japan


MA_65 Fachexkursion
neu: MA_34 Schlüsselkompetenz 4 – Teilmodul 2

Der Fuji, der höchste Berg Japans, überragt die nachts hell erleuchtete Skyline des Shinjuku-Bezirks in Tokyo.

Tokyo, Japan, von Kazuhiro Nogi/AFP, publiziert am 21. Oktober 2012, www.sueddeutsche.de

 

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common ground


MA_12 Architectural Design II – Konzeptionelles Entwerfen
neu: MA_13ADRv Fachprojekt Vertiefung – Art and Design Research

Common ground + Experimente mit der Stadt

(Bild: picture alliance / dpa / Andrea Merola)

(Bild: picture alliance / dpa / Andrea Merola)


„Common Ground“ ist das Thema der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Gemeinsamer Grund für das Viele und Unterschiedene? Gibt es so etwas? Was könnte das sein? Wie kann es in und durch Architektur erscheinen?

Weil unsere Hochschule erklärtermaßen ausgesprochen „generalistische“ Architekten hervorbringen will – und wenn darunter nicht nur eine Ansammlung verschiedener Techniken gemeint ist, sondern geistige Einstellung, tiefgreifende Lebenshaltung – so ist das Thema unabdingbar.

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Texte, Ideen, Modellbeispiele zu lesen und zu diskutieren und zugleich selbst gestalterisch im Stadtraum zu experimentieren.

Prof. Dr. Franz Xaver Baier

less&more 2


MA_27 Sonderkapitel Urban Design
neu: MA_22UDv Theorie 1 Vertiefung – Urban Design (Teilmodul 2)

LESS & MORE – DIE GEPLANTE STADT
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Die Vielzahl der Themen, die im Rahmen einer anspruchsvollen Städteplanung zu koordinieren und zu harmonisieren sind, bedingen auch eine entsprechende rechtliche Komplexität der Stadtplanung. Immer neue sich ändernde rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen müsse bewältigt werden. Das planerische Ziel, eine rechtssichere Planung zu schaffen, ist immer schwerer zu erreichen. Eine Vielzahl gerichtlicher Entscheidungen schränkt den planerischen Spielraum deutlich ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Stadtplanung darzulegen. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele sollen immer wiederkehrende Fehler aufgezeigt werden, die es zu vermeiden gilt. Die intensive Auseinandersetzung mit den Vorgaben des BauGB und der BauNVO ist unerlässliche Grundlage für eine nachhaltige Tätigkeit im Bereich der Städteplanung.

Prof. Johannes Kappler

less&more


MA_25 Urban Design
neu: MA_22UDv Theorie 1 Vertiefung – Urban Design (Teilmodul 1)

 

LESS & MORE – DIE GEPLANTE STADT
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
In den letzten Jahren lässt sich eine immer größer werdende Diskrepanz zwischen der offiziell geplanten Stadt und ihrer tatsächlichen Entwicklung feststellen. Anscheinend folgen die Anpassungsprozesse der europäischen Stadt in der Praxis zunehmend alternativen Planungsmodellen. Zumindest deutet vieles darauf hin, dass die klassischen Instrumente der Bauleitplanung aufgrund fehlender Flexibilität nur eingeschränkt auf die dynamischen Veränderungen unserer Gesellschaft reagieren können und durch informelle Planungsmethoden und variable Sonderregelungen ergänzt werden müssen. Andernfalls geraten Stadtentwicklungsprojekte zu häufig ins Stocken oder scheitern an der Realität. Letztendlich bedarf es eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen definierten Planungsvorgaben und flexiblen Rahmenbedingungen.

Während im Teilmodul 2 dieses Lehrangebots die formellen Verfahren zur Umsetzung städtebaulicher Entwürfe auf der gesetzlichen Grundlage des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts im Vordergrund stehen, sollen in Teilmodul 1 anhand aktueller Fallbeispiele informelle Planungsverfahren untersucht werden, die es ermöglichen, angemessen auf die Unbestimmtheit zukünftiger Entwicklungen zu reagieren.

Die Lehrveranstaltung besteht aus zwei Teilen: Vorlesungen zu Aspekten der informellen Stadtplanung und eine betreute Übung als Projektanalyse. Das Ziel des Seminars ist es, einen praxisnahen Einblick in die unterschiedlichen Werkzeuge der Stadtentwicklung zu vermitteln, um eine Diskussion über deren Stärken und Schwächen führen zu können.

Prof. Johannes Kappler

muc&more


MA_13 Architectural Design III – Städtebau
neu: MA_13UDv Fachprojekt Vertiefung – Urban Design

MUC & MORE – DIE ZEITGEMÄSSE STADT
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Was zeichnet München 2050 aus? Was macht die Stadt dann einzigartig im Vergleich zu anderen Metropolen weltweit? Auf der Suche nach zeitgemäßen Strukturen stellt sich auch für München die Frage, wie es den Herausforderungen der Globalisierung begegnet. In diesem Prozess versucht man, die nicht immer gleichgerichteten Ziele in eine städtebauliche Gesamtkonzeption zu integrieren, die gestalterisch anspruchsvoll, umweltverträglich, sozialgerecht und wirtschaftlich nachhaltig ist. Gesucht wird keine eindimensionale, plakative Utopie, sondern ein differenzierter und innovativer Umgang mit den zukunftsfähigen Schichten der Stadt.

 

In dem Seminar werden anhand konkreter Beispiele die aktuellen Herausforderungen der europäischen Stadt exemplarisch dargestellt und die verschiedenen Aspekte einer zeitgemäßen Stadtplanung thematisiert. Darauf aufbauend sollen eigene städtebauliche Strategien für einen Standort in München erprobt werden. Die Ergebnisse sollen Impulse für die lokale Debatte über die Stadt von Morgen liefern und einen optimistischen Blick in die Zukunft illustrieren.

Die Lehrveranstaltung besteht aus drei Teilen: Vorlesungen zu Aspekten der zeitgemäßen Stadt, eine betreute Übung als Projektanalyse und ein Stegreifentwurf. Das Ziel des Seminars ist es, einen offenen Diskurs zu zeitgenössischen Tendenzen im Städtebau anzustoßen und konkrete Handlungsanweisungen für die Entwurfspraxis abzuleiten.

Prof. Johannes Kappler

bassa modenese


MA_33 Bauen im Bestand 2
neu: MA_22ADv Theorie 1 Vertiefung – Architektur (Teilmodul 2)

In der Poebene: Der Kulturraum der „Bassa Modenese“
Landschaften, Siedlungsorte und Architekturen. Geschichte, aktuelle Aufgaben und Perspektiven nach dem Erdbeben vom Mai 2012
lina bo bardi, casa de vidro, sao paulo, 1951
Ein ländliches Gebiet, das außerhalb der Industrie-Zentren und der Hauptrouten des Tourismus liegt, stand im vergangenen Mai durch das Erdbeben für kurze Zeit im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Man hat dabei nicht nur entdeckt, dass hier, neben einer traditionell starken Landwirtschaft, auch wichtige hochmoderne Produktionen angesiedelt sind, sondern auch gesehen, wie dieser Landstrich inmitten der Poebene reich an Baudenkmälern, an historisch bedeutenden Ensembles und an verstreuten Zeugnissen der ländlichen vormoderner Baukultur ist. Viele dieser Bauten sind durch das Erdbeben zum Teil beschädigt und zum Teil zerstört worden. Viele der noch erhaltenen sind aus Sicherheitsgründe nicht benutzbar. Die Aufgabe der Rekonstruktion, der Reparatur und der statischen Ertüchtigung wird viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Inzwischen werden die Tätigkeiten, die in diesen Bauten ausgeübt wurden, ausgelagert, provisorische Gebäude schnell herrichtet sowie Sicherungs- und Schutzmaßnahmen des Bestandes vorgenommen.
Die als temporär bezeichneten Maßnahmen werden Erscheinung und Struktur des Gebietes spürbar und langfristig ändern. Auch endgültige und irreversible Veränderungsprozesse zeichnen sich bereits ab. Diese betreffen insbesondere Bauwerke, die aus technischen und wirtschaftlichen Erwägungen statt repariert abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden sollen. Dazu gehören Gehöfte und Landwirtschaftsgebäude, die das gewachsene Bild dieses ausgedehntes Kulturraumes einheitlich prägen.
All diese Maßnahmen, sowohl die dringlichen als auch die längerfristigen, werden durch viele Einzelinitiativen im Rahmen besonderer baurechtlichen und finanziellen Bedingungen umgesetzt. Dabei, wie oft bei Notsituationen dieser Art, besteht die Gefahr, dass die Entscheidungskriterien in überwiegendem Maße vom durchaus berechtigten und notwendigen Pragmatismus der schnellen und wirtschaftlichen Lösungen geleitet werden. Demgegenüber steht eine generelle Entwurfs- und Baukultur der Gegenwart, die das Wissen um das Bewahren, das behutsame Reparieren sowie das kontextbezogene und nachhaltige Erneuern und Neubauen verlernt oder vernachlässigt hat.

In diesem Seminar wollen wir uns mit der kurz angerissenen Problematik aus einem analytischen und phänomenologischen Blickwinkel auseinandersetzen: den Ort erkunden, seine physischen Strukturen und phänomenischen Eigenschaften wahrnehmen und untersuchen, um aus den gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen Entwurfsziele und Entwurfsstrategien für Aufgabenthemen im Bereich der Rekonstruktion und der Reparatur sowie der Erneuerung und des Neubaus exemplarisch zu formulieren. Neben der Anwendung der fachspezifischen Mittel der Erkundung und der Analyse wie Kartographie, Baupläne, historische und kritische Abhandlungen, soll der Ort auch direkt im Rahmen einer Exkursion erlebt und aufgenommen werden. Dabei werden die Möglichkeiten der Wahrnehmung und Interpretation von Situationen und Atmosphären auch durch Film und Fotographie geübt.

Das Modul ist Bestandteil eines breit angelegten Lehrangebotes zum Thema „Bauen im Bestand“, mit Schwerpunkt Rekonstruktionsarbeit. Dieses Seminar ist sowohl thematisch als auch organisatorisch mit folgenden Modulen verbunden:
MA_12 Architectural Design II / Neu: MA_13ADv Fachprojekt Vertiefung – Bauen im Bestand: Rekonstruktion der „Torre dei Modenesi“, Finale Emilia (Professoren Botti und Bruno)
MA_21 Bauen im Bestand 1 / Neu: MA_22ADv Theorie 1 Vertiefung – Architektur (Teilmodul 1) Prof. Piero Bruno: Rekonstruktion als Entwurfsthema
MA_51 Entwurfsinstrumente + MA_52 Kommunikation + Medien / Neu: MA_33 Schlüsselkompetenz 3 – Teilmodul 1 und 2

Prof. Gilberto Botti

rekonstruktion


MA_21 Bauen im Bestand 1
neu: MA_22ADv Theorie 1 Vertiefung – Architektur (Teilmodul 1)

Rekonstruktion als Entwurfsthema

Gibellina 1968-89 Il Gretto di Burri

Gibellina 1968-89 Il Gretto di Burri

Die menschliche Geschichte ist von katastrophalen Ereignissen wie Bränden, Kriegen, Naturkatastrophen gezeichnet.Jedes Ereignis verändert unsere Wahrnehmung und unseren Bezug zu unserer Vergangenheit. Aspekte wie die Erinnerung, der Verlust, der Abstand und die emotionale Verbundenheit zum Bestand nach einer Katastrophe rücken ins Zentrum des Geschehens. Den Zerstörungen folgt die Frage der Wiederherstellung eines verlorenen Zustandes. Die Themen der Authentizität und des architektonischen Spielraumes im Entwurf sind hierfür von zentraler Bedeutung.
In diesem Seminar wollen wir die verschiedenen Formen der Rekonstruktion, die unterschiedlichen Entwurfsstrategien, ihre theoretischen Hintergründe sowie ihre materielle und technische Umsetzung durch die Studie von verschiedenen Beispielen untersuchen. Ziel ist die Vertiefung unseres Verständnisses für den Sinn und die Bedeutung unseres Handelns als Architekten.

Das Modul ist Bestandteil eines breit angelegten Lehrangebotes zum Thema „Bauen im Bestand“, mit Schwerpunkt Rekonstruktionsarbeit. Dieses Seminar ist sowohl thematisch als auch organisatorisch mit folgenden Modulen verbunden:
MA_12 Architectural Design II / Neu: MA_13ADv Fachprojekt Vertiefung – Bauen im Bestand: Rekonstruktion der „Torre dei Modenesi“, Finale Emilia (Professoren Botti und Bruno)
MA_33 Bauen im Bestand 2 / Neu: MA_22ADv Theorie 1 Vertiefung – Architektur (Teilmodul 2) Prof. Gilberto Botti: In der Poebene: Der Kulturraum der „Bassa Modenese“. Rekonstruktionsaufgaben nach dem Erdbeben
MA_51 Entwurfsinstrumente + MA_52 Kommunikation + Medien / Neu: MA_33 Schlüsselkompetenz 3 – Teilmodul 1 und 2

Prof. Piero Bruno

Japan – Modulbeschreibung

MA_65 Fachexkursion
neu: MA_34 Schlüsselkompetenz 4 – Teilmodul 2

 ma65

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

JAPAN

fuer viele verrueckt, exotisch, laut und bunt. man denkt an megacities und die verwirrenden szenen aus dem film ‚lost in translation’, aber auch an die katastrophe im letzten jahr. die faszination dieses geheimnisvollen, fremden und wiederspruechlichen landes ist ungebrochen. gerade jetzt im wiederaufbau lohnt ein genauer, analytischer blick auf die hintergruende japanischer traditionen, entwicklungen, kulturen und auf eine sich verjuengende architektur.

in den vergangenen jahrzehnten erlangte neben den traditionellen bauten immer wieder die zeitgenössische architektur japans grosse aufmerksamkeit. Architekten wie kisho kurokawa, kenzo tange, tadao ando, toyo ito, kengo kuma, shigeru ban oder kazuyo sejima beeindrucken mit ihren eigenwilligen raumschoepfungen weltweit und haben das architektonische schaffen ganzer generationen gepraegt.

das seminar bereitet auf die studienreise vor, die von einem der groessten ballungsgebiete der welt, tokyo, ueber yokohama nach naoshima, kanazawa in die alte haupstadt kyoto, und weiter bis nach fukuoka und osaka fuehrt. wir werden herausragende architekturen besichtigen und den eigenheiten der japanischen stadt und kultur nachspueren.

Prof. Joerg Weber

der geteilte himmel


MA_32 Theorie und Geschichte II
neu: MA_34 Schlüsselkompetenz 4 – Teilmodul 1

 

„Der geteilte Himmel“
Architektur und Städtebau in Deutschland/West und Deutschland/Ost nach 1950

 

„Der geteilte Himmel“ ist der Titel eines 1963 erschienen Romans von Christa Wolf, in dem sich die Autorin mit der ideologischen Zerrissenheit der Menschen und den zwischenmenschlichen Brüchen in den Jahren der politischen Teilung Deutschlands auseinandersetzt. Diese hatte auch eine tiefgreifende kulturelle Spaltung zur Folge, die ab den 1950er Jahren ganz besonders in der geteilten „Frontstadt Berlin“ wirksam wurde. In Architektur und Städtebau kam es dort zu einem regelrechten Wettstreit der Systeme, der das beispiellose Ergebnis hervorbrachte, dass nebeneinander zwei Stadtzentren errichtet wurden, die in Abgrenzung und Gegeneinander die großpolitischen Prämissen des Kalten Krieges wie unter einem Brennglas zur Anschauung brachten.

 

Unter größtmöglicher Distanznahme zur unmittelbaren Vergangenheit wurde auf beiden Seiten bekenntnishaft den konkurrierenden architektonischen und städtebaulichen Leitbildern gefolgt: Im Westen waren dies die Ästhetik eines „International Style“, der aus dem Neuen Bauen hervorgegangen war und die Tendenz zur Auflösung der Städte in durchgrünte, autogerechte „Stadtlandschaften“ – im Osten ein der nationalen Überlieferung verpflichteter, parteiamtlich vereinheitlichender Baustil und die Doktrin kompakt gebauter Städte mit monumentaler Architektur nach sowjetischem Vorbild.

 

Das Seminar wird sich u.a. mit programmatischen Beispielen des Wiederaufbaus zerstörter Städte in Ost und West, den Planstädten Eisenhüttenstadt und Wolfsburg für zwei deutsche Gesellschaftssysteme, den erwähnten Zentrumsplanungen und den Staatsbauten von BRD und DDR als architektonischer Selbstdarstellung nach innen und nach außen befassen.
In differenzierten Einzelanalysen sollen – unter Berücksichtigung des zeitgeschichtlichen Kontextes – die Gestaltungsmittel und ästhetischen Entscheidungen herausgearbeitet werden, die Architektur zum ideologischen Ausdrucksträger machen und die ihre politische Indienstnahme und Instrumentalisierung offenlegen.

Leistungsnachweise:
– regelmäßige Teilnahme
-Referat zu einem ausgewählten Thema und dessen schriftliche Ausarbeitung

LB Dr. Antonia Gruhn-Zimmermann

architekturfilm 1+2


MA_51 Entwurfsinstrumente, MA_52 Kommunikation + Medien
neu: MA_33 Schlüsselkompetenz 3 – Teilmodul 1 und 2

 

Architekturfilm 1+2
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Das Seminar ist ein erster Schritt Architekturstudenten die Fähigkeit zu vermitteln, Bauwerke filmisch überzeugend darzustellen. Gestaltungswissen und Medienkompetenz gehen dabei Hand in Hand. Die Bandbreite reicht von realistischen bis hin zu künstlerischen Sichtweisen.
Die eigene filmische Handschrift ergänzt dabei das architektonische und zeichnerische Schaffen. Zu einem späterem Zeitpunkt werden aus eigenen Entwürfen virtuelle Kurzfilme erstellt. Damit können in Zukunft Bauherren und Publikum weltweit angesprochen werden. Neue damit entstehende Berufsbilder sind der Spezialist im Architekturbüro zum Visualisieren von Projekten als Film, Herstellen von Architekturdokumentation für wissenschaftliche und Marketing-zwecke und der Weg zum Filmarchitekten. Darüber hinaus kann das Medium der filmischen Raumdarstellung auch als Entwurfsinstrument angewendet werden.

Teilmodul 1 – Architekturfilm: Filmanalyse
Stadt, Architektur und Landschaft im Film. Darstellung von Zeit, Raum, Bewegung sowie der speziellen Atmosphäre eines Ortes. Mittel der Kameraführung, die Montage und die Tonebene.
Die Filmanalyse wird einzeln und in Gruppen an geeigneten Beispielen durchgeführt. Ziel ist die Grundlagen der Gestaltungstechniken des Films zu verstehen um im zweiten Teil des Semesters ein eigenes Kurzfilmprojekt zu drehen. Das Seminar hat den Schwerpunkt Italien (u.A. Werke des Neorealismus) als direkte Ergänzung der Entwurfsaufgaben der Professoren Botti und Bruno.

 

Teilmodul 2 – Architekturfilm: Filmprojekt
Herstellung studentischer Architekturkurzfilmprojekte in kleinen Gruppen am Beispiel „Wiederauf-bau eines Erdbebengebietes in Norditalien“. Erste Recherche und die Konzeption finden parallel zur Filmanalyse und bei der Excursion nach Italien statt. Die Dreharbeiten und der Schnitt (circa 2-3 Tage pro Film) folgen im November und Dezember. Die entstandenen Filme werden am Ende des WS gemeinsam vorgeführt.

LB Oliver Betz

archiCAD


MA_51 Entwurfsinstrumente
neu: MA_33 Schlüsselkompetenz 3 – Teilmodul 2

ARCHICAD Aufbauseminar
Digitale Medien nehmen einen immer größeren Stellenwert bei der Entwurfsbearbeitung und Präsentation ein. Dazu sind umfangreiche Kenntnisse der effektiven Anwendung dieser Medien unerlässlich.

IIm Seminar werden die unterschiedlichen Möglichkeiten des Entwerfens und Präsentierens mit Hilfe digitaler Medien am Beispiel von ARCHICAD vermittelt und anhand von praxisorientierten Beispielen trainiert und vertieft.

Die Schwerpunkte dabei sind:
• Projektorganisation
• Wiederholung und Vertiefung der Anwendungsgrundlagen von ARCHICAD
• Effektiver Workflow beim Entwerfen und Präsentieren mit CAD-Systemen
• 3D-Modellierung von Gebäuden und Bauelementen
• Erstellung individueller Objekte und Bauelemente
• Gestaltung des Layouts
• Datenaustausch mit anderen Systemen und Planungspartnern
• Zusammenarbeit im Team

IIm Rahmen des Seminars werden Sie lernen ARCHICAD effektiv für Ihre Entwurfsaufgaben und Präsentationen einzusetzen und Problemstellungen anhand Ihrer aktuellen Entwurfsprojekte zu lösen.

Voraussetzungen: Grundlegende EDV- und ARCHICAD-Kenntnisse werden vorausgesetzt.

LB Evelyn Lotter

visualisieren


MA_52 Kommunikation + Medien
neu: MA_33 Schlüsselkompetenz 3 – Teilmodul 1

Visualisieren Dokumentieren Präsentieren
Vermittlung grafischer Gestaltungsgrundlagen in der visuellen Kommunikation im Bereich Architektur.

Folgende Themenaspekte sind Inhalt der Veranstaltung: Ordnungs-, Rastersysteme, Formate, Typografie, Layout.

Wir werden Aufgaben und Übungen, Fragestellungen zum Thema “visualisieren dokumentieren präsentieren” am aktuellen Studienprojekt umsetzen und anwenden.

Die Arbeiten münden in die Schlusspräsentation.

LB Friederike Straub

projektmanagement


MA_64 Softskills II
neu: MA_32 Schlüsselkompetenz 2 – Teilmodul 1

Projektmanagement
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Auch bei weniger großen Bauvorhaben wird der Fokus auf ein Projektmanagement immer stärker. Reine baufachliche Kompetenz reicht oft nicht aus, weitere Fähigkeiten und Kenntnisse sind erforderlich.

Die Seminarschwerpunkte:

Bauprojektmanagement – Bauablauf – Die am Bauprojekt Beteiligten werden gemeinsam für die Anwendung als Architekt erarbeitet.
Neben Klärung von Begrifflichkeiten, Erkennen von Zusammenhängen z.B. bei Kosten- und Terminplanung werden Managementwerkzeuge und das Zusammenspiel der am Bauprojekt Beteiligten untersucht. Auch sog. „harte“ und „weiche“ Faktoren werden eine Rolle spielen.

Durch seminaristische Unterrichtseinheiten mit Übungsanteilen, Diskussionen, eigenen Recherchen im Rahmen einer Seminarbegleitenden Studienarbeit sowie Kurzexkursionen sollen Theorie und Baupraxis angenähert werden.

LB Markus Ullmann

die große verführung


MA_62 Softskills I
neu: MA_31 Schlüsselkompetenz 1 – Teilmodul 1

Die große Verführung – oder die Kunst Architektur darzustellen
Visuelle und Verbale Rhetorik

Die Veranstaltung thematisiert, wie architektonische Entwürfe und Konzepte so dargestellt und präsentiert werden können, dass sie von Adressaten verstanden und positiv bewertet werden. Sie richtet sich an ArchitekturstudentInnen, die Architekturpräsentation nicht als standardisierte Methode, sondern immer als individuelle Situation, als Teil ihres persönlichen Selbstverständnisses, Baukultur und Informationsaustausch verstehen, die ihr Image, die ihre Identifikation mit der Arbeit, das Wissen und damit nicht zuletzt ihre Positionierung fördert.
Es geht darum, einen überzeugenden eigenen Stil zu finden und diesen unter Berücksichtigung von Zielgruppe, Aufgabe und Rahmenbedingungen flexibel zu entfalten. Lernziel ist nicht nur die theoretische Kenntnis und praktische Einübung von Präsentationsfähigkeiten, sondern auch die Erkenntnis, dass Entwurfsprozess und Präsentation eng miteinander verwoben sind. Die Grundlagen erfolgreicher Architekturpräsentation sollen dazu dienen, sich je nach Bedarf in eigener Regie in die einzelnen Themen einzuarbeiten.
Sie sollen die Möglichkeit anbieten, Grundlagen für eine Verbesserung der eigenen Präsentationsfähigkeit zu schaffen und sich bereits während des Studiums und darüber weit hinaus als Individuum zu profilieren und damit zur Steigerung der eigenen Unverwechselbarkeit beizutragen.

LB Dr. Jan Esche

performative modelle

Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility

MA_55 Sonderkaapitel Visual Design

neu: MA_21ADR Theorie 1 Vertiefung – Gestaltung (Teilmodul 2)

Theorieteil zu Performative Modelle, Interventionen und Transformationen im Kontext von „Urban Gardening

Das Seminar steht im Zusammenhang mit MA 54 und bildet eine thematische Einheit.

Untersuchung gesellschaftspolitischer Bewegungen und Utopien im Kontext von „Urban Gardening“. Es wird anhand von Beispielen wie die Situationisten, Konzepte der Architektengruppe Archigram, die Hippibewegung, Weltausstellungsutopien am Beispiel von MVRDV und Thomas Sarazenos Utopien recherchiert.
Anhand von Referaten zum Thema werden historische wie aktuelle Herangehensweisen diskutiert.

Literatur:
Das Architekturmodell, Werkzeug, Fetisch, Kleine Utopie, Oliver Elsner, Scheidegger & Spieß

1. Treffen und Einführung: Mi , 10.10.2012 14.00 Raum 213
-Frei Otto – Experimentelle Modelle aus: Das Architekturmodell
-Zur Geschichte des Architekturmodells im 20. Jahrhundert, Oliver Elsner aus: das Architekturmodell

MVRDV, Hannover Expo 2000, 7 niederländische Landschaftstypen aufeinandergeschichtet.

Der französische Botaniker Patrick Blanc entwickelt vertikale Gärten. 1988 Patentierung der Idee der Mauer aus Pflanzen, Parkhaus, Shinjuku Gardens in Tokio. Aus green gardening, Gestalten)
Haus Rucker, Stück Natur eingeweckt, 1989

Prof. Maren Paulat

LB Heiner Pflugfelder

performative modelle


MA_54 Konzept + Experiment
neu: MA_21ADR Theorie 1 Vertiefung – Gestaltung (Teilmodul 1)

Performative Modelle, Interventionen und Transformationen im Kontext von „Urban Gardening“
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Wir re!ektieren und entwickeln in unserem Seminar Urban Gardening Interventionen im öffentlichen Raum. In virtuellen und physischen Modellen und dem Wechselspiel zwischen beiden untersuchen wir neue Raumnutzungsformen, das Einbringen ökologischer Kreisläufe in die Architektur und die Möglichkeit soziokultureller Interventionen.
Das experimentelle, performative Modell führt heute ein Doppelleben: es besteht als virtuelles Modell im Computer und kann z.B. mit den entsprechenden Druckern als physisches Modell ausgegeben werden. Die Technologien des 3D Druckes sind die Kunstharzstereolitografie, das selektive Lasersintern, das Drucken mit Gips oder dem thermischen Kunststo” ABS. Die performativen Aspekte der Modelle sollten durch neue Materialien, mechanische, interaktive Übersetzungen, thermische Anpassungen, osmotische Wandlungen, klimatische Ein!ussfaktoren und utopische Parameter inspiriert werden.

1. Beispiel für eine Intervention im öffentlichen Raum ist der New Yorker High Line Park, errichtet auf einer alten Bahntrasse, einer 20 m breiten ehemaligen Teilstrecke der Westside Freith Line. Wo einst Vieh zu Schlachtereien transportiert wurde, ist nun alles grün. Die P!anzenarten, die schon vor Baubeginn von alleine aus dem Boden schossen, wurden bei der künstlichen Bep!anzung besonders beachtet. Es gibt Bänke, Wiesen, Sträucher und einen wundervollen Blick auf die Stadt.

2. In Taipeh arbeitet ein unabhängiges cross over Architektur Forschungszentrum, entwickelt von dem Casa Grande Laboratorium aus Finnland und der taiwanesischen JUT Foundation für Kunst und Architektur. Es organisiert Workshops und Kurse für verschiedene taiwanesische und internationale Universitäten. Die Forschungen oszillieren zwischen Architektur, Urban Design, Environmental Art und anderen Kunstdisziplinen,Wissenschaft im allgemeinen Rahmen von gebauten menschlichen Umgebungen. Die Ruin Academy belegt ein verlassenes fünfstöckiges Apartmenthaus in Zentraltaipeh. Alle inneren Wände des Gebäudes und die Fenster sind entfernt worden, um Bambus und Gemüse innerhalb des Hauses anzup!anzen. Das ganze Gebäude ist von 6 Zolllöchern durchbohrt, um Regen hereinzulassen.

3. Als historisches Besipiel wäre Archigrams Air Hab Nomaden von 1966 zu nennen. In der Modellanordnung Air Hab treffen zwei gegensetzliche Welten aufeinander, technologischer Fortschritt zeigt sich in einer idyllischen Campingszenerie mit Picknickdecke und kleinen Vögelchen. Ausgangspunkt des Microkosmos ist der t2, eine mobile Versorgungseinheit mit einer außen liegenden Küche und diversen technischen Apparaturen im Inneren. Der Entwurf umfasste außerdem eine aufblasbare Hülle, die wie ein entfaltbares Campingmobile dem modernen Nomaden eine zeitgemäße Unterkunft bieten sollte.

Prof. Maren Paulat
LB Heiner Pflugfelder

freiräume


MA_26 Landschaftsarchitektur
neu: MA_21 Theorie – AD Teilmodul 2

Freiräume, mögliches Bindemittel einer heterogenen Urbanität
Barrierefreiheit beachten/Consider accessibility
Warum soll ich mich als Architekt mit dem Freiraum beschäftigen?

  • weil trotz allem baulichem Bemühen Freiraum selbst in der dichtesten Stadt die größte Fläche einnimmt
  • weil verbindender Freiraum erst Raum für hochbauliche Individualität schafft
  • weil erlebbarer Freiraum unser Bild von Städten wesentlich prägt
  • weil bespielbarer Freiraum die eigentliche Bühne gemeinschaftlichen Lebens bildet…

Stadt findet verstärkt wieder im Innern statt. So nimmt es nicht wunder, dass die Aufwertung von Freiräumen in der urbanen Dichte jenseits der offenen Landschaft zum Instrument von Stadtentwicklung wird, sei es bei der Sanierung, bei der Neufindung von Quartieren oder als „Brandscape“ bei der Neubesetzung von übergreifenden Images. Diese neuen Freiräume sind zunehmend hybride – sowohl Park als auch Platz. Sie sind zeichenhafter als auch zurückhaltender, steinerner als auch stark von Pflanzen geprägt, leer und dann doch wieder voll.
Was sind Beispiele solcher neuen Freiräume, was sind ihre Elemente, wie ist ihre Grammatik, wo liegt ihre Poesie? Wo kommen sie her, und wie autark können sie stehen?

LEISTUNGEN:

Kurzreferat und als Übung ein Entwurf zum Thema innerstädtischer Freiraum

LB Axel Lohrer

denkmalpflege


MA_24 Innenraumgestaltung
neu: MA_21 Theorie – AD Teilmodul 1

Angewandte Denkmalpflege (Instandsetzungstechnologie):
Eine Vielzahl von Bestandsgebäuden weist nach heutigen Kriterien erhebliche Probleme hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit auf. Insbesondere wertvolle Kulturgüter mit einer wechselvollen und langjährigen Veränderungsgeschichte sind in ihrer Erhaltung gefährdet, da bestehende Schäden eine Instandsetzung und weitere Nutzung nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus in Frage stellen.

Anhand von ausgeführten Beispielen werden die Vorteile einer grundlegenden bauforscherischen Bestandsdokumentation aufgezeigt und ein tieferes Verständnis für historische Konstruktionen vermittelt. Die Kenntnis der technischen Möglichkeiten einer jeweiligen Bauepoche führt zur richtigen Anwendung moderner Instandsetzungstechnologien. Die sichere Bewertung natürlicher Baualterungsprozesse ermöglicht eine konkrete Risikoabschätzung für die weitere Nutzung historischer Gebäude. In Übungen wird die Entwicklung von Tragwerken beispielhaft nachvollzogen. Bei Exkursionen in die nähere Umgebung werden Bauwerke erkundet und ihre Entwicklungsgeschichte kritisch analysiert.

Seminaristischer Unterricht, Exkursion
Leistungsnachweis: Übungen, 1 Studienarbeit

Literatur:
Rainer Graefe, Zur Geschichte des Konsruierens, Wiesbaden, 1989
Johannes Cramer, Stefan Breitling, Architektur im Bestand, Basel – Boston – Berlin, 2007
Gert Th. Mader, Angewandte Bauforschung, Darmstadt, 2005
Günther Eckstein, Empfehlungen für Baudokumentationen, Stuttgart, 2003
Gabriele Patitz, Zerstörungsfreie Untersuchung an altem Mauerwerk, Berlin – Wien – Zürich, 2010

LB Jörg Rehm