Masterthesis Ricarda Schindler WS 14/15

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2014/2015

Betreuer:
Prof. Piero Brun

Sudetendeutsches Zentrum München – Nasi Nemci

Masterthesis Anna Leicht SS 14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2014

Betreuer:
Prof. Johannes Kappler

Lichpunkt München

Ehemals prägende Industrie- bzw.Gewerbeflächen innerhalb der Stadt werden derzeit, auf Grund des steigenden wirtschaftlichen Drucks, vermehrt aufgegeben und stehen plötzlich zu Verfügung. So auch am Standort des früheren Osram-Geländes, das durch eine städtebauliche Neuordnung großes Potential zur Weiterentwicklung bietet. Das Planungsgebiet befindet sich an der Grenze zu Untergiesing und Siebenbrunn und liegt im Stadtbezirk 18 im Süden der Stadt München. Es beinhaltet das Osram-Grundstück und die derzeitige Parkierungsfläche direkt an der Candidstraße, welche eine starke Barrierewirkung innerhalb des Gebiets darstellt. Im Osten und Westen wird das Grundstück von zwei Grünzügen eingespannt. Zum einen die großflächigen Oberen Isarauen und zum anderen der Grünzug an der Hangkante um den Auer Mühlbach herum. Beide spielen eine übergeordnete Rolle im Bezirk. Die eigentlichen Eingänge zu den Isarauen sind durch keinen direkten Weg zur Hangkante verbunden. Zäune, Mauern oder Gebäude versperren den Zugang zum Auer Mühlbach. Auch die gegenüberliegende Seite weist oft unattraktive Eingänge in halböffentlichen Zugangssituationen der umliegenden Bebauung auf. Lediglich über den jetzigen Parkplatz gelangt man zum Auer Mühlbach. Das übergeordnete Ziel ist es, durch die Raumkanten der neuen Bebauung sowie eine verbindende Grünlinie die beiden Grünzüge auch quer zu vernetzen und einen attraktiven Zugang sowie eine alternative Verbindung zu schaffen. Bei der Analyse der Umgebung fällt auf, dass es direkt an der Candidstraße einen Bruch in der Bebauungsstruktur gibt. Die neue Bebauung greift beide Strukturen in sich auf und bildet zur Candidstraße einen eher geschlossenen Rand, der sich dann im Gebiet weiter nach Süden öffnet. Diese erste Schicht ist von zwei Kopfgebäuden eingespannt, in denen sich Sondernutzungen befinden. Die zweite Schicht entwickelt sich aus dem Bestand heraus und orientiert sich an der offenen Zeilenstruktur. An den Rändern des jeweiligen Grünzugs reihen sich Einzelbausteine aneinander, die durch die neue Bebauung weitergeführt werden und sich an dieser besonderen Lage zu den Grünzonen öffnen. Hier bilden ebenfalls die beiden Sonderpunkte die jeweiligen Köpfe. Die begleitende Grünlinie verläuft quer durch das Gebiet und weitet sich an bestimmten Stellen zu Pocket-Plätzen auf. Durch diese Dramaturgie von Verengungen und Aufweitungen entsteht eine spannende Abfolge von Flanieren und Verweilen. Jeder Pocket-Platz hat einen eigenen Charakter mit mehr oder auch weniger Aneignungspotential. So bilden zwei Pocket-Plätze die Vorbereiche zu den öffentlichen Funktionen und Eingänge zu den jeweiligen Grünzügen. Die Pocket-Plätze, die sich zwischen den Bestandsgebäuden eingliedern und so die Restfl äche zwischen den Gebäuden nutzen, haben durch ihre minimalistische Gestaltung ein hohes Aneignungspotential für die Bewohner. Den Abschluss in der Verbindungslinie bildet eine Terrassierung hin zum Auermühlbach um diesen stärker zugänglich zu machen.

Anna Leicht 

Masterthesis Mascha Diehm SS 14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2014

Betreuer:
Prof. Arthur Wolfrum

Backstage München

das backstage hat sich über die jahre zu einem der führenden kulturellen zentren für gegenwartsmusik in münchen und europa entwickelt. dabei ist das backstage nicht nur eine diskothek sondern auch ein wichtiges zentrum für kultur.

seit einiger zeit steht nun fest, dass die institution backstage ihren standort verlassen muss. daraus hat sich nun die möglichkeit ergeben ein eigenes grundstück zu erwerben und nach zahlreichen umzügen eine entgültige location einzunehmen. diese möglichkeit habe ich genutzt, um in meiner masterarbeit einen entwurf für das neue backstage zu entwickeln.

 

das grundstück befindet sich im westen münchens, nahe der freidenheimer brücke. das zukünftige publikum wird hauptsächlich an der im süden gelegenen s-bahn haltestelle „hirschgarten“ ankommen.

die umgebung ist geprägt durch die imposante posthalle, die momentan entstehenden bürogebäude des areals hirschgarten und der hauptbahntrasse zum münchner hauptbahnhof.

die anlage besteht aus zwei elementen. dem würfelförmigen baukörper und dem tiefhof, aus dem das gebäude herauswächst.

 

der baukörper besteht aus einer hülle mit „dienendem rücken“ und öffentlichem freien luftraum der durch kuben auf durchgesteckten brücken oder plattformen gegliedert wird.

in dem „rücken“ befinden sich interne bereiche, der verwaltungsbereich, technik- und lagerräume, die fluchttreppen und zur bahn hin orientiert einzeln vermietbare arbeits- und kreativwerkstätten.

der öffentliche bereich besteht aus vier veranstaltungsbereichen plus einem restaurant und bandübungsräumen im obersten geschoss. drei der veranstaltungsbereiche sind als boxen ausgebildet. und verfügen jeweils über ein sondererschließungselement. die unterste box kann über eine rampe von unten begangen werden. so taucht der besucher von unten ins geschehen ein. weiter ist diese box um unteren bereich geschlossen aber nach oben hin verglast um von den darüber liegenden stockwerken eingesehen werden zu können.

die nächste box ist durch eine wendeltreppe mit der dritten box verbunden. sie ist an drei seiten geschlossen und öffnet sich dann in richtung der unter ihr liegenden kiste. die oberste box ist im oberen bereich geschossen und im unteren verglast. so erlaubt sie die blickbeziehung ins freie und die bahnreisenden können direkt aus dem zug dem tanzenden publikum zusehen. der vierte veranstaltungsbereich erstreckt sich über das gesammte untergoss. hier ist platz für große konzerte. der haupteingang wird über eine große brücke erreicht. hier wird der gast von einer bar empfangen.

der entwurf lebt von der vielzahl an lufträumen bzw. den boxen, die in dem großen luftraum angeordnet sind. der besucher soll den raum erleben und hat die möglichkeit von jedem platz aus den raum und das konzept der boxen im leeren raum wahrzunehmen.

 

der baukörper ist von einem tiefhof umgeben und gliedert diesen in verschiedene bereiche. der rückwertige bereicht dient technischen anlagen wie der be- und entlüflung. der bereich zu den gleisen hin ist als tribüne ausgebildet. im westlichen teil befindet sich ein öffentlicher biergarten. unter der eingangsbrücke befindet sich eine hebebühne, die als bühne bei open air konzerten dient. und in hinteren bereich ist die wand als wasserfall ausgebildet, der als hintergrundkulisse für den baukörper sowie für den bühnenbereich im untergeschoss dient.

 

die lochfassade aus betonfertigteilen zeichnet das zugrunde liegende quadratische raster ab. die somit quadratischen fenster verfügen über eine zwischen den scheiben liegende verschattung, die durch variables öffnen und schließen, der fassade jederzeit ein neues erscheinungsbild geben kann.


da die nutzung als diskothek nicht ständig in betrieb ist, soll dieser entwurf ebenso für den tag gedacht sein. die kreativstätten sind in richtung der bahn orientiert um auch tagsüber den vorüberfahrenden personen zu signalisieren, dass hier nicht nur eine nachtnutzung besteht. der ganze öffentliche bereich kann nicht nur vom partypublikum geuntzt werden, sondern soll auch für andere kulturelle nutzungen zur verfügung stehen. der freibereich beispielsweise ist mit dem biergarten ebenso tagsüber nutzbar und soll so dem viertel zu gute kommen. auch sind in einer wand des tiefhofs kleine boxen eingelassen in denen kunst von verschiedenen wanderausstellungen eingestellt werden kann. das unterste geschoss kann mit seinem zusätzlichen eingang völlig autark funktionieren und somit für verschiedenste veranstaltungen genutzt werden.

Mascha Diehm

 

Masterthesis Kyra Willems SS 14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2014

NEW HAMDEN PARK

New Hampden Park wäre das neue Nationalstadion in Glasgow, in der Hoffnung, dass sie die EM 2020 austragen werden.

Das Stadion befindet sich in einem Wohngebiet, ungefähr 5 km vom Stadtzentrum entfernt. Es gibt eine direkte Bahnverbindung vom Hauptbahnhof zum Mount Florida Bahnhof, von wo man innerhalb von 5 Minuten zu Fuß am Stadion ist. Mit dem Auto oder Bus kann man Glasgow über die Autobahn erreichen und dann nach Süden über die Hauptstraße bis zum Stadion fahren. Durch die Verbindung der ganzen Grünflachen zwischen der Innenstadt und dem Stadion wurde ein grüner Gürtel kreiert, der eine zusätzliche Fußgängerverbindung aus der Innenstadt, mit vielen interessanten Gebäuden auf dem Weg, schafft.

Das ganze Gebiet um Hampden Park herum ist hügelig und das Stadion befindet sich auf dem tiefsten Punkt des Gebiets, wo es eine natürliche Kuhle gibt. Den Parkplatz habe ich genau neben das Stadion gesetzt und den Hauptzugangsbereich in den Nordosten, auf einer leeren Grünfläche in der Nähe von der Hauptstraße, gelegt. Auf Grund der Steilheit des Geländes kommt man von der Hauptstraße ins Parkhaus, das komplett von einer Grünfläche bedeckt ist. Außerdem gibt es einen Park & Ride Parkplatz.

Das Stadion hat 7 Geschosse, 3 Unterirdische und 4 Oberirdische. Das unterste Geschoss ist für die Mannschaften vorgesehen. Sie haben einen separaten Eingang zum Parkplatz, wo sie getrennt bleiben. In diesem Geschoss gibt es private Parkplätze, Kabinen und Aufwärmbereiche für die Spieler sowie Räume für die Trainer und Schiedsrichter, einen Medizinbereich, einen Pressekonferenzraum und einen Weg für die Anlieferung. Die Mixed Zone befindet sich in der Mitte, ebenso wie der Tunnel, durch den die Spieler aufs Spielfeld laufen.

Das 2. Untergeschoss wird über die gleiche Zufahrt erschlossen und ist für VIPs vorgesehen. Es gibt private Parkplätze, Läden und Toiletten und die VIPs haben einen direkten Zugang zu den VIP Plätzen, ohne den Weg von Spielern und anderen Zuschauern zu kreuzen. Die VIP Loge befindet im 2. Obergeschoss, neben den Kommentatoren- und Medienboxen.

Im 1. Untergeschoss gibt es Parkplätze für Zuschauer und das Hampden Experience Museum.

Alle Obergeschosse vom Stadion sind für Besucher geöffnet. Sie kommen von allen Seiten im Erdgeschoss rein und haben gleich einen schönen Blick auf das ganzen Stadion. In jedem Geschoss gibt es Kioske, Toiletten und 16 Treppenhäuser, über die man die obersten Tribünen erreichen kann.

Kyra Willems

Masterthesis Burcin Eshaghi Farahmand SS 14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2014

Residential living in Darakeh

Darakeh ein lebendiger Stadtteil

Darakeh ist ein sehr wichtiger Stadtteil für Teheran, an einer sehr steilen Hanglage wächst Darakeh in die Gebirgskette des Albors.
Dieser Ort verknüpft die Berglandschaft mit der Stadt. Es ist das Bindegleid zwischen der hektischen Stadt und dem ruhenden ansteigenden Gebirge.

Nicht nur topographisch soll das zu bearbeitende Grundstück in Darakeh eine zentrale Rolle spielen.
Durch die attraktive nördliche Hanglage, umgeben von Universitäten und dem Regierungsviertel soll es Studen- ten und auch die länger angesiedelten Bewohner zusam- menführen und für ein Austausch zwischen den Generati- onen sorgen.

Begegnungsorte für Darakeh

Um sich mit dem Ort verbunden zu fühlen, heißt auch immer besondere Orte im Kopf zu haben. Wichtig hierbei sind öffentliche Orte, wie Plätze oder Einrichtungen, die dem Ort in seinem Umfeld charakterisieren. Solche Orte schaffen und stärken die Identität.

Wo doch die Parkgesellschaft so beliebt ist, weist dieser Ort keinen öffentlichn grünen Platz auf.
Um die Identifikation für diesen Ort und die desssen Einwohner neu zu erwecken, benötigt Darakeh ein Ort der Begegnung.

Darakehs Dialog mit den Bergen

Darakeh ist bekannt für seine Natur.
Es gilt als Naherholungsort und besitzt sehr schöne
Wanderwege, die mit Teehäusern für ein angenehmes rasten sorgen.
Dieser Stadtteil dient als Ruhepol zur hektischen Innenstadt Teherans.

Burcin Eshaghi Farahmand 

Masterthesis Sebastian Philipp SS 2011

KUNSTFLUSS  // flow art
Drei Flüsse, welche Menschen, Dinge und Ideen in Bewegung setzen.
Ankerplatz für Kunst und Kultur in Passau.
THESIS-KUNSTFLUSS
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Masterthesis Benjamin Neumeier WS 11/12

 

 

2011/12Benjamin Neumeier

 

Die Feste Oberhaus, ihr Ursprung liegt am Anfang des 13. Jahrhunderts, wo begonnen wurde, auf dem Georgsberg eine Burg zu errichten. Gelegen zwischen Donau und etwa 100 Meter über der Altstadt war sie lange Zeit die Trutzburg und Residenz der Passauer Fürstbischöfe, d. bis zur napoleonischen Zeit über die Stadt herrschten.

Das Nord-Westliche Areal vor der Festung hat sich seit Anfang des 19 . Jahrhunderts nachdem verschwinden der Erdwälle und Palisaden der Armee Napoleons, sehr verändert. 1934 errichtete der Reichsarbeitsdienst den sogenannten Thingplatz, der bis zu 10.000 Besuchern Platz für Großveranstaltung bieten sollte. Auch ein erstes ,Aussichts- Cafe” entstand einige Jahre später im Graben der barocken Wallanlagen.

Die heutige Situation lässt sich folgendermaßen beschreiben, das Oberhausareal ist ein Stück Passauer Stadtgeschichte und beherbengt viele wichtige Funktionen, die zum städtische Leben beitragen und den Tourismus stärken. Einheimische sowie Besucher schätzen diesen Ort und besuchen ihn gern.

An der Stelle, wo bereits 1939 das erste Cafe entstand, befindet sich ein Gebäude aus dem Jahr 1800, das seit 10 Jahren leer steht. Genau an diesem Ort besteht Handlungsbedarf. Durch die Neuordnung der Situation, unter Beachtung und mit respektvollem Umgang des Kontextes soll der Neubau eines Besucherzentrums ein Bindeglied zwischen der Festungsanlage und der Stadt sein. Es soll für Einheimische und Touristen das Potential dieses Ortes reaktivieren.

Das neue Gebäude beinhaltet Funktionen wie Gastronomie, eine Besucherinfonnation zur Passauer Stadtgeschichte und der Geschichte der Feste Oberhaus und Unterhaus. Veranstaltungsflä-chen und eine Eiweiterung der Ausstellungsfläche des Oberhausmuseums in Form von Räumen für Wechselaustellungen. Desweiteren sind Infrastruktur für die zukünftige Nutzung des Thingplatzes für Open-Air Veranstaltungen untergebracht .

 

Das Städtebauliche Konzept entsteht aus der historischen Analyse des Ortes heraus. Das Bestandsgebäude wird entfernt und der Graben wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt. Dabei spannt sich ein Feld aus zwei Richtungen auf. Die erste entlang der historischen Mau, die In das Konzept aufgenommen und erhalten wird. Die zweite Richtung baut einen Bezug zum Rathaus auf, von wo aus die neue Erschliessung beginnt. Es entstehen zwei von der Stadt aus sichtbare Punkte, die diese Richtungen markieren. Die Baukörper bleiben sehr flach und bewahren dadurch die ursprüngliche prägende Silhouette der Burganlage. Der obere längliche Baukörper dient als Vermittler zwischen den Situationen des Grabens und des Thingplatzes. Als Verbindung der beiden sichtbaren Massen, fügt sich ein dritter Teil unterirdisch dazwischen und gewährleistet damit das freibleiben des Grabenplateaus.

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Masterthesis Julian Leinauer WS 13/14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Betreuer:
Prof. Frederik Künzel

Density | Complexity | Functionality

Umstrukturierung und Verdichtung in Neuhausen am Mittleren Ring

Das Planungsgebiet befindet sich im Herzen Neuhausens, an der Schnittstelle von Landshuter Allee und Nymphenburger Straße.
Die Landshuter Allee, fungiert an dieser Stelle als eine Art Trennlinie
zwischen dem belebten Neuhausener Zentrum um den Rotkreuzplatz im Westen unweit des Areals und dem ruhigen Wohngebiet im Osten.

Dominiert wird das Areal von einem zweigeschossigen Gebäudekomplex der Münchener Stadtwerke, ein altes Umspannwerk, dessen heutige Funktion lediglich Lagerstelle
für Technisches Gerät und eine Ladastation für Elektoautomobiele
bietet. Die Dichte der Umgebung liegt bei über 1,6 bis hin zu 2,5, wohingegen auf dem Planungsareal derzeitig eine Dichte von nur 0,9 herrscht. Diese Tatsache allein zeigt schon ein Potential zur Verdichtung des Gebietes an. Der Bau der Stadtwerke mit seinen
nur zwei Geschossen steht dabei im Vergleich zur umliegenden Bebauung mit bis zu fünf Geschossen diesem Verdichtungspotential entgegen. Der Komplex der Stadtwerke wird zur Disposition gestellt und durch eine der Körnung der umgebenden Bebauung entsprechenden neuen Struktur ersetzt. Diese Struktur
gliedert sich in zwei Blöcke, in die die zu erhaltenden Wohngebäude
integriert sind. Die gemeinsame Mitte schafft einen neuen Quartiesplatz für das ganze Viertel. Das neue Quartier verfügt nun über eine Dichte von 2,1 und zusätzliche 150 Wohneinheiten. Eine weitere spätere Nachverdichtung im Inneren des nördlichen Blocks ist weiterhin gegeben. Es gibt drei verschiedene Typologien, die sich jeweils in ihrer Art und Funktion unterscheiden, dadurch wird es möglich, vielfältige Wohnungsgrößen und somit auch eine soziale Durchmischung des Gebietes zu erzeugen. In den Erdgeschosszonen werden Handel, Dienstleistung und Kleingewerbe vorgesehen um ein
lebendiges und funktionales Quartier zu garantieren. Die Höhenentwicklung folgt dem Prinzip, dass an jeder Platzsituation
mindestens ein Turm steht, außerdem, dass auf die bestehende
Bebauung reagiert wird und die Höhen dieser aufgenommen werden.
Auf den Schutz vor Verkehrsbelastungen ist besonders geachtet worden, wobei hier eine mögliche Transformation dieser
Schutzmechanismen bei einer eventuellen Reduktion des Verkehrs über die Jahre angedacht wurde.

Der Komplex der Stadtwerke wird zur Disposition gestellt, da er auf Grund seiner baulichen Struktur und der niedrigen Höhe nicht zur Nachverdichtung oder auch Umstrukturierung fungiert. Ebenso ist der Innenhof der Wohnbebauung im Norden nicht erhaltenswert. Hier wird eine neue Struktur und Gestalt vorgeschlagen. Zu erhalten sind sowohl die bereits sanierten Wohngebäude, als auch das im Moment entkernte und zu sanierende Bürogebäude im Süden. Ein weiterer Punkt sind die vorhandenen Bäume auf dem Areal, von denen so viele, wie möglich zu erhalten sind. Die neue Städtebauliche Gestalt des Quartiers bilden zwei Plätze und zwei Höfe. Die vier Orte des neuen Gebiets haben jeweils einen unterschiedlichen Charakter sowie eine unterschiedliche Ausführung. Die Plätze sind, erstens der neue Quartiersplatz im Inneren des Planungsareals, der sich zum Wohnviertel hin orientiert, zweitens der großmaßstäbliche Platz im Norden am Ring gelegen mit Bezug zu seinem Gegenüber. Plätze sind des weiteren durch Hochpunkte akzentuiert. Die Höfe sind, einmal ein ruhiger, grüner Innenhof zur bestehenden Wohnbebauung im Norden, und zum anderen ein Verteiler- und Erschließungshof im Süden. Im Westen des Planungsgebiets herrscht eine große Vielfalt, was die Erdgeschossnutzung angeht. Besonders um den Rotkreuzplatz, das Zentrum des Stadtviertels, ist ein sehr lebendiger und unterschiedlich genutzer Ort.Auch entlang der Landshuter Allee sind unterschiedlichte Nutzungen zu finden, von der Inneren Mission, über Schule bis hin zur Polizeistation. Im Osten dagegen befindet sich ein eher ruhiges Wohngebiet. Die Neuplaung mit dem neuen Quartiersplatz und der damit verbundenen Erdgeschossnutzung stellt nun eine Verbindung der umgebenden Gebiete dar und belebt das Wohngebiet im Osten. Das Gebiet liegt direkt an der Kreuzung von Landshuter Allee und Nymphenburger Straße, und ist somit einer sehr starken Verkehrsbelastung ausgesetzt. Im Osten des Planungsareals befinden sich lediglich kleinere Nebenstaßen, diese werden zusätzlich entlastet in dem versucht wird, den Verkehr aus diesen Straßen herauszuhalten. Eine Tiefgarage wird deshalb vom Ring her erschlossen. Die Anbindung an das Öffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut.Mit dem Rotkreuzplatz in der Nähe ist die U-Bahn leicht zu erreichen, eine Bushaltestelle direkt auf dem Gelände und auch die Trambahn ist nicht weit entfernt.

Julian Leinauer

 

Masterthesis Alexander Pieper WS 13/14

 

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Betreuer:
Prof. Andreas Meck

ein kinderheim für kenia

ein kleines dorf, ca 20 km nord westlich von der hauptstadt nairobi, ist heimat für ca. 80 heimkinder. nicht nur straßenkinder können in dem von „childrens hope home“ gegründeten kinderheim zuflucht finden, auch kinder deren eltern es sich nicht leisten können, bitten das heim um hilfe.

leider lassen die bedingungen, gerade was sanitäre einrichtungen betrifft, sehr zu wünschen übrig. aber auch die schlafräume der kinder müssen verbessert werden. im moment sind es drei dunkle, mit betten vollgestellte räume, die auch von den behörden als nicht geeignet bezeichnet werden.

es muss dringend etwas getan werden, sonst steht das gesamte heim vor dem aus und die kinder müssen zurück auf die straße.
der entwurf soll die lokale bautradition stärken und ar- beitsplätze schaffen, um auch die bindung zu dem heim in der gesamten bevölkerung zu stärken.

da sich das heim moment in betrieb befindet und es für die kinder keine ausweichmöglichkeiten gibt, habe ich meinen entwurf in drei bauabschnitte unterteilt. so wird im ersten abschnitt additiv dazu gebaut, während im zweiten und dritten abschnitt gezielt der bestand abge- tragen wird um etwas neues entstehen zu lassen.

aber nicht nur die einzelnen schritte mussten wohl überlegt sein. es gibt vor ort keine kanalisation. aus diesem grund habe ich mich für trockentoiletten entschieden. hier wird urin von kot getrennt und kann nach lagerung als bodenaufwerter, bzw. dünger verwendet werden. auch der baustoff bambus ist wohl überlegt. im moment wird sehr viel mit holz gebaut. aus diesem grunde, hat sich der waldbestand kenias von ursprünglich 15 % der landesfläche auf unter 2 % verringert . gleichzeitig wird bambus als wertvolles baumaterial nicht wertgeschätzt, und felderweise abgebrannt. was wiederrum einen verlust von grundwasserspeichern bedeutet.

 

Alexander Pieper

Masterthesis Clemens Comanns WS 13/14

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2013/2014

Betreuer:
Prof. Johannes Kappler

The Green Line – Umstrukturierung des ehemaligen S-Bahnhofs Oberwiesenfeld 

Der ehemalige Olympia S-Bahnhof im Norden Münchens wird als Fuge zwischen dem Mitt- leren Ring und der heterogenen Raumkante des angrenzenden Stadtteil Moosach wahrgenommen. Ohne seine Funktion als Bahnhof wird der räumlich funktionale Zusammenhang zwischen dem Olympiapark der ehemaligen Pressestadt und des alten Bahngeländes unklar. Um diese ursprüngliche Verbindung wieder herzustellen, wird der Raum mit einer öf- fentlichen Nutzung in das Gesamtkonzept von Günther Grzimek reintegriert.

Das Grundstück gliedert sich in räumlich unterschiedliche Zonen. Deren räumliche beson- derheiten werden so weit möglich beibehalten und neuen Nutzungen zugeführt.

Der westliche Gleisbereich, der historisch als Verbindung zwischen München und Landshut diente, wird seinem Charakter als linear durchgehende Struktur entsprechend als Fahrradt- rasse genutzt. Diese dient der besseren Anbindung zwischen der Münchner Innenstadt und dem nördlichen Naherholungsgebiet, bestehend aus mehreren mittelgroßen Seen.

Die ehemaligen Bahnsteige, die durch ihre erhöhte Position den mittleren Bereich des Grundstückes prägen sind im Entwurf als Möglichkeitsraum zu sehen. Auf dem gesamten Bahnsteigbereich werden großzügige Flächen freigehalten, die beispielsweise von den Anwohnern mit ihrem eigenen Gemüse bewirtschaftet werden. Dieses kann zum Privatgebrauch oder zum Verkauf vor Ort genutzt werden.

