Umschichten

Quelle: Arte

06.12.2013 – Gastvortrag “Projektentwicklung am Nockherberg” Peter Müller

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Vortrag im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur
Freitag, den 06.12.2013 um 10.00h in der Aula

Peter Müller (Projektleitung Großprojekte, Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG)
Projektentwicklung am Nockherberg – Städtebaulicher Wettbewerb
www.hausbau.de

 

29.11.2013 – sustainable urbanism (Prof. Mark Michaeli)

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Vortrag im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur

Prof. Mark Michaeli (sustainable urbanism, TU München): Stadtforschung am Freitag, 29.11.2013 um 10.00h in der Aula
www.land.ar.tum.de 

27.11.2013 – Morpho-Logic München (Michael Gebhard)

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Vortrag im Wintersemester 2013/14
Hochschule München, Fakultät für Architektur

Michael Gebhard (Morpho-Logic, München): Kontext Stadt am Mittwoch, 27.11.2013 um 15.45h in Raum 212
www.morpho-logic.de

 

MA22 Exkursion – Wohnbauten in München

PatchWorkCity Obersendling – Gastvortrag Teleinternetcafe

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Gastvortrag
Andreas Krauth und Urs Kumberger
Mittwoch, 06.11.2013, 9:00Uhr, Raum 208
Hochschule München – Fakultät für Architektur

Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie auf einen hochschuloffenen Vortrag hinweisen, der im Rahmen unseres Entwurfs 5.1 ‘PatchWorkCity Obersendling’ morgen, am Mittwoch, den 6. November um 09.00h in Raum 208 stattfindet.

Es sprechen Andreas Krauth und Urs Kumberger von dem Berliner Architekturbüro Teleinternetcafe (http://teleinternetcafe.de). Das Büro hat 2012 den vielbeachteten Wettbewerb für das Kreativquartier Dachauer Straße in München gewonnen und erarbeitet zurzeit den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenplan für dieses Areal.

Studio 2 – Exkursion Prag

Nach der erfolgreichen Pragexkursion unter der Leitung von Herrn Professor Kappler und Herrn Professor Valena Mitte Oktober 2013 sind hier Exkursionseindrücke zu sehen.

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Studio 2 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut UD_Urban Design | Städtebau zugeordnet.

Studio II – In Case of Finale.. Präsentation

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

Studio 2 – Prag: Drehscheibe Florenz

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Prof. Johannes Kappler, Prof. Dr. Tomáš Valena

Thema

Wie in anderen Städten kommt auch in Prag den Verkehrskorridoren eine besondere Bedeutung zu. Die zentrale Bahnhofsgegend ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Trotz ihrer Nähe zur historischen Altstadt, zu den neuen Boom-Vierteln entlang der Moldau und den Naherholungsgebieten in der Umgebung findet man hier noch immer eine Reihe untergenutzter Potentialflächen. Mit Schuld daran ist die Barrierewirkung der an der sogenannten Drehscheibe Florenz konzentrierten Verkehrsinfrastrukturen mit den vielen Bahntrassen und der einem veralteten Mobilitätskonzept verpflichteten Stadtautobahn.

Das Ziel des Entwurfsstudios ist es, einen Vorschlag für eine Umstrukturierung dieses Areals zu erarbeiten. Die Komplexität der Aufgabe wird zu Beginn des Semesters durch Studien vor Ort erschlossen. Zu diesem Zweck findet in der Kalenderwoche 43 ein einwöchiger Workshop in Kooperation mit der Akademie in Prag statt. Es wird zunächst ein Strukturkonzept für das ganze Gebiet erarbeitet, das dann in Teilgebieten themenspezifisch bis in den architektonischen Maßstab vertieft werden soll. Eine Dokumentation der Ergebnisse sowie eine Ausstellung in Prag werden ins Auge gefasst.

Exkursion

Im Zentrum der Studienarbeit steht eine Pflicht-Exkursion nach Prag, Tschechien.

Auslandsprojekt

Mit der erfolgreichen Teilnahme am Studio koennen die laut Studienordnung geforderten Studienleistungen (min. 15 ECTS) im Sinne eines ‚Auslandsprojekts’ erworben werden.

Studio 2 ist inhaltlich und organisatorisch dem Institut UD_Urban Design | Städtebau zugeordnet.

 

Vertiefung Städtebau – Wilhelmsburgerplatz

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Axel Lohrer – MA 23 Theorie – Vertiefung Städtebau – Landschaftsarchitektur    

Situation

Der am südlichen Rand Hamburgs gelegene Stadtteil Veddel, eine Großsiedlung, zeichnet sich unter anderem durch seine heterogene Bevölkerungsstruktur aus. Der Wilhelmsburger Platz wird im Norden und Osten von Bebauung, im Süden vom Elbbecken und im Westen

von der S-Bahnstation Veddel räumlich gefasst. Der Platz wird von einer inzwischen nicht mehr angemessenen Verkehrsführung stark beeinträchtigt und dient lediglich als Erschließungsraum, ein längeres Verweilen auf der Fläche ist nicht vorgesehen.

Seiner Funktion als Quartiersplatz, unter Berücksichtigung der zunehmenden Bedeutung des Satdtteils Veddel, wird er nicht gerecht.

Entwurf

Die übergeordnete Straßenführung bleibt bestehen. Die Nord-Süd Verbindung  der Straßen „Am Zollhafen“ und „Wilhelsburgerplatz“ wird künftig für den Straßenverkehr gesperrt, die Funktion der Feuerwehrzufahrt bleibt erhalten. Somit erhält die vorher undefinierte und zusammenhangslose wirkende Fläche einen klaren Rahmen.

Auftakt

Die nicht barrierefreie Treppe, um von der S-Bahnstation auf das Niveau des Wilhelmsburger Platzes zu kommen, weicht einer, von der übergeordneten Höhenentwicklung vorgegebenen, Rampe.

Die ehemals unattraktive Grünfläche zwischen S-Bahnnstation mit Kiosk, Post und eine  HVV Servicestelle folgt der übergeordneten Geländemodellierung. Der Erschließungsraum wird gefasst. An den Schnittstellen wird mit Sitzelementen zum Verweilen eingeladen.

Faltung und Terrassierung

Die Grünflächen des Parks falten und terrassieren sich von Ost nach West und lassen geschützte Bereiche entstehen, die auch in einem öffentlichen Raum der weiterhin als Erschließungsraum dienen wird, genug Privatsphäre bieten. Einem Verweilen und Ausruhen steht nichts im Weg.

Der Zonierung, Geländemodellierung und Erschließung übergeordnet werden bestehende Baumreihen aufgenommen und neue gesetzt, dadurch werden einzelne Bereiche betont, Schatten gespendet und der Platz sichtbar vom Straßenraum abgegrenzt. Die Bestandsbäume werden soweit möglich erhalten und ergänzt.

Zonierung

Der Wilhelmsburger Platz wird entsprechend der unterschiedlichen Altersgruppen und Nutzungen zoniert. Im Wesentlichen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen. Gerade das für Kinder und Jugendliche im Stadtteil Veddel vorherrschende Unterangebot an Spiel und Freizeitfläche wird ergänzt.

Im östlichen Bereich, geschützt im Inneren des überplanten Areals, entsteht für Kinder ein Spielbereich mit Spielgeräten wie Wippen, Schaukeln und Trampolinen. Der Bodenbelag des Spielplatzes aus Holz-Hackschnitzel ist als „stoßdämpfender Boden“ ausgeführt. Als Schnittpunkt zwischen den Generationen grenzt dieser an die anderen Bereiche an.

Im südöstlichen Bereich, parallel zur Straße „Am Zollhafen“ wurden die Bänke mit Stahlprofilen an den Kanten verstärkt und bieten für Skatebordfahrer somit die Möglichkeit ihre Kunststücke zur Schau zu stellen.

Im nordöstlichen Bereich ist der Bodenbelag aus Splitt, somit ungeeignet für lärmenden Freizeitaktivitäten wie z.b Skateboardfahren, bietet dieser Bereich gerade älteren Personen ausreichend Ruhe.

Die gefalteten und terrassierten Grünflächen sind als großzügige Sonnen- und Picknickwiesen zu verstehen.

 

André Wimmer

Studio II – Rocca Piccola

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of… Finale Emilia – Rocca Piccola

Der Zustand der Stadt ein Jahr nach der Katastrophe muss als statisch und stagnierend bezeichnet werden. Noch immer sind viele Privathäuser und öffentliche Bauten zerstört oder schwer beschädigt, viele wurden verlassen, einige waren schon vor dem Erdbeben vernachlässigt. Dies liegt vor allem an fehlenden finanziellen Mitteln für den Wiederaufbau und Neuanfang vor Ort. In der Folge sind einige Bewohner in den Notquartieren sesshaft geworden, andere sind gleich ganz weggezogen um anderswo neu anzufangen.

Bei der Besichtigung der Stadt fällt vor allem die historische Achse Torre Modenesi – Rocca Grande auf. Parallel zu dieser verläuft eine kleine Fußgängerzone an der das Rathaus und zahlreiche Häuser liegen deren Erdgeschosse kleine Läden beherbergen. Das Rathaus, vom Erdbeben schwer beschädigt, wird außerhalb des historischen Stadtkerns neu aufgebaut,

das alte Rathaus bleibt vorerst Ruine. Ebenfalls parallel zu diesen beiden linearen Räumen, in Richtung des Flusses Panaro, liegen auf einer Parzelle mehrere zerstörte Häuser und einzelne brach gefallene Grundstücke. Diese Lücke soll im folgenden Entwurf genutzt werden um Finale Emilia eine neue Identität zu geben und langfristig eine städtebauliche Entwicklung in Richtung des Flusses Panaro zu initiieren.

Aus dem Schutt der zerstörten Häuser wird ein, den Entwurf räumlich prägendes Element geschaffen, eine Mauer. Von dieser Mauer eingefasst, mit drei gegenüberliegenden Platzsituationen die relevante städtebauliche Bezüge aufgreifen und neue schaffen, erhält Finale

Emilia einen öffentlichen Stadtgarten „Rocca Piccola“. Dessen Bau soll durch die ansässige Bevölkerung erfolgen. „Rocca Piccola“ soll einen von externer Hilfe unabhängigen,eigenständigen Neuanfang und gleichzeitig eine aktive Aufarbeitung des Geschehenen ermöglichen.

Die Mauer wird zu einem Symbol für das Erdbeben, den Wiederaufbau und den Zusammenhalt der Bewohner Finale Emilias sowie der gegenseitigen Hilfe während und nach der Katastrophe.

Dragica Latincic, André Wimmer