Spontaneous Urbanism – Temporary Theatre

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Drs. Ir. Like Bijlsma Fellow HMU    

Differences between Public Places

There are several public places in Finale, people like to go to. Some of them are for leisuretime activities (e.g. the giardini) and others are next to important public buildings, like the Old Townhall, the Clocktower, the Castello, the Teatre or a good restaurant.

For our intervention we chose the place in front of the theatre which is also next to the Castello and therefore a very important and lifely place with a variety of shops and restaurants nearby that activate the area.

Changes of Public Buildings

After the earthquake there were some quite remarkable changes in public domain, mainly because of damaged civic buildings, that are not functioning anymore and can not be used.

The Nolli-Map showes the differences before and after: the Castello, the Theatre and the Church can not be entered anymore and also some parts of streets are blocked now. To replace the Theatre, the people of Finale built some tents in front of the damaged one.

Our Intervention – A Temporary Theatre for Finale

Appearently the Finalese need a Theatre to keep their activities there alive.
The white tents they use at the moment are neither practical (because they are

way too small) nor nice to look at. They also have a temporary stage in the giardini
at the moment, which they use for many differen events, like concerts, plays, judo performances and so on. Our idea was to make a Semi-temporary Theatre, which can be used for different types of events: of course for theatre performances and rehearsals but also for bigger gatherings, concerts and other events.

The stage itsself rises about 1,5m above street level and has a solid roof, which protects it from rain, etc. From this roof four ropes are tightened to the wall of the old theatre, supported by several pillars. On these ropes People can pull out sails that cover the viewing area and protect the audience from sun and light rain.

The roof of sails and the facade of the old theatre and the trees create a nice, light, open atmosphere that matches the situation much better than the tents. Somehow it also reflects the attitude many people have towards the erarthquake:

It’s time for a fresh start; you can change things in your life which you probably would have never changed without the incident. By now many people see the earthquake as kind of a blessing in desguise.

One example for this, is Martina, who started her own Cafééé right next to the old theatre. it’s a mix of coffeeshop, bookstore and a place for occasional music sessions, just like a public living room.

That is also a reason, why we think, the place is perfect for our stage. Lots of people who go to Martina’s Café are probably interested in using the stage somehow and the other way around. So the real intervention behind all this, “the goal”, is to bring those active and open minded people together to create something special.

Nina Nikolaus, Julian Leinauer

Temporary Shelter – Container Kapelle

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Ruth Berktold  – Fachprojekt Temporary Shelter      

Aufgabe des Fachprojekts war es „Temporary Shelters“ für Katastrophengebiete, wie beispielsweise das Erdbebengebiet in Norditalien zu entwickeln. Der Entwurf sieht über die Notwendigkeit einer temporären Behausung hinaus, die Entwicklung eines portablen Gebetsraumes vor. Denn neben der Unterbringung der betrof- fenen Menschen in Wohnunterkünfte spielt die Glaubensausübung in diesen Gebieten eine große Rolle. Gerade in solchen Extremsituationen des Verlustes ist es für viele Menschen wichtig ihren Glauben ausüben zu können. Denn nicht nur Zuflucht vor Umwelteinflüssen in Behausungen, sondern auch Zuflucht im Glauben ist von großer Bedeutung.

Der Entwurf berücksichtigt die Notwendigkeit einer schnellen Hilfe im Katastrophenfall. Die Kapelle wurde daher aus einem Standardschiffscontainer entwickelt. Dieser erlaubt durch seine genormten Maße einen weltweit uneingeschränkten Transport, per LKW, Schiff oder Flugzeug. So ist das schnelle Erreichen des be- troffenen Gebietes gewährleistet. Durch das Exdrudieren zweier Volumen aus dem Container wird die Raumgröße verdoppelt. Dadurch wird die Nutzung als Ge- betsraum möglich. Beim Transport werden diese zwei Teile eingefahren, sodass die Kapelle innerhalb kürzester Zeit weiter transportiert werden kann.

Der eigentliche Gebetsraum wird über einen Vorbereich betreten. In diesem befindet sich das Weihwasserbecken und Stauraum für Teile, die für den Aufbau der Kapelle notwendig sind. Der Gebetsraum ist mit Holzlamellen ausgekleidet, dessen Grundriss auf einer ovalen Form basiert. Über ein Oberlicht fällt Tageslicht in die Kapelle und wird über die Lamellen gefiltert, Bei Nacht wird der Raum diffus über farbige LEDs in seitlichen Wandschichten erhellt, die über auf dem Dach befestigte Photovoltaikzellen mit Energie versorgt werden. Am Ende des Containers ist die Sakristei, mit Platz für Gebetsutensilien untergebracht. Um die Kapelle auch nach außen als „Haus des Herren“ sichtbar zu machen, werden die äußeren Stahltrapezbleche mit Motiven aus der Bibel versehen. Dadurch wird dem Äu- ßeren die Schlichtheit genommen, ohne die Herkunft als Container zu verleugnen.

Das Ausziehen des Containers erfolgt über ein Schienensystem das an der Decke und im Boden angebracht ist. Die innen mit Vakkuumdämmung beplankten „Seitentaschen“ werden so zum Teil des Innenraumes. Nach dem Ausfahren wird der Boden mit Holzplatten versehen, in die die Bestuhlung und der Altar verankert werden. Die Möbel werden beim Transport im Stauraum im Eingangsbereich gelagert und gesichert. Bei Benutzung des Containers als Veranstaltungsort wird die Möblierung weggelassen, sodass eine ebene nutzbare Fläche entsteht.

Clemens Comanns

Studio II – In Case of Finale..

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Johannes Kappler, Prof. Frederik Künzel

In Case of Finale..

Ort

Finale Emilia ist eine norditalienische Gemeinde (16.000 EW) und liegt ca 35km nord-östlich von Modena, in der Emilia Romagna. Ende Mai 2012 wurde, vor allem die Innenstadt Finales, von einem Erdbeben stark beschädigt und viele historische Gebäude wurden zersört.

Konzept

Die Gesamt-Idee ist, eine Reihe von verschiedenen, vorhandenen Plätzen, aufzuwerten, den jeweiligen Charakter zu stärken und ihre Bedeutung in einen ganzheitlichen Kontext zu stellen. Das Ganze soll vor allem durch das Wegnehmen einzelner zerstörter Gebäude und das Hinzufügen von Vegetation passieren.

Die gewählte Platzabfolge besteht aus einer bisher privaten Villa, die in ein Restaurant ungewandelt wird, einem kleinen steinernen Platz, der durch das angedachte Gewerbe eine neue Bedeutung bekommt, dem „Neuen Zentrum“ rund um das Castello mit Einzelhandel, Cafés und dem schon vorhandenen Theater und dem alten Kirchengelände, das in einen Kindergarten umfunktioniert wird.

Ziel ist, das Erdbeben zu nutzen, um eine, für italienische Städte, einzigartige Chance wahrzunehmen den historisch geprägten Stadtkern neu zu strukturieren und die Bedürfnisse der Bewohner bezüglich Anspruch und Lebensqualität an die heutigen Standards anzupassen.

Nina Nikolaus, Anna Leicht

Studio I – Sanierung einer alten Scheune SS13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Prof. Piero BrunoProf. Martin Zoll

I Fabriccatti Rurali

Das ländliche Haus ist Teil des kulturellen Erbes von Finale Emilia. Bereits etwa 150 Jahre alt, liegt der Bauernhof «Bellezanta» im Grenzgebiet des neuen Stadtzentrums von Finale Emilia. Das Gebäude von cirka 300 m2 ist als Stall für Kühe und zur Lagerung von Futtermittel verwendet worden und dient jetzt als Lagerraum und Garage für das zugehörige Familienhaus.

Es wird von zwei zeitgenössischen Phäno- menen bedroht: die Erweiterung des historischen Stadtzentrums mit weitläufigen Häusern und die Modernisierung der Land- wirtschaft in der Poebene.

Das Erdbeben in Finale, das auch direkt den Bauernhof betroffen hat, ist nun eine Gelegenheit dieses Erbe zu retten.

Typologie

Zwei städtische Formen befinden sich in der Nähe des Projektgrunstücks. Zunächst Einfamilienwohnungsbau von «Schlangenstraßen» erschlossen und dann neue öffentliche Gebäude (Rathaus, Schule, Bibliothek), die eine Reihe Monumentalbauten bilden.

Eine neue Funktion für die Scheune zu finden könnte die notwendigen Investitionen für die Renovierung rechtfertigen. Als Restaurant und Pension öffnet sich das neue Gebäude zu der neuen Innenstadt und zieht Touristen an einen ungewöhnlichen Ort.

Die zwei längen Gebäude des Hotels gliedern sich in die bestehenden Bäume und umschliessen einen grünen Hof. .  Die Garage im Erdgeschoss bietet mehr Privatheit für die Gäste und erschliesst die Arkaden am Garten.

Zwei Wasserbecken trennen den Garten vom Hof des Restaurants.

Im Obergeschoss ist der Essbereich voll verglast, und über die ganze Ebene offen. Man hört von unten Geräusche vom Restaurant und hat auch einen Blick auf das Cafe. Im Erdgeschoss liegen Lobby, Cafe und Küche auf einer Ebene und sind durch Öffnungen in die bestehenden Innenwände verbunden. Die Küche ist direkt mit dem Frühstückbereich verbunden und versorgt den Essbereich durch einen Speiseaufzug.

Das Restaurant oben bleibt verschattet. Es bleibt dort kühl und bietet zwei Ausblicke: auf den Garten und in die Landschaft.

Die Grunstücksgrenze im Süden ist geradlinig und beruhigend. Im Norden grenzt das Grunstück an das freie Feld.

Konstruktion

Diee Scheune besteht aus Ziegelwänden, Ziegelstützen, und einen schweren Holzdachstuhl mit Dachziegeln. Die Stützen sind schwer beschädigt und müssen un- terstüzt werden. Die Holzbalken und Dachziegeln werden teilweise wiederbenutzt.

Das alte statische Konzept des Gebäudes ist schon gut, die Erbebensicherheit wurde aber nicht berücksichtigt. Die Symmetrie des Gebäudes, sein Massenzentrum, führen dazu, dass der Kern des Gebäudes die horizontalen Lasten sehr gut übernehmen kann.

Das Gebaüde wird teilweise innengedämmt. Die thermische Trennung liegt zwischen den breiten Stützen und liegt hinter den dünnen Stützen. Die Ziegel sind dadurch von aussen immer sichtbar.

Jeder Raum hat eine verschiedene Verglasung und bietet eine andere Atmosphäre. Im Erdgeschoss im Cafe bringt das transluzente Glass ein gedämpftes Licht.

Ein neue Stahlstruktur verstärkt das Dach. Es führt die horizontalen Lasten auf den In- nenkern des Gebäudes.

Die freien aussenliegenden Stützen nehmen nur die senkrechte Last auf und brauchen dadurch kein grosse Unterstützung. Sie wer- den mit eine Betoninjektion verstärkt.

Die inneren Stützen sind schmaler, und liegen auf einen Sockel. Sie nehmen viel mehr Last auf, und brauchen eine starke Unterstützung um die horizontalen Lasten zu übernehmen. Sie werden zu zweit durch massive Betonwände oder Stahlrahmengekoppelt.

Romain Perrot-Minot

Masterthesis Arzu Cetin SS 13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Betreuer:
Prof. Dunja Karcher

Städtebauliche Entwicklungsperspektiven der Küstenstadt Akçakoca – Türkei

Akçakoca – heute bekannt als eines der wichtigsten Urlaubsorte am Schwarzen Meer – Türkei.
Durch ihre Nähe zu den Großstädten Istanbul, Ankara und Bursa ist Akçakoca jeden Kurztrip wert.
Doch so war das nicht immer. Die einst 5000-Einwohner-Kleinstadt wuchs und veränderte sich orientierungslos. Historisch stand Akçakoca unter mehreren Besatzungen in verschiedensten Epochen. Ihre Wurzeln reichen bis zu 300 v. Chr..
Mit dem neuen städtebaulichen Eingriff wird der sehr unterschiedlich und fast willkürlich gewachsen Stadt neuen Halt an ihrem wichtigsten Standort gegeben: ‘An dem Übergang von Stadt zu Meer – Meer zur Stadt’.

Dieses Areal wird nach analysierten Mängel und Defiziten neu definiert, strukturiert und wiederbelebt. Da dem alten Hafen der Zerfall drohte wird als erste große Maßnahme der Um- und Ausbau des Hafenareals vollzogen. Aus den Folgen dieses Eingriffes resultiert eine ‘Corniche’. Diesem Corniche ordnen sich Topografie und Architektur an und bilden neue, für die Stadt elementare, Idendifikationsorte.

Als Fazit wird eine 3,5 km lange Küstenstrecke mit 150 000 km Areal bearbeitet.
Die Corniche (Länge) beträgt 390 m. Sie ist das verbindende Glied aller neuen Orte. Das Raumprogramm lautet folgendermaßen:
Ein – und Mehrfamilienwohnungen mit flexiblen Übernachtungsmöglichkeiten
Büro – und Gewerbeeinrichtungen
Öffentliche Einrichtungen z.B. Stadtbibliothek mit Caféteria
Kunst – und Kulturzentrum
Zwei großzügige, öffentliche Parks

Masterthesis Sommersemester 2013 Arzu Cetin

Masterthesis Ilknur Ayyildiz SS 13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Sommersemester 2013

Betreuer:
Prof. Piero Bruno

Das Türkeihaus am Nymphenburger Schloss

Der viergechossige Konsulatsbau in der Menzingerstraße verfügt über eine Nutzfläche von 1200 m2, die für ein Publikumsverkehr von 500 Personen pro Tag unzureichend ist. In dem Gebäude können sämtliche Funktionen einer konsularischen Vertretung nicht untergebracht werden. Um den Bedürfnissen der gestiegenen Anzahl türkischstämmiger Bevölkerung gerecht zu werden, bedarf es eines Gebäudes, das neben der Verwaltungsfunktion auch den repräsentativen Charakter erfüllt.

Die dunkle Ziegelfassade tritt in drei unterschiedlichen Texturen auf. Neben dem einfachen flämischen Verband entsteht durch Perforationen, z. B. durch Aussparun- gen vor Fensterflächen, eine abwechlungsreiche Fassade, die bestimmteBereiche an dem Gebäudekomplex hervorhebt.

Entwurf
Durch Bezugnahme auf die bauliche Situation der unmittelbar angrenzenden Nachbargebäude und damit das Eingehen auf die vorgefundenen Gegebenheiten lässt sich ein Regelwerk als Baugerüst für das zu entwerfende Gebäude entwickeln. Verbindet man die Verlaufslinien der Fluchten, welche aus den Gebäudekanten der benachbarten Gebäude hevorgehen, durch die West-Ost-Mittelachse des Grundstücks, entsteht für jeden Baukörper des Gebäudekomplexes ein Baurahmen. Somit lässt sich das Areal in einzelne Baufelder gliedern. Die Baufelder richten sich nach den Maßen des gegenüber liegenden Nach bargebäudes und werden je nach Breite und Höhe des Gegenübers mit Volumen versehen.
Durch die Anpassung an die jeweiligen Nachbarsbauten entsteht auf dem Grundstück ein Komplex aus verschiedenen Volumen und Freiräumen. Jedes der Baukörper ist mit einer bestimmten Funktion versehen und bildet zusammen mit seinem Hofelement eine Einheit. Die Baukörper sind durch einen Erschließungsweg auf der Mittelachse der Grundform des Gebäudekomplexes verbunden. Die Ost-West-Ausrichtung des Gebäudes ermöglicht jedem Gebäudeteil eine Orientierung zu den Innenhöfen hin und bekräftigt somit die verschärften Sicherheitsauflagen für Auslandsbauten.

Studio III Unikat & Serie – Aparthotel am Rainberg

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Arthur Wolfrum

Unikat & Serie – Der Rainberg in Salzburg 

Torre dei Modenesi Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Piero Bruno und Prof. Gilberto Botti

Torre dei Modenesi – Rekonstruktion eines vom Erdbeben zerstörten Stadtturms 

entscheidungsfindung

die detailgenaue rekonstruktion wird abgelehnt. der
alte turm bzw. die turmruine wird unverändert bestehen gelassen. als aktiver zeuge der geschehnisse wird sie als narbe der stadt akzeptiert. dimension und charakter sind die nachzubildenden eigenschaften, mit zeitgemäßen baustoffen und angepasster nutzung. in unmittelbarem abstand wird der zerstörte turm rekonstruiert. die höhe, die form und die bei der zerstörung bestehende funkti- on wird dabei rekonstruiert. die zum zeitpunkt der zer- störung bestehende funktion beschränkt sich dabei auf räumliche gestaltung des ortes, die erinnerung an die vergangene gestalt der stadt, die akustische präsenz, durch die glocke und die vermittlung von zeit.

position

als städtebauliches element wird der turm in das zen- trum des ehemaligen hafenbeckens gerückt. die his- torische position wird relativ beibehalten im bezug auf blickbeziehung zum kastell und der entfernung zum mit- telalterlichen hafenbecken. die wasserfläche ergänzt den turm als hommage an das ehemalige hafenbecken. die komposition der wasserfläche und des rekonstruierten turms nimmt die mittelalterlichen bewegungsachsen auf und leitet den verkehr zwischen turm und hafenbecken hindurch.

gestaltung


als material übernimmt sichtbeton die homogene wir- kung der kleinteiligen ziegelkonstruktion. erinnerungen an die äußere gestalt wird durch einätzen der ziegel- struktur in den sichtbeton aufrechterhalten. der sockel, kenntlich durch die darstellung der bruchstelle, wird dabei jedoch ausgespart, weshalb rekonstruktion und ruine ergänzend die vergangenen ereignisse schildern.

ort der erinnerung


erinnerungen an die stadtgeschichte und mittelalterliche stadtstruktur werden im untergeschoss thematisiert. der rekonstruierte turm vergrößert als bindeglied der histo- rischen geschehnisse den raum und schafft gleichzeitig belichtung und räumliche hierarchie. über weitere aus- sparungen in der decke werden die alten gemäuer be- lichtet wodurch zugleich die mittelalterliche struktur auf dem oberirdischen platz nachgezeichnet wird. begehbar über eine rampe entlang der wasserfläche, gelangt man auf das niveau des ehemaligen hafenbeckens. gespeist von der oberirdischen wasserfläche wird der alte hafen wieder geflutet. das wasser fließt dabei an der südlichen kante des wasserbeckens herab in den alten hafen, was durch die rampe erfahrbar wird und atmosphärisch einleitet. die dort freigelegten hafenmauern erzählen in verbindung mit relikten des alten turms die geschichte von Finale Emilia und schaffen einen ort der erinnerung, des gedenkens und der ruhe.

 

Sommerfest 2013

news12~1

Endlich ist es wieder so weit. Die Fakultät verabschiedet ihre Bachelor & Masterabsolventen von 2013 mit allen Studierenden, Lehrenden, einer großen Grillparty und Stadtbaurätin Frau Prof. Dr. Elisabeth Merk.

31. Juli 2013, ab 13:00
Sommerwiese Barerstrasse Ecke Karlstrasse
Fakultät für Architektur
Karlstrasse 6
80333 München, DE

MUC & MORE – Kreativplattform und neues Wohnen WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Johannes Kappler

MUC & MORE – Schlachthofviertel – Großmarkthallenareal München – Kreativplattform und neues Wohnen 

Ist-Zustand:

Einige Teile des Markthallenareals müssen saniert werden. Ebenfalls wer- den einige Teile des Schlachthofareals wenig genutzt. Die Gleisharfe wird auf- grund des steigenden LKW-Transports nicht mehr so intensiv frequentiert. Insgesamt handelt es sich beim Markthallen- und Schlachthofareal um 33ha. Diese Flächen befinden in den Stadt- teilen Isarvorstadt und Sendling, somit im Kerngebiet Münchens. Eine Fläche, die somit nicht komplett ausgeschöpft.

Soll-Zustand:

Der Bereich der Markthalle wird im Bereich der Gleisharfe umverlegt. Da- durch entstehen im Südlichen Bereich des Markthallenareals freie Flächen, die nun zu einem Wohnquartier aus- gebaut werden. Ebenfalls werden die noch verbleibenden Nutzungen des Schlachthofareals auf dem Markthallenareal untergebrach. Dort entsteht neues Wohnen und ein neues Zentrum für das gesamte Gebiet. Es entsteht eine kreative Plattform.

 

MUC & MORE – Reaktivierung City Parkhaus WS 12/13

Hochschule München Fakultät 01 Architektur Wintersemester 2012/13

Prof. Johannes Kappler

Muc & More – Die zeitgemäße Stadt Prof Johannes Kappler – Reaktivierung City Parkhaus Clemens Comanns 

Zentral gelegen zwischen Frauenkirche, Marienplatz und Hofstatt fristet das Hir- mer Parkhaus seinem Dasein als ungeliebter Funktionsbau, dessen Nutzen als Parkfläche vor Allem vom ansässigen Einzelhandel geschätzt wird. Seine 503 Stellplätze können jedoch, laut Stadt im geplanten Parkhaus unter dem Thomas Wimmer Ring ausgeglichen werden. Auch das Parkhaus am Stachus, das wie auch das Hirmer Parkhaus nicht voll ausgelastet ist, könne parkende Besucher aufnehmen. Auch unter den Neubauten an der Sattlerstraßen sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten entstehen.

Die Solitärstruktur des Postgebäudes schließt einen Blockrand im Westen ab. Die Ergeschosszone wird als Dienstleistungsbereich genutzt. Die im Stil der 50er Jahre strukturierte Fassade besitzt das Potenzial den Platz städtebaulich zu verorten und aufzuwerten.

Als wichtiger neuer Stadtbaustein in der Innenstadt Münchens befindet sich die Hofstatt momentan im Bau. Die im Inneren des Kompexes verzweigte Passage mündet auf den Platz, direkt gegenüber der Kaufingerpassage. Die für solvente Mieter und Käufer angelegte Architektur des Objekts findet im Parkhaus kein entsprechendes Gegenüber. Dadurch wird dessen funktionsbedingte Schlicht heit überhöht und negiert. Die zukünftige Nutzung der Hofstatt sieht auch ver- mehrt Wohnen im hochpreisigen Niveau vor. Vor dem Postgebäude befindet sich der Platz, der durch die Solitärstruktur des Postgebäudes bestimmt wird. An den Seiten wird dieser durch die Schaufas sade der entstehenden Hofstatt und einem Bürokomplex gefasst. Gegenüber des Postgebäudes steht das Parkhaus, dessen introvertiertes Äußeres, bedingt durch die Funktion, dem Platz nicht gerecht wird.

Gegenüber dem derzeit geplanten Eingang zur Hofstatt mündet das Ende der Kaufingerpassage, die eine direkte Verbindung zur belebten Münchner Fuss- gängerzone bietet. Durch die Nutzung des Platzes als Park- und Anlieferzone, kann dieses Potenzial nicht ausgeschöpft werden. Der spärliche Grünbewuchs trägt nur bedingt zur dauerhaften Aufenthaltsqualität bei. Grünbereiche sind in der gesamten Innenstadt spärlich vorhanden. Zusätzlich wird die Zufahrt zum derzeitigen Parkhaus über den Platz abgewickelt.

Vision München muss sich gegenwärtig und zukünftig mit den Phänomenen ei- ner stark wachsenden Stadt auseinandersetzen. Siedlungsdruck auf der einen, Investitionsdruck auf der anderen Seite machen einen nachhaltige gesunde Stadtentwicklung schwer möglich. Darum rücken Vergessene Orte immer mehr in den Fokus. Orte an denen sich mit kreativen Mitteln große Potenziale schöp- fen lassen: Einer dieser Orte ist das Hirmer Parkhaus. Als Parkfläche bald nicht mehr gebraucht, soll es abgerissen und wie so oft Luxuswohnen weichen. Der Gegenentwurf will mit den bestehenden Strukturen einen progressiveren Stadt- baustein setzten. Bezahlbares Studentenwohen in prominenter Lage. Gleich- zeitig werden bestehende räumliche Defizite beseitigt und neu verknüpft. Durch Leichtbauweise und Erhalt der Struktur bleibt das Konzept bezahlbar. Öffentliche Promenade Das Parkhaus wird über ein Rampensystem für den fließenden Verkehr erschlossen. Zwei Treppenhäuser wickeln die vertikale fußläufige Erschließung ab. Das Potential der Rampe ergibt sich durch das Wegfal- len der ursprünglichen Nutzung. Durch die Umnutzung als öffentliche Fußgän- gerrampe ergibt sich eine außergewöhnliche Art der Erschließung. Im Sinne Le Corbusiers schreitet der Besucher durch das Gebäude, wird durch Entschleu- nigung und sich änderten Blickbezüge durch den Komplex geführt. Die Rampe verknüpt die innere Struktur des Gebäudes mit der Stadt. So wird die Stadt über fünf Etage weitergeführt, bis sie in einem öffentlichen Bereich im obersten Stockwerk endet.

Grünkonzept Der Innenstadtbereich Münchens zeichnet sich durch seinen hohen Grad an Versiegelung der Bodenplatte aus. Dies ist durchaus im Sinne der historischen Bausubstanz, kann man den Kernbereich Münchens doch als steinerne Stadt bezeichnen. Grünraum wird dennoch benötigt, ein immer wäh- render Bürgerwunsch. Die Umnutzung des Parkhauses bietet die Möglichkeit solche Räume zu schaffen. Als vertikaler Abschluss der öffentlchen Promenade entsteht ein parkartiger Dachgarten, der seine Ergänzung in der Umgestaltung des Platzes vor dem Postgebäude erhält.

Mikrostruktur Parkhaus Das Nutzungskonzept des ehemaligen Parkhauses sieht eine Mischung aus Studentenwohnen und Grünbereichen vor. Eine Nut- zung, die umringt von hochwertigen Wohnen als zusätzlicher Stadtbaustein notwendig ist, fehlt dieser bisher im Innenstadtbereich gänzlich. Die Idee ist es, die horizontale Nutzungsstruktur der Stadt in eine vertkale Mikrostruktur zu übersetzen. Ein vertikaler Stadtbaustein.

Nutzungsverteilung Erdgeschoss

Im Norden des Komplexes befindet sich die Fußgängerzone der Stadt München. Die Erdgeschossnutzung setzt sich dementsprechend aus Einzelhandel und Gastronomie zusammen. Durch den Bau der Hofstatt entsteht auch im Süden vermehrt Einzelhandel. Einzig im Westbereich findet sich Wohnen im Erdgeschossbereich. Der zukünftige Bau soll einen Nutzungsmix aus Studen- tenwohnen Gastronomie und Grün erhalten. Idee ist die horizontale flächige Nutzungsstruktur der Stadt in einen vertikalen Komplex zu übersetzen.

Erschließung I Anbindung

Das Parkhaus befindet sich an der Schnittstelle zwischen Kaufingerpassage und entstehender Hofstatt. Diese weißt auch eine Einkaufspassage auf die direkt gegenüber des Kaufinger Tors an den Platz mündet. Der Platz stellt nut- zungsbedingt eine Barriere dar. Durch Umstrukturierung des Platzes als Frei- fläche wird die Querverbindung zur Fußgängerzone über die beiden Passagen hergestellt. Über das öffentliche Rampensystems des Komplexes werden Besu- cher in das Gebäude geleitet.

Grün

Der Innenstadtbereich Münchens weißt eine hohe Versiegelung seiner Boden- platte auf. Im historischen Sinne ist dies sinnvoll, wenngleich attraktive Grün- bereiche ein grundlegendes Erfordernis sind. Das neue Gebäude nutzt diese Möglichkeit und bietet mit einem großen öffentlichen Dachgarten einen Anziehu- hungspunkt im steinernen Kontext.

Erschließung Verkehr

Die momentane Nutzung als Parkhaus bringt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Bereich der Hofstatt mit sich. Die Abwicklung des fließenden Verkehrs erfolgt über die Südseite. Darüber hinaus wird der bestehende Platz mit einem ent- sprechenden Parkleitsystem belegt. Zukünftig wird der Verkehr nutzungsbedingt abnehmen und so das gesamte Quartier aufwerten. Auch der Platz kann mit anderen Nutzungen belegt werden.

Perforation

Der Kontext des Komplexes zeichnet sich durch seine Blockrandstruktur aus. Die Blockränder werden nach Innen scheinbar ohne Ordnung mit Sekundär- bauten verdichtet. Daraus ergeben sich Hofsituationen und komplexe räumliche Beziehungen. Dieses Konzept wird bei der Umstrukturierung angewandt. Das Parkaus wird nach Innen entkernt. Dadurch kann der sehr tiefe Koplex optimal belichtet und durchlüftet werden. Auch die räumliche Komplexität erhöht sich.