architektur historie

Mittwoch, 01.12.2010
wird, wie vereinbart, auf Mittwoch, 08.12.2010 verschoben

Mittwoch, 08.12.2010
DOPPELSTUNDE
Ostermair, Julia; Zumthor
Tebrake, Sarah; van Eyck, Zwolle
Eder, Nina; Venedig: Wright; Gardella
Schöttl, Sabine; Böhm, Diözesanmuseum Paderborn

thesis

ein tanz- und sportzentrum für münchen

arrondierung des birnauer oberhofs

ein hotel für die kampenwand

ein bürgerrathaus für ravensburg

stadtentwicklung istanbuls

eine corporate architecture für die stadtinformation münchen

freiformflächen

Im Zuge der Veranstaltung, MA_44 Sonderkapitel Building Design Freiformflächen, wird Herr Prof. Dr. Ing. Mike Sieder einen Werkbericht über die Fußballstadien der WM 2010 halten.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Thema
: First-National-Bank-Stadium Johannesburg und Membranfassade Green Point Stadium Cape Town
Veranstaltungsort: Raum 212
Datum: 30.11.2010
Beginn
: 14:00

mexico

vom  14.02. – 06.03.2011 findet unter dem thema ‘megaCityMexico’ eine excursion nach mexico city und yucatan statt. ziele sind zum einen die feldforschung zu den megalopolis phenomen mexico citys und zum anderen die besichtigung ausgesuchter bauten der moderne sowie die erkundungen praekolumbianer hochkulturen mexicos.
die teilnehmerzahl ist auf 20 studierende begrenzt. z.z. sind noch einige plaetze frei. eine teilnahme – auch fuer studierende im bachelorstudiengang architektur – ist bis 02.12.2010 per anmeldung im dekanat moeglich.

ereignis

Vorträge in der Karlstrasse: Architektur zum Gebrauch

17.11.2010: Dr., Soziologe, Anthropologe Michael Guggenheim, London

Michael Guggenheim ist Soziologe am Goldsmiths, University of London. Im Zentrum seiner Forschungen steht die Analyse von komplexen Professionen und das Verhältnis von Experten und Laien. Er arbeitet zurzeit an einem Projekt zur Geschichte, Theorie und Ethnographie von Umnutzungen und hat kürzlich einen Buch zu reisenden Gebäudetypen unter dem Titel „ Re-shaping Cities. How Global Mobility Transforms Architecture and Urban Form“ mitherausgegeben. Er ist ausserdem Autor von „Organisierte Umwelt.

Umweltdienstleistungsfirmen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.“ Und Co-Autor von „Imaginierte Laien. Die Macht der Vorstellung in wissenschaftlichen Expertisen“. Sein nächstes Projekt handelt vom Verhältnis von Katastrophenschutzorganisationen und Bevölkerung. Er war 2006 Ko-Kurator der Wissenschaftsausstellung „die wahr/falsch inc.“ in Wien und ko-operiert mir Bernd Kräftner und Judith Kröll in verschiedenen Projekten zur Integration von Ethnographie und Kunst.

Umbeten

Wie Fabriken zu Moscheen und Kirchen umgenutzt werden
Was ist eine Moschee? Was ist eine Kirche? Ist eine Moschee oder Kirche durch architektonische Merkmale wie Kirchturm und Minaret, Altar und Mihrab definiert oder durch Gebetshandlungen? Wenn ersteres der Fall ist, was bedeutet es dann für westliche Städte, wenn Gebetshandlungen nicht mehr in dafür erkennbaren Gebäuden stattfinden und die Orientierungsleistung von Gebäudetypen abhanden kommt? Wenn letzteres der Fall ist, warum geben sich Muslime dann nicht mit umgenutzten Fabriken zufrieden und verlangen „richtige“ Moscheen?

Der Vortrag beleuchtet anhand von verschiedenen Umnutzungsprojekten wie Fabriken, Wohnhäuser oder Theater zu Gebetshäusern gemacht werden. Er analysiert die Rolle von Nutzern und Architekten in Umnutzungen und die unterschiedlichen praktischen, theologischen und räumlichen Erfordernisse, die an Fabriken oder Wohnhäuser als Gebetsräume gestellt werden. Wann werden, falls überhaupt, von Benutzern welche architektonischen Elemente in umgenutzte Gebäude eingefügt und warum? Unterschiedet sich die Benutzung von solch umgenutzten Gebäuden von denen von richtigen Kirchen und Moscheen? Sind solche Umnutzungen Beispiele kreativer Nutzung und sollten gestärkt werden, sind es zu vermeidende Reaktionen auf Notsituationen, oder stellen sie gar eine Gefahr für die europäische Stadt dar?

ereignis


Am Donnerstag, 18. November, um 19.00 Uhr ist Vernissage mit Arbeiten des Münchner Künstlers Tom Schmelzer.

Seine Objekte und Installationen haben etwas verstörendes, sie schockieren den Betrachter.
Gleichzeitig faszinieren sie durch ihre elegante Ausführung. Hier will ein Künstler provozieren, zweifellos.