Der nördliche Bereich des Grundstücks eignet sich durch seine Breite als Grünfläche im klassischen Sinn. Diese Nutzung trägt dem Bedürfnis der Bewohner der Pressestadt nach einem zusammenhängenden Grünraum Rechnung.
Durch das Modullieren des Geländes hin zum Mittleren Ring entsteht ein Lärmgeschützter Bereich , der durch das Anlegen einer Wasserfläche hohe Aufenthaltsqualität gewährleistet. Die Wege werden in diesem Bereich in organischen Formen angelegt, als Erweiterung der vorhandenen von Günther Grzimek entworfenen Wege.

Zur Anbindung an das angrenzende Wohn und Gewerbegebiet wird das grüne Band mit zwei Querverbindungen überlagert. Diese brechen mit der starren Struktur der Bahnsteige und ermöglichen Querdurchlässigkeit.

Die ehemaligen Brücken, die seit Einstellung des Bahnbetriebes vor 30 Jahren ungenutzt blieben, werden nun zu „Grünen Brücken“ umgebaut. Auf den Brücken befinden sich die Fahrrad- und Fußgängerflächen. Diese werden gesäumt von üppiger Vegetation, die sich über Jahrzehnte ungestört entwickeln konnte. Um den neuen Park in der Stadt sichtbar zu machen, werden die Brücken mit Cortenstahl verkleidet.

Das Pflanzkonzept orientiert sich an den alten Lindenbeständen des Olympiaparks. Diese Bäume verbinden den östlichen Teil des Olympiaparks über den ehemaligen S-Bahnhof mit der Pressestadt. Der Bestand im Bereich des neuen Parks wird dahingehend ausgedünnt, dass Blickbezüge entstehen und topografische Besonderheiten betont werden.

Im Bereich der Gleise haben sich über die Jahre hinweg bedingt durch den groben Schot- teruntergrund vorrangig Birken angesiedelt. Diese werden soweit ausgedünnt, das der mo- mentane dichte Bewuchs zu einem Birkenhain umgewandelt wird. Desweiteren haben sich an dieser Stelle typische Balkonpflanzen angesiedelt, die über die Balkone der angrenzen- den Häuser angeweht wurden. Diese ergibt eine sehr eigentümliche Vegetation.

Bei den Querverbindungen zum angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiet passt sich das Landschaftskonzept der städtischen Umgebung an. Als Übergang zwischen der eher „rohen Vegetation“ im Gleisbereich zur statischen Bepflanzung im Stadtbereich werden gerasterte Baumgruppen aus Ahorn so gepflanzt, dass sie über Blickbeziehungen die Verbindung zum angrenzenden Park stärken. Der Ahorn dient mit seiner voluminösen Krone als Ergänzung zum alten Lindenbestand.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird als Kulturzentrum umgebaut. Ziel dabei ist es den prägnanten denkmalwürdigen Komplex in seiner Ganzheit zu bewahren, aber einer zeitge- mäßen Umnutzung zu erreichen.

Das Konzept sieht vor allem Bereiche der freien Aneignung vor. Das Untergeschoss, die ehemaligen Zugdurchfahrt, gliedert sich in zwei Räume. Der große Raum ist multifunktional und kann frei bespielt werden. Denkbar sind klassische Ausstellungen, Konzerte, Theater- aufführungen oder ein Flohmarkt. Der erhöhte Raum öffnet sich über eine Pfosten-Riegel- Fassade nach Westen über seine ganze Länge zu einem Vorplatz, der ebenfalls bespielt werden kann.

Daran gliedert sich der Kern an. Dieser beinhaltet neben einem Foyer Nebenräume, sowie Toiletten. Über diesen Bereich gelangt man über eine eingestellte Treppe in das Cafe auf der oberen Ebene. Vor diesem Cafe befindet sich der großzügige Vorplatz der mit einer Art Skulptur bespielt wird, die zum Beispiel zum Skaten, BMX-fahren oder Sitzen einlädt.

Über das eingestellte Treppenhaus erreicht man die Dachebene. Auf diesem sitzten als Ab- schluss mehrere. Streetbasketballfelder.

Clemens Comanns

Ausstellung der Masterarbeiten

 

Die Ergebnisse der Masterarbeiten des Wintersemesters 2013/2014 sind im 2. OG (Räume 214 etc.) im Flur vor den Studioräumen ausgestellt.

Informationen zur Masterarbeit SS 14 – 21.11.2013

Am Donnerstag den 21.11.2013 findet eine Informationsveranstaltung zur Masterarbeit im Sommersemester 2014  statt. Die Master-Jury Prof. Henne, Prof. Künzel und Prof. Weber laden hierzu von 14.00 – 14.30 Uhr herzlichst in den Raum 212 ein.

WEBER_MA_arbeitInfo_SS14

Masterthesis Karl Bachhammer

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/2013

Betreuer:
Prof. Andreas Meck

Volkstheater am Isartor

Masterthesis Sommersemester 2013 Karl bachhammer (Link)

Masterthesis Arzu Cetin SS 13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Betreuer:
Prof. Dunja Karcher

Städtebauliche Entwicklungsperspektiven der Küstenstadt Akçakoca – Türkei

Akçakoca – heute bekannt als eines der wichtigsten Urlaubsorte am Schwarzen Meer – Türkei.
Durch ihre Nähe zu den Großstädten Istanbul, Ankara und Bursa ist Akçakoca jeden Kurztrip wert.
Doch so war das nicht immer. Die einst 5000-Einwohner-Kleinstadt wuchs und veränderte sich orientierungslos. Historisch stand Akçakoca unter mehreren Besatzungen in verschiedensten Epochen. Ihre Wurzeln reichen bis zu 300 v. Chr..
Mit dem neuen städtebaulichen Eingriff wird der sehr unterschiedlich und fast willkürlich gewachsen Stadt neuen Halt an ihrem wichtigsten Standort gegeben: ‘An dem Übergang von Stadt zu Meer – Meer zur Stadt’.

Dieses Areal wird nach analysierten Mängel und Defiziten neu definiert, strukturiert und wiederbelebt. Da dem alten Hafen der Zerfall drohte wird als erste große Maßnahme der Um- und Ausbau des Hafenareals vollzogen. Aus den Folgen dieses Eingriffes resultiert eine ‘Corniche’. Diesem Corniche ordnen sich Topografie und Architektur an und bilden neue, für die Stadt elementare, Idendifikationsorte.

Als Fazit wird eine 3,5 km lange Küstenstrecke mit 150 000 km Areal bearbeitet.
Die Corniche (Länge) beträgt 390 m. Sie ist das verbindende Glied aller neuen Orte. Das Raumprogramm lautet folgendermaßen:
Ein – und Mehrfamilienwohnungen mit flexiblen Übernachtungsmöglichkeiten
Büro – und Gewerbeeinrichtungen
Öffentliche Einrichtungen z.B. Stadtbibliothek mit Caféteria
Kunst – und Kulturzentrum
Zwei großzügige, öffentliche Parks

Masterthesis Sommersemester 2013 Arzu Cetin

Masterthesis Ilknur Ayyildiz SS 13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Betreuer:
Prof. Piero Bruno

Das Türkeihaus am Nymphenburger Schloss

Der viergechossige Konsulatsbau in der Menzingerstraße verfügt über eine Nutzfläche von 1200 m2, die für ein Publikumsverkehr von 500 Personen pro Tag unzureichend ist. In dem Gebäude können sämtliche Funktionen einer konsularischen Vertretung nicht untergebracht werden. Um den Bedürfnissen der gestiegenen Anzahl türkischstämmiger Bevölkerung gerecht zu werden, bedarf es eines Gebäudes, das neben der Verwaltungsfunktion auch den repräsentativen Charakter erfüllt.

Die dunkle Ziegelfassade tritt in drei unterschiedlichen Texturen auf. Neben dem einfachen flämischen Verband entsteht durch Perforationen, z. B. durch Aussparun- gen vor Fensterflächen, eine abwechlungsreiche Fassade, die bestimmteBereiche an dem Gebäudekomplex hervorhebt.

Entwurf
Durch Bezugnahme auf die bauliche Situation der unmittelbar angrenzenden Nachbargebäude und damit das Eingehen auf die vorgefundenen Gegebenheiten lässt sich ein Regelwerk als Baugerüst für das zu entwerfende Gebäude entwickeln. Verbindet man die Verlaufslinien der Fluchten, welche aus den Gebäudekanten der benachbarten Gebäude hevorgehen, durch die West-Ost-Mittelachse des Grundstücks, entsteht für jeden Baukörper des Gebäudekomplexes ein Baurahmen. Somit lässt sich das Areal in einzelne Baufelder gliedern. Die Baufelder richten sich nach den Maßen des gegenüber liegenden Nach bargebäudes und werden je nach Breite und Höhe des Gegenübers mit Volumen versehen.
Durch die Anpassung an die jeweiligen Nachbarsbauten entsteht auf dem Grundstück ein Komplex aus verschiedenen Volumen und Freiräumen. Jedes der Baukörper ist mit einer bestimmten Funktion versehen und bildet zusammen mit seinem Hofelement eine Einheit. Die Baukörper sind durch einen Erschließungsweg auf der Mittelachse der Grundform des Gebäudekomplexes verbunden. Die Ost-West-Ausrichtung des Gebäudes ermöglicht jedem Gebäudeteil eine Orientierung zu den Innenhöfen hin und bekräftigt somit die verschärften Sicherheitsauflagen für Auslandsbauten.

Masterthesis – Kolloquium 07.06.2013

KOLL_2010

 

 

 

 

 

 

masterseminar – kolloquium
masterkandidaten, betreuer, jury-mitglieder
freitag 07.06.2013
09:00 – 18:00 hr, raum 212

die master-kandidaten praesentieren ihr bisheriges vorgehen bei der master-arbeit und vorlaeufige ergebnisse aus dem entwurflichen teil der master-arbeit. das kolloquium ist für alle studierende offen.

 

Masterthesis Nina Eder WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Wohnquartier West 5

Das Grundstück liegt am Rande des Stadtbezirk Laim. Es grenzt direkt an den Bezirk Sendling-Westpark an. Wir befinden uns direkt an dem U- Bahnhof Westendstraße. Das Grundstück wird von folgen- den Straßen begrenzt: im Norden die Zschokkestraße, im Südosten die Westendstraße und im Westen die Hans-Thonauer-Straße. Die Begrenzung Südwestlich erfolgt durch den Busbetriebshof der MVG.

Masterthesis Florian Fritsch WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Betreuer:
Prof. Thomas Hammer

Jury:

Prof. Johannes Kappler

Prof. Andreas Meck

Prof. Jörg Weber

Ausgangssituation

München wächst, doch wohin?
Seit Jahren ist München eine der attraktivsten Städte in Deutschland. Die Mischung aus wirtschaftlicher Stärke und kultureller Bedeutung führt zu ungebremstem Zuzug und einem stetig wachsenden Bedarf an Wohnfläche. Allein das Angebot schafft es schon lange nicht mehr, die Nachfrage zu decken. Von 2009 bis 2030 wird von Seiten des Referats für Stadtplanung und Bauordnung ein Bevölkerungsanstieg um 150.000 auf dann 1,54 Millionen Bürger prognostiziert. Das sind angenommene 10,9% Zuwachs in diesem Zeitraum. Optimistischere Schätzungen gehen sogar von bis zu 14,4% Wachstum aus. Um ausreichend Wohnraum für diese Anzahl Zuzügler zu schaffen, müssten pro Jahr ca. 9.000 neue Wohnungen entstehen. Aktuell schafft die Stadt jedoch im Schnitt nur 6.500.

Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang: Wo soll gebaut werden? Eine weitere Ausdehnung Münchens ins Umland wird kritisch betrachtet. An manchen Stellen wäre dies aufgrund von Naturschutzgebieten, wie der Panzerwiese im Norden, sogar unmöglich.
Somit bleibt nur die Verdichtung nach innen und die Konversion von nicht mehr oder nur noch mäßig genutzten Flächen.
Ehemalige Kasernen sowie Industrie-, Flughafen- und Bahnflächen werden bereits in aktuellen Planungen behandelt. So sind zum Beispiel schon neue Stadtquartiere in Riem und am Ackermann-Bogen entstanden. Auch auf dem ehemaligen Agfa-Gelände und der Bayern-Kaserne werden neue Wohnungsbauprojekte entstehen sowie in dem neu ausgeschriebenen Stadtteil Freiham im Westen der bayerischen Hauptstadt. Doch wo findet sich weiteres potenzielles Bauland, wenn diese Flächen bebaut sind?

Bauland Kleingartenanlage

Wer kennt sie nicht, die Schrebergärten? Von den einen geliebt, von anderen belächelt oder doch nur als Spießer-Biotop abgetan. Trotzdem bieten sie in der Stadt oft die einzige Chance idyllisches Grün selbst zu gestalten und sich mit eigenem Obst und Gemüse zu versorgen.
Fakt ist, ihre Lage an Bahngleisen, Autobahnen und Einfallstraßen mag oft nicht „prominent“ sein, dennoch liegen sie mitten im Stadtkörper, an oft gut zu besiedelnden Orten.
Könnten sie eine Option für Münchens zukünftige Nachverdichtung bilden?
Dieser heiklen Frage soll nun in der Masterarbeit nachgegangen werden.

Das Gebiet, welches im Folgenden untersucht wird, liegt nördlich des Westparks und der Rudi-Sedlmayer-Halle/Audi-Dom und westlich der Theresienwiese. Es befindet sich im Stadtbezirk Sendling- Westpark, unweit der Bezirke Laim im Nord-Westen und Schwanthalerhöhe im Nord-Osten.
Aufgrund seiner Größe wird in dieser Arbeit nur der südöstliche Teil abgehandelt werden, welcher eine Fläche von rund 13 Hektar aufweist. Über seine Grenzen hinaus werden jedoch auch Verknüpfungen zu einer zukünftigen Bebauung des nordwestlichen Teiles aufgezeigt, sowie tangierende Gebiete und Problematiken mit in die Aufgabenstellung einbezogen.

So soll zum einen eine Öffnung des Gebiets zum Westpark hin erfolgen, welcher derzeit durch einen Erdwall von der Siegenburger Straße getrennt ist.

Zweitens teilt der Mittlere Ring an dieser Stelle das Areal in zwei Teile und führt in der näheren Umgebung zu einer nicht zu vernachlässigenden Lärmbelastung. Hinzu kommt, dass im Süden der Anschluss der Autobahn A 96 auf den Ring trifft und dadurch das Pendleraufkommen den Ver- kehr zu den Stoßzeiten erheblich erhöht.

DIE NÄHERE UMGEBUNG

Das umliegende Gebiet unterliegt einer sehr klaren Aufteilung der Nutzungen. Entlang der Bahntrasse im Norden befindet sich ein Industrie- und Gewerbegebiet, an das sich an den südlichen Enden Wohngebiete anschließen: im Westen eine Einfamilienhaussiedlung, im Osten Der Hansapark.

Der südlich gelegene Westpark sowie weitere Kleingartenanlagen der näheren Umgebung bilden große Grünräume.
Dies wird noch verstärkt durch die zwei großen Sportplätze, die sich an die Kleingartenanlage „Land in Sonne“ anschließen. Die ansässigen Vereine sind im Norden der SV München 1880, Im Süden der FC Ludwigsvorstadt eV, Hockey-Club Rot-Weiß von 1932 eV MTC Ausstellungspark eV sowie die Basketballabteilung des FC Bayern München.

Infrastrukturell bieten sich mehrere Anknüfungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung. So liegen die S-Bahn-Trassen der S7, 20 und 27 nördlich des Areals mit der Haltestelle Heimeranplatz.

Des weiteren tangieren die U-Bahn-Linien U4 und U5 das Gebiet, mit den Haltestellen Heimeranplatz und Westendstraße.
Die Tram-Linie 18 verläuft parallel zum Mittleren Ring in der Westendstraße.Zudem liegt das Gebiet teilweise innerhalb des Mittleren Rings und könnte somit in Zukunft Kapital aus seiner innenstadtnahen Lage ziehen. Luftlinie beträgt die Strecke bis zum Zentrum etwa 6 km, bis zum Hauptbahnhof rund 5 km und bis zur Theresienwiese sind es nur ca. 3 km. Strecken also, die mit dem Fahrrad gut zu bewältigen sind.

Zielsetzung

Grundlage für die Bearbeitung des Gebietes bildet das Planspiel, dass die Stadt München dieses Areal als Baufläche freigibt, um dem herrschenden Bevölkerungsdruck entgegen zu wirken.

Wichtig ist, dass sich die Bebauung in die Umgebung integriert, Lücken zwischen den sie umgebenden Stadtteilen schließt und auf die Bedürfnisse der Nachbarschaft eingeht. Zum einen sei hier die Lücke zwischen der westlichen Siedlung und den Wohnungen im Hansa-Park genannt, zum anderen die Zusammenführung der drei, den Westpark und die Kleingartenanlage umgebenden Stadtbezirke.

Das neu entstehende Gebiet soll zudem fußläufige Verbindungen und die Benutzung des Fahrrades oder ähnlicher Fortbewegungsmittel in seinem Inneren und zur Umgebung hin favorisieren und die interne Verwendung des Automobils weitest- gehend unnötig machen. Ein komplett autofreies Quartier wird jedoch nicht angestrebt. Die Straßenquerschnitte werden von kleinen Gassen bis zu breiteren Anlieferstraßen reichen. Einzige zielgerichtete Gebietsquerung soll jedoch der Mittlere Ring bleiben.

Das neue Wohngebiet soll bei einer möglichst hohen Dichte dennoch maximale Attraktivität bieten. Es soll sich an dem Begriff des Stadtteilzentrums orientieren und diesen auch spürbar abbilden. Freiräume sollen im Rahmen der Möglichkeiten großzügig ausgebildet werden. Vor allem Elemente wie Wasser, Spielgeräte und Bepflanzung sollen das Stadtbild auflockern. Auf größere ebenerdige Grünbereiche wird hier jedoch aus zwei Gründen verzichtet werden:
Zum einen erstreckt sich direkt im Süden des Geländes der Westpark, zum anderen wird die erlebbare Dachbegrünung als Ersatz für großflächige zwischenbauliche Grünflächen fungieren.

Im Folgenden sollen neben den selbstverständlich an einen Stadtteil gestellten Forderungen vor allem vier wichtige Problemstellungen abgearbeitet werden:

  • Die Entwicklung eines funktionierenden Konzeptes zur Schaffung eines Ersatzes für die weichende Kleingartenanlage. Dieses Konzept soll als Vision beziehungsweise Zukunftsperspektive für den Umgang mit eigenem bestellbarem Land in unseren Städten fungieren.
  • Die Errichtung eines Stadtteilzentrums im Sinne der Münchner Stadtentwicklung um die nähere Umgebung für die Bewohner attraktiv zu gestalten.
  • Die Auseinandersetzung mit der Schallbelastung des Mittleren Rings, die dennoch eine Zusammengehörigkeit des Gebiets nicht beeinträchtigen soll.
  • Die Bereitstellung attraktiver, bezahlbarer Wohnungen in adäquater Dichte, zur Lösung des in München herrschenden Wohnungsmangels.

Kleingartenanlage

Die erste wichtige Aufgabe ist, einen geeigneten Umgang mit den bestehenden Kleingärten zu finden.
In dem angenommenen Szenario werden diese einer dichten Wohnbebauung weichen müssen. Teil der Untersuchung wird nun, wie man verhindern kann, dass die Gärten sang- und klanglos verschwinden. Vielmehr wird angestrebt, eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, inmitten dichter Stadtstrukturen private Gartenbaukultur zu betreiben.

Die Idee ist in ihrer Formulierung bereits lange vorhanden. Schon Le Corbusier entwickelte in seinen fünf Punkten zu einer neuen Architektur das Bild des sinnvoll genutzten Daches als Ausgleich für die beim Bau verbrauchte Fläche.

Auf Grund des technischen Fortschritts der vergangenen Jahrzehnte sind wir heute, noch viel mehr als zu seinen Zeiten, in der Lage die Dachfläche gärtnerisch zu bewirtschaften. Dies geschieht jedoch in den seltensten Fällen. Eine Kiesschicht oder dünner Humus, bepflanzt mit witterungsresistenten Kräutern und Gräsern scheint alles zu sein, was unsere Fantasie hergibt.

Um also das „Land in Sonne“ nicht vollständig untergehen zu lassen, soll hier ein Konzept entwickelt werden, die Dachflächen der Gebäude als zweite parzellierbare Ebene zu nutzen: als Privatgartenanlage aufgelockert durch Parks mit fußläufiger Verbindung von Dach zu Dach. Selbstverständlich kann hierdurch nicht die gesamte Kleingartenanlage in ihrem jetzigen Umfang fortbestehen, doch soll dies als Pilotprojekt dienen und als Rechenexempel aufzeigen, wie viel Dachfläche bei Neubauprojekten nötig ist, um die bestehende Nachfrage an Kleingärten zu decken.
Zudem würden diese dann in Zukunft kein autistisches Dasein an Bahnanlagen und stark befahrenen Straßen mehr fristen, sondern direkt in die Siedlungs- und Gesellschaftsstruktur integriert.

Stadtteilzentrum

Siedlung? Nein, Stadt!
Die Lage des gegebenen Areals bietet eine bunte Mischung aus Standortvor- sowie Nachteilen.
Zu den Vorteilen zählen mit dem Westpark und den ansässigen Sportvereinen die Nähe zu Erholung und Freizeit. In deren Gefüge befindet sich mit dem Audi-Dom auch die Heimarena der Basketballabteilung des FC Bayern München. Aufgrund der steigenden Popularität der Sportart in Deutschland kann sich dies in Zukunft zum Anziehungspunkt für das neue Quartier entwickeln.

Anders sieht es jedoch mit den alltäglicheren Annehmlichkeiten aus. In den im Norden und Westen befindlichen bebauten Gebieten gibt es nur rudimentär Einrichtungen wie Restaurants, Cafés, Supermärkte. Zudem liegt das Gebiet außerhalb der Reichweite zweier benachbarter Stadtteilzentren, weswegen sich die Einrichtung eines solchen Zentrums vor Ort anbieten würde. Dies würde zusätzlich zu gastronomischen Einrichtungen auch kleinere Einkaufspassagen und größere kulturelle Angebote beinhalten. Anzudenken und zu überprüfen wären die Errichtung von: Kino, Bücherei, Kindergarten, Schule, Jugendtreff, Gemeindezentrum, Fitnessstudio, etc.

Ein entstehendes Zentrum könnte außerdem helfen, die räumliche Trennung der Bezirke Sendling-Westpark, Laim und Schwanthalerhöhe aufzuheben und diese näher zusammenrücken zu lassen.

Mittlerer Ring

Eine weitere wichtige Aufgabe ergibt sich aus dem hohen vorherrschenden Verkehrsaufkommen. Durch die A 96 gelangt ein Großteil der westlichen Pendler in die Stadt und verteilt sich über den Mittleren Ring. Dieser teilt die Kleingartenanlage in zwei Hälften. Daraus resultiert eine hohe Lärmbelastung vor allem in direkter Nachbarschaft zur Straße. Prädestiniert wäre diese Gegend daher für eine weniger schallempfindliche Bebauung, wie zum Beispiel Gewerbe. Doch liegen Münchens derzeitige Defizite nicht im Bereich des Gewerbes, sondern im Mangel an Wohnraum. Und obwohl hier erst einmal nur der südliche Bereich Teil der Aufgabenstellung ist, soll doch das Gebiet als ein zusammenhängendes Areal gesehen und auch so behandelt werden. Daher empfiehlt sich, zu untersuchen, wie ein möglichst attraktiver Übergang für den Mittleren Ring und ein Zusammenwachsen der beiden Hälften geschaffen werden kann. Um einen möglichst reibungslosen Austausch zu gewährleisten, sollen die Möglichkeiten einer vollständigen Untertunnelung und einer teilweisen Tieferlegung des Straßenniveaus (wie im nördlichen Teil schon geschehen) geprüft werden.

Sollte im Verlauf der Planung eine Variante weiter bearbeitet werden, die die Lärmbelastung nicht ausreichend reduziert, so müssten an dieser Stelle des Quartiers besondere Wohnungsformen entstehen. Lärmschutzbebauung mit Wohnnutzung sind immer eine schwierige Angelegenheit, jedoch kein Ding der Unmöglichkeit. Bereits jetzt existieren Projekte, die Wohnen am Ring ermöglichen.

Wohnungsbedarf

Münchens Stadtbezirk 7, Sendling-Westpark, in dem das Entwurfsgebiet liegt, ist einer der Bezirke, die laut Prognose ein leicht überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum verbuchen können. Die Bevölkerung dieses Stadtteils wird um ca 11,6% von rund 53.000 auf rund 59.000 im Jahr 2030 anwachsen. Dies resultiert vor allem aus Zuzügen von Extern, sowie einer höheren Geburten- gegenüber der Sterberate. Das Durchschnittsalter lag zum Startpunkt der Prognose im Jahr 2009 bei 42,4 Jahren und wird sich bis 2030 voraussichtlich auf 41,8 absenken. Auf 100 Wohnberechtigte kommen derzeit 22,7 unter 20-Jährige. Diese Zahl wird auf 24,6 ansteigen. Wohingegen der Anteil der über 65-Jährigen von 29,7 auf 28,0 zurückgehen wird.

Sendling Westpark ist somit weder ein besonders alter, noch ein besonders junger Bezirk. Wohnungen müssen also gerade hier für die volle Bandbreite der Bevölkerung geplant werden. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München geht unter jetzigen Vorzeichen von einem Wohnungsbedarf in diesem Bezirk von rund 1.200 Wohneinheiten bis 2030 aus. Ungeachtet dessen bleibt aber die generelle Problematik bestehen, dass viele Bezirke den ihnen in Aussicht gestellten Zuwachs nicht bewältigen werden können. Das heißt, große Ersatzflächen müssen gesucht werden, die den Überschuss an Zuzüglern aufnehmen können. Darum wird die Gesamtplanung des Areals über die oben genannte Anzahl hinausgehen. Erklärtes Ziel ist es, mehr Wohnraum als die geforderten 1.200 Einheiten bereit zu stellen. Längerfristig kann man auch noch davon ausgehen, dass das geplante Stadtteilzentrum über einen gewissen Zeitraum hin seine Anziehungskraft entfalten und sich Sendling-Westpark in Zukunft zu einem weit attraktiveren und gefragteren Bezirk entwickeln wird.