freiräume


Freiräume als Katalysator neuer Urbanität

Freiraum ist ambivalent – erst der Abstand schafft Individualität und erst das Davor schafft Distanz – nur durch Freiraum entsteht Stadt – nur durch offene Räume entsteht gemeinschaftliches Leben

Freiräume prägen unsere Sicht von einer Stadt, von ihrem gemeinschaftlichen Leben, von ihrem Zusammenhalt. Stadt findet verstärkt wieder im Innern statt. So nimmt es nicht wunder, das die Aufwertung von Freiräume dort immer mehr zum Instrument der Stadtentwicklung wird– sei es bei der Sanierung (Barcelona, Mailand), bei der Neufindung von Quartieren (Hamburg – Hafenerweiterung, Zürich – Oerlikon) oder als Brandscape bei der Neubesetzung von Images (Lyon, Koppenhagen).

Diese neuen Freiräume sind zunehmend hybride – sowohl Park als auch Platz. Sie sind zeichenhafter als auch zurückhaltender, steinerner als auch stark von Pflanzen geprägt, leer und dann doch wieder voll. Was sind Beispiele solcher neuen Freiräume, was ist ihre Grammatik, wo liegt ihre Poesie? Wie autark stehen sie? Wie intensiv stehen sie mit der umgebenden Architektur in stetigem Dialog?

LEISTUNGEN:
Kurzreferat und als Übung ein Entwurf zum Thema innerstädtischer Freiraum

Betreuer: LB. Axel Lohrer
Erstes Treffen: Freitag 14. Oktober 2011 14 Uhr Raum 212

kunstareal_2


Kunstareal München 2
Das Seminar MA 12 Architectural Design II soll durch ein zweites Seminar MA 54 Sonderkapitel Visual Design begleitet werden, das insbesondere auf den gegenseitigen Einfluss von Inhalt und Medium verweist.
Je nach individuellem Entwurfsansatz sollen in dem Seminar Medien diskutiert und vermittelt werden, die von der Ideenfindung bis zur Präsentation des Entwurfes eine der Konzeptidee entsprechende Umsetzung ermöglichen.
Dozent K. Greiner kann auf Erfahrungen aus verschiedensten Projektrealisationen aus Wirtschaft und Kunst zurückgreifen und neben den bekannten auch experimentelle, mediale Formen der Projektentwicklung und Projektpräsentation vorstellen und betreuen.

Wichtige Links zu eigenen und anderen interessanten Projekten :

www.greyz.de 
www.sehsucht.de 
www.lichtkunstlicht.com 
www.annapril.de 
www.videocopilot.net

Betreuer: LB. Korbinian Greiner
1. Treffen und Einführung: Dienstag, 11.10.2011 14.00 Raum 213

misa

STUDIO I

MISA – Munich Indoor Sports Arena – im Olympiapark 

Situation
Neben dem Fußball sind Münchener Vereine auch in anderen Sportarten sehr erfolgreich. So ist der FC Bayern mit seinen Basketballern in die 1.Liga aufgestiegen und wird versuchen dabei eine führende Rolle zu übernehmen. Aber auch Eishockey ist durch den EHC München in der 1.Liga vertreten und benötigt für seine Heimspiele eine angemessene Halle. Um für den Basketball einen professionellen Spielbetrieb durchführen zu können, wurde zunächst die alt-ehrwürdige Rudi Sedlmayer Halle (ca. 6000 Zuschauer), die 1972 als Olympia-Basketballhalle gebaut wurde, modernisiert und in „Audi Dome“ umbenannt. Es ist aber abzusehen, dass zukünftig die Halle weder den gestiegenen Anforderungen an Komfort und technischen Standards entsprechen wird, noch kapazitätsmäßig der wachsenden Anzahl an Zuschauern genügend Platz bieten wird. Abhilfe könnte eine neue Halle schaffen, die auf dem Olympiagelände anstelle der alten Olympiaradsporthalle (heute „Event-Arena“) zu planen wäre. Sie würde das Hallenangebot im Olympiapark, bestehend aus der soeben fertiggestellten „Kleinen Olympiahalle mit ca. 3000 Zuschauern (Arch: Auer und Weber) und der „Großen Olympiahalle“ 1972,von Behnisch +Partnern, sinnvoll ergänzen.

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valentin

STUDIO II

“Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen hab’ ich mich nicht getraut.”
Ein Haus für Karl Valentin
A „sänta“ for Karl Valentin 
Das Karl Valentin Zentrum ist dem Münchener Universalgenie Karl Valentin (1882-1943) gewidmet.
Karl Valentin, gelernter Schreiner war u.a. auch Musikclown, Humorist, Volkssänger, Komiker, Dramatiker, Schauspieler, Filmemacher, Theaterleiter, Museumsdirektor und Historiker.
Als ungewöhnlicher Komiker und philosophischer Wortakrobat zählt er zusammen mit seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt (1892-1960) zu den bekanntesten deutschen Bühnenkünstlern und Dramatikern.

1920 spielte Bert Brecht Flöte in Valentins „Oktoberfestschau“, drehte mit ihm 1922 den Film „Mysterien eines Frisiersalons“ und bezeichnete ihn als „eine der eindringlichsten geistigen Figuren der Zeit. Samuel Beckett sah Karl Valentin 1937 und hat darüber „viel und voller Trauer gelacht.“ Der Theatermagier Max Reinhardt und der Schriftsteller Kurt Tucholsky waren voller Bewunderung für die Auftritte von Karl Valentin und seiner Partnerin Liesl Karlstadt. Das 1932 erschienene Karl Valentin Buch wurde bereits ein Jahr später von den Nationalsozialisten verboten – ähnliches Schicksal erlitten auch einige seiner Filme.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war sein Humor nicht mehr gefragt. Gesundheitlich geschwächt und verbittert starb Karl Valentin 1948 – wie könnte es anders auch sein – am Rosenmontag. Kurz vor seinem Tod hat er folgende Pressemitteilung herausgegeben: „Ich habe meine lieben Bayern und speziell meine lieben Münchner genau kennengelernt. Alle anderen mit Ausnahme der Eskimos und Indianer haben mehr Interesse an mir als meine ‚Landsleut’.“

Die anlässlich des 125. Geburtstages von Valentin im Jahr 2007 gegründete Karl Valentin- Gesellschaft, deren Mitglieder sich aus Theater- Film- und Funkleuten, aber auch aus Wissenschaftlern und Verwandten des Künstlers zusammensetzen, will das geistige Erbe von Karl Valentin lebendig erhalten und hat sich als großes Ziel die Errichtung eines Valentin Zentrums anstelle des bestehenden VALENTIN KARLSTADTMUSÄUMS im Isartor gesteckt. Continue reading

kurhaus

STUDIO III

KURHAUS _ bahia de pasaia pais vasco

ein KURHAUS ist ein repraesentatives gebaeude, durch das ein ort staedtebaulich und gesellschaftlich definiert wird. ein KURHAUS mit hotel, gastronomie, klinik und spa ist kein anonymer, sondern ein oeffentlicher bau und verleiht dem ort einen besonderen charakter.
die massstabsebene der stadt zum einen und die innere raumstruktur fuer das koerperliche und seelische wohlbefinden zum anderen wird im entwurf fuer ein KURHAUS thematisiert. wie verdichten sich raum-, trag-, erschliessungs- und infrastruktur zu einem architektonisch und staedtebaulich reichhaltigem ganzen?
die entwurfsarbeit fuer das KURHAUS erfolgt an einem konkreten bauplatz – an der bucht von pasaia im stadtgebiet von san sebastian.

excursion
im zentrum der studienarbeit steht eine 5-taegige pflicht-exkursion nach san sebastian im november 2011. neben der ortsanalyse und der erforschung des staedtebaulichen kontexts werden wichtige bau- und stadtbauprojekte in san sebastian und bilbao besichtigt und beispielhafte architekturhistorischer areale in pais vasco (baskenland) besucht.

studio III
die projekt- und entwurfsarbeit findet im projektstudio statt; ergaenzt durch vertiefende recherchen, theoretische eroerterungen und vorbereitende studien im projektseminar. mit der erfolgreichen teilnahme am studio III koennen die laut studienordnung geforderten studienleistungen im sinne eines ‚auslandsprojekts’ erworben werden.

betreuer: prof. joerg weber, lb. anna probst
1. treffen und einfuehrung: donnerstag, 13.10.2011_10:00 raum 213

festung

STUDIO  IV

Festung Franzensfeste, Südtirol
Forte di Fortezza, Trentino Alto Adige

Entwurfsthema
Festung Franzensfeste, Südtirol / Forte di Fortezza,Trentino Alto Adige
Projektstudio und Projektseminar mit Gastkritik und Vortragsreihe

Entwurfsaufgabe
Gegenstand dieser Projektarbeit ist die Festung Franzensfeste – eine Verteidigungsanlage der habsburgischen Monarchie aus der Restaurationszeit, erbaut von 1833 bis 1838, gelegen in Südtirol an einer strategisch wichtigen Stelle entlang der Brennerstraße. Nach Schwinden ihrer ursprünglichen Funktion zur Kontrolle und Sperre der Verbindungswege nach Norden (oberes Wipptal) und nach Osten (Pustertal), diente sie bis vor kurzem als Lager für Munition, Sprengstoff und Waffen. Nach Abschaffung der Wehrpflicht und Reformierung des italienischen Heeres wurde ihre Militärfunktion 2001 aufgegeben. Seit 2005 steht sie für eine zivile Nutzung der gleichnamigen Gemeinde Franzensfeste zur Verfügung. Ein Teil der Festung – die sogenannten „Talwerke“ – wurde bereits für Führungen und Kunstausstellungen nach Projekt des Architekten Markus Scherer aus Meran umfunktioniert. Der andere Teil, die „Höhenwerke“, ist leer geräumt und noch ungenutzt.

Der Entwurf befasst sich daher schwerpunktmäßig mit den Höhenwerken. Sie sind in ihrem landschaftlichen Umfeld und in ihrem Verhältnis zu den Talwerken zu erhalten und für Führungen zugänglich zu machen. Darüber hinaus soll ermöglicht werden, Bereiche von ihnen als Ort für temporäre Kulturveranstaltungen zu nutzen. Es werden deshalb Entwurfsstrategien erforderlich sein, die konservierende und revitalisierende Maßnahmen miteinander kombinieren. Continue reading

isar

STUDIO  V

ISARPHILHARMONIE
Projekt eines Konzertsaales auf der Museumsinsel in München im Zuge der Re-Urbanisierung der innerstädtischen Isar.
Nach der abgeschlossenen Renaturierung der Isar südlich der Stadt steht nun eine Re-Urbanisierung der innerstädtischen Isar an. Weitgehende Einigkeit besteht über die Beibehaltung des naturnahen Charakters der Kleinen Isar, während man Urbanisierungspotentiale entlang des Kanals der Großen Isar sieht. Dabei sind es vor allem entsprechende Großeinrichtungen mit Publikumsverkehr, die eine urbane Belebung generieren können.
Gleichzeitig bewegt die Münchner Kulturwelt das Problem eines Konzertsaales mit einer Akustik, die der Spitzenqualität und dem Ruf der Münchner Orchester gerecht wäre. Zu Zeit wird die Standortfrage intensiv untersucht. Die vorliegende Aufgabenstellung positioniert die Philharmonie an der nördlichen Spitze der Museumsinsel. Dieser Ort ist innerstädtisch ideal vernetzt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen. Synergieeffekte mit dem Kulturzentrum am Gasteig, der Muffathalle und dem Deutschen Museum können erreicht und damit der urbane Charakter der innerstädtischen Isar befördert werden.
Im Seminar werden die Grundlagen für den Entwurf erarbeitet. Im Studio werden wir uns der Aufgabe von zwei Seiten nähern: einerseits wird der Entwurf in zwei Maßstäben als Urban Design und als Architekturprojekt bearbeitet, andererseits werden flankierend dazu einzelne Themen, die den Entwurf unterstützen, vertieft.

Betreuer: Prof. Dr. Tomáš Valena, LB. Andreas Hild
1. Treffen und Einführung: Donnerstag, 13.10.2011 14.00 Raum 214

 

konstruktion + technik

Das Modul ist einerseits Teil der dreisemestrigen Vertiefung in „Nachhaltiger Gebäudeplanung“, es kann aber auch als Einzelangebot gewählt werden.
Inhalt des Modules ist eine praxis- und projektbezogene Vertiefung baulicher und anlagentechnischer Randbedingungen, die zur Reduktion des Ressourcenbedarfes bei Gebäuden führen. Neben der Projektarbeit wird Wissen über Workshops und Tagesexkursionen (Firmen, Objektbesichtigung) vermittelt.
Teilnehmer/innen, die das Modul Architectural Design MA 1.1 – (Projektentwicklung / DIN 18599) besucht haben vertiefen die begonnene Projektarbeit. Neueinsteiger/Innen beschäftigen sich im Rahmen eines Projektstudios mit der Thematik.

Vertiefung baulicher Randbedingungen:
– Tageslicht
– Wärmequellen
– Wärmesenken
– natürliche Lüftung

Vertiefung Anlagentechnik
– Lüftung / Klimatisierung
– Kunstlicht
– Regenerative Energie

Energiekonzept
– Architektonische Konzeption des Gebäudes als „Zerohaus“

Literatur:
Richarz/Schulz – Energetische Sanierung – Detail Greenbook –
ISBN 978-3-920034-51-5

Betreuer: Prof. Clemens Richarz, LB. Medin Verem
1. Treffen und Einführung: Dienstag, 11.10.2011 14.00 Raum 211

 

kunstareal


Kunstareal München

Wie das Kunstwerk ein Gegenstand der Ausstellung, ist das Museum ein Gegenstand der Stadt.

Eine aktuelle und umstritten diskutierte Fragestellung in München ist, wie die vielen Museen und Sammlungen in der Maxvorstadt als ein gemeinsames Kunstareal aufgewertet werden können.

Die bisherigen Vorschläge reichen dabei von städtebaulichen und architektonischen Eingriffen bis hin zu künstlerischen Interventionen und neuen Informationssystemen für Besucher. Ein Kunstareal auf der Wiese, eine neue bauliche Mitte, ein attraktives Eingangsgebäude, Luftballone über den Museen oder ein App fürs Smartphone…

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schwaneninsel

 Gesamtkonzept und Typenentwurf zur Bebauung der Pariser Île aux Cignes / Ateliers, Schauräume, Galerien und Gastronomiebetriebe auf dem langgestreckten Inseldamm neben dem Eiffelturm / Bearbeitung in 2er-Teams als Stegreifentwurf in den Maßstäben 1 : 2000 und 1 : 200

Betreuer: Prof. Ulrich Holzscheiter
1. Treffen und Einführung: Dienstag, 11.10.2011 14.00 Raum 214
Lokaltermin am Samstag 15.10.2011, 11.00 Uhr, Eiffelturm Nordpylon

 

schaufenster

ArchitekturSchauFenster – Entwerfen bis ins Detail

Unsere Architekturfakultät an der Karlstraße soll einen Anbau erhalten, in dem Ausstellungen und Projektpräsentationen durchgeführt werden können. Entlang der Flurfassade zur Barer Straße sind auf 3 Ebenen Ergänzungsflächen zu planen, die insbesondere für die Präsentation von Architektur in Form von Plänen, Modellen und Beamer-Präsentationen geeignet sind.

In diesem Zusammenhang spielt vor allem die Hülle des Anbaus eine maßgebliche Rolle. Wie präsentiert sich unsere Fakultät in der Öffentlichekeit? Welche Eniblicke, welche Ausblicke sind gewünscht? Wie kommt genügend Tageslicht in das Gebäude ohne die Ausstellungsflächen einzuschränken? Mit welchen Konstruktionen kann eine ambitionierte Archtektursprache umgesetzt werden? Die Planung soll bis in das Fassadendetail vorangetrieben werden. Dabei werden wir uns der Expertise der Bauindustrie bedienen und geeignete Materialien, Konstruktionen und Bauteilkomponenten recherchieren.

Da das Gebäude an der Karlstraße unter Denkmalschutz steht, muss der Anbau als Interimsbau konzipiert werden. Die Frage des konstruktiven Aufwands, der Rückbaubarkeit und der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen ist deshalbzu beantworten.

Betreuer: Prof. Jörg Henne
1. Treffen und Einführung: Dienstag, 11.10.2011 14.00 Raum 212

new tectonics – mixed media

Konzeptionelles Entwerfen 2

New Tectonics – Mixed Media (Course in English)

The Students will approach the seminar by studying various existing design methods. They will do a series of small exercises to familiarize themselves with different approaches towards design and it’ s outcome. They will then move on to experiment with the tools of different computer programs and produce individual tectonics. Whether reinventing the façade or the way we circulate through a building – the result will provide us with a generative design.
Software: Rhino, Maya, Revit, Grasshopper

Betreuer: Prof. Ruth Berktold
1. Treffen und Einführung: Dienstag, 11.10.2011 14.00 Raum 214

 

natural light + artificial light


LICHTARCHITEKTUR
Die Baukunst ist ihrem Wesen nach eine Lichtkunst:
Der visuell denkende Mensch benötigt zur Wahrnehmung von Architektur Licht, oder wie es Louis Kahn einmal formulierte „Auch ein Raum der dunkel sein soll, braucht zumindest einen Lichtspalt, damit man weiß, wie dunkel er ist“. 
Das Seminar beschäftigt sich daher mit Gebäuden, Räumen und Bautypologien, welche das Phänomen Licht in eindrucksvoller Weise thematisieren. Behandelt werden aktuelle Tendenzen der Lichtkunst und herausragende Beispiele aus der Architekturgeschichte.

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generatives entwerfen

Umschreibt Generative Gestaltung nur einen kurzweiligen Modetrend oder einen nachhaltigen Umbruch in der Architekturproduktion?

Dieser Frage wird im Modul MA_25 Urban Design: Generatives Entwerfen nachgegangen. Trotz der Aktualität (vgl. z.b. Bauwelt 23.11), dem zunehmenden Interesse der Hochschulen sowie der Tatsache, dass zahlreiche renommierte Büros mit generativen Entwurfswerkzeugen arbeiten, ist dieses Themenfeld noch Forschungsgebiet.

Das Modul besitzt zwei Schauplätze:
In der Werkstatt wird kontinuierlich über die Verwendung verschiedener Fabrikationsverfahren die Materialisierung der digitalen Entwürfe, die Erprobung der CAD-CAM-Schnittstellen und somit ein neuer Zugang zur Architekturproduktion erforscht.
Im Hörsaal vermitteln Fachleute ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse und regen damit Diskussionen an, die Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Themenfeld sind.

Über die praktische und theoretische Auseinandersetzung werden auf diese Weise individuelle Positionen zu der komplexen Thematik des generativen Entwerfens gebildet.

1. Termin: Freitag, 14. Oktober, 10:00 Uhr, Raum 212 im Anschluss daran beginnt der Einführungsworkshop.

Betreuer: Prof. Dr. Tomáš Valena,
LB Dominique Ehinger, LB David F. Siegel

kitsch // city

Kitsch and the city

Seminaristische Auseinandersetzung mit Trivialästhetik auf der Maßstabsebene des Städtebaus / einführende Beleuchtung des Phänomens Kitsch / exemplarische Befassung mit einschlägigen Stadtbaubeispielen / Kurzexkursionen / Gruppenbearbeitung ohne Individualreferate

Betreuer: Prof. Ulrich Holzscheiter
Einführung am Mittwoch 12.10.2011, 13.00 Uhr, Raum 211

seeing time


Die Darstellung der Zeit in bildender Kunst und ArchitekturWir leben in einer Welt, in der alle Prozesse immer kürzer dauern, die Zeit immer stärker komprimiert wird und dadurch immer schneller Veränderungen herbeigeführt werden. Initiativen der Entschleunigung mit so beredten Titeln wie „Slow food“ oder „Slow city“ thematisieren das Unbehagen an der permanenten Beschleunigung als Triebfeder des modernen Lebens, die uns ständig über die Zeit reflektieren und sprechen lässt. Wir erfahren Zeit nur vermittelt durch die Wahrnehmung der Intervalle zwischen einzelnen Ereignissen, durch das Erleben von Dauer und Wandel, Anfang und Ende.

Unabhängig von allen wissenschaftlichen Erörterungen haben sich Künstler seit dem Mittelalter immer wieder mit der Darstellung von Zeit und Zeitlichkeit befasst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bedienten sie sich hierfür auch der nun etablierten künstlerischen Techniken Fotografie und Video.
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konstruktion + technik


Konstruktion + Technik

Häufig werden Fragen der Nachhaltigkeit ausschließlich als Einzelfrage behandelt, ohne die größeren Zusammenhänge zu beachten, die Ursache dafür sind, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ überhaupt zu einer globalen Problematik geworden ist.
Ohne Kenntnis der Zusammenhänge können aber Einzelfragen nicht eingeordnet werden und nicht Teil eines zielgerichteten Handelns werden.
In dem Seminar werden wir im ersten Teil anhand von Literatur- studien versuchen, die globalen Zusammenhänge zu begreifen, globale Lösungsstrategien zu identifizieren bzw. neu zu denken.

Im zweiten Teil gehen wir der Frage nach, ob und in welcher Form die nationale Diskussion um „Nachhaltiges Bauen“ einen Einfluss auf die globale Problematik der Nachhaltigkeit hat. Ergebnis der Diskussion ist die Hinterfragung, Modifizierung und Neuentwicklung nationaler Modelle im Bausektor, sodass sie Teil eines globalen Handlungskonzeptes werden.
Zu Beginn des Seminares erhalten Sie eine Literaturliste von Teil 1, die von allen Seminarteilnehmern in den ersten zwei Semesterwochen durchgearbeitet werden muss. Daran anschließend werden in Workshops die genannten Strategien entwickelt. Diese Phase ist Ende November abgeschlossen. Daran anschließend erfolgt in gleicher Weise der Ablauf des zweiten Teiles.

Betreuer: Prof. Clemens Richarz
Termin: Mittwoch 14.00 – 15.30 Uhr

archiCAD


ArchiCAD Aufbauseminar
Digitale Medien nehmen einen immer größeren Stellenwert bei der Entwurfsbearbeitung und Präsentation ein. Dazu sind umfangreiche Kenntnisse der effektiven Anwendung dieser Medien unerlässlich.
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visualize


Visualisieren Dokumentieren Präsentieren

Vermittlung grafischer Gestaltungsgrundlagen in der visuellen Kommunikation im Bereich Architektur.
Folgende Themenaspekte sind Inhalt der Veranstaltung: Ordnungs-, Rastersysteme, Formate, Typografie, Layout.
Wir werden Aufgaben und Übungen, Fragestellungen zum Thema ”visualisieren dokumentieren präsentieren’ am aktuellen Studienprojekt umsetzen und anwenden.

Betreuer: LB Friederike Straub

Termin: Mittwoch 15:45 – 17:15

raumkonzepte

Raumkonzepte der Minimal Art und postminimalistische Tendenzen

Foto: Hans Haacke / Condensation Cube / Plexi-glass and water, / 1963

Die Minimal Art machte den standardisierten White Cube der Kunstgalerie zu ihrem Bezugsrahmen. Sie wollte eine leibhafte Erfahrung von presence and place vermitteln, die in einer Welt der Medien und Zeichen nicht zu haben war. Sie verwendete industrielle Materialien und Gestaltungsweisen und Donald Judd prägte den Begriff des Specific Object in Abgrenzung zur Malerei und Skulptur. Die Raumkonzepte der 70 er Jahre wendeten sich mit Methoden der Dekonstruktion gegen die Ausstellungskonventionen der klassischen minimal art, den Begrenzungen von öffentlichen und privaten Räumen und der Hermetik des White cubes. Geprägt von Maurice-Merleau Ponty’s Phänomenologie der Wahrnehmung und Michel de Certeau’s Kunst des Handelns agierten Künstler in den 90er Jahren mit minimalistischen Formkonventionen, Ironie und Zitat und der Entwicklung sozialer Handlungsräume . Politisch minimalistisch geprägte Raumkonzepte heute antworten eher auf Fragen nach Formen der Erkenntnis in einer Welt mit unbegrenztem Zugang zu Informationen, Fragen nach den Bedingungen ethischem Handelns in einer globalisierten Welt und Foucaults Theorie reflektierend, das – in dem Anspruch auf Objektivität und Neutralität die wirkungsmächtigsten, weil unsichtbaren Machtansprüche liegen.
Vortrag, Referate und konzeptuelle Modellstudien zum Thema.

Betreuer: Prof. Maren Paulat