Doch er tut es auf höchst unterhaltsame Art …und mit präziser handwerklicher Finesse.
Dabei geht es um ziemlich schwergewichtige Themen: Evolutionsgeschichte, Kapitalismuskritik und nicht zuletzt eine Analyse des selbstverliebten Kunstbetriebs.

Mit der Pavian-Installation „Homo Bulla“ etwa bezieht sich Schmelzer auf den verspäteten Kniefall des Erzbischofs von Canterbury, der erst 2008 die Lehren Charles Darwins anerkannte.
Bis dahin galt es in der anglikanischen Kirche offiziell immer noch als Ketzerei, wenn jemand behauptete, der Mensch stamme vom Affen ab.Gleichzeitig zitiert er mit den Seifenblasen ein Vanitas-Motiv des Barock, die Kristallkugel, die für Weisheit und die Fragilität des Lebens steht.

„Tom Schmelzer legt nicht den Finger in die Wunde, er geht gleich direkt mit der Faust aufs Auge“, schrieb die Süddeutsche Zeitung anlässlich einer Ausstellung im letzten Jahr. Und das war absolut positiv gemeint.

Viel zu oft kommt politische Kunst ästhetisch weichgespült oder blutleer konzeptuell daher.
Tom Schmelzer dagegen findet formal verführerische Ausdrucksmittel für komplexe gesellschaftspolitische Fragestellungen.

Dabei scheut er sich nicht, Stellung zu beziehen.
Und er spielt geschickt mit verschiedensten Nuancen des Humors: von feiner Ironie bis zur handfesten Zote.

Manchmal nimmt er sich auch andere Künstler vor.
Während einige Werke indirekt die Arbeit von Zeitgenossen wie Damien Hirst oder Maurizio Cattelan zitieren, machen sich andere unverhohlen über die Verblendungsmechanismen des Kunstmarkts lustig.
Sein Hut-Objekt aus 140 Skarabäus-Käfern – ein exzentrisches Memento Mori – ist auch eine eigenwillige Hommage an den kürzlich verstorbenen britischen Modedesigner Alexander McQueen.

„Ich verstehe die Aufgabe des Künstlers als die eines Übersetzers, der verschiedene Dinge zusammen bringt, die nicht zusammen gehören, der neue Erfahrungen schafft und dem Betrachter hilft, Einsichten zu gewinnen.
So gesehen sind meine Arbeiten Modelle für die Wirklichkeit jener illusorischen Träume, die wir alle haben, oder für die dunklen Bereiche, die wir nicht sehen wollen“, sagt Tom Schmelzer über seine Arbeit.

Dass bei aller konzeptuellen Strenge und intellektuellen Schärfe am Ende sinnlich erfahrbare Kunstwerke entstehen, die man nicht so schnell wieder aus dem Kopf bekommt, ist seine größte Stärke.

mexico

termine

jeweils donnerstags ab 10:00 hr ct raum 308

11_XI_10  hochkulturen in mexico _ thomas rzezacz
11_XI_10  legoretta architects _ maximilian brey

18_XI_10  kahlo & rivera _ franziska ranner
18_XI_10  tourismus in mexico _ elisa wimmer
18_XI_10  gated communities in mexico city _ nina eder
18_XI_10  architektenausbildung in mexico _ veronica napoles

25_XI_10  felix candela | mies van der rohe _ sebastian philipp
25_XI_10  spanish colonial architecture in mexico _ michaela wimmer
25_XI_10  barragan part 1 _ silvia vuong

02_XII_10  mobilitaet in mexico city _ karl bachhammer
02_XII_10  imported modern architecture _ benjamin neumeier
02_XII_10  water use & waste in mexico city _ esther marquardt

09_XII_10  film, music & popculture in mexico _ mahdis saeedzadeh
09_XII_10  barragan part 2 _ simon schoeffmann
09_XII_10  megaCityMexico & urban developments _ theo baillet

architektur historie

Termine, Referenten, Themen

Mittwoch, 13.10.2010
Einführung, Themenvergabe

Mittwoch, 20.10.2010
Ergebnisse der Literaturrecherche

Mittwoch, 27.10.2010
Literatursprechstunde

Mittwoch, 03.11.2010
Sprechstunde

Mittwoch, 10.11.2010
Bayer, Theres; Caminada
Pfeiffer, Mark-Oliver; Asplund

Mittwoch, 17.11.2010
Giebel, Naemi; Venedig: Siedlungen
Röckers, Mathias; Franz Hart

Mittwoch, 24.11.2010
entfällt (Zimmermann in China)

Mittwoch, 01.12.2010
wird, wie vereinbart, auf Mittwoch, 08.12.2010 verschoben

Mittwoch, 08.12.2010
DOPPELSTUNDE
Ostermair, Julia; Zumthor
Tebrake, Sarah; van Eyck, Zwolle
Eder, Nina; Venedig: Wright; Gardella
Schöttl, Sabine; Böhm, Diözesanmuseum Paderborn

Mittwoch, 15.12.2010
Müller, Christine; Richard Meier. Frankf., Mus. F. Kunsthandwerk
Ostermair, Nadine; Schattner in Eichstätt

Mittwoch, 22.12.2010
Schöttmann, Simon; Venedig: Callatrava-Brücke
Antweiler, Gabriel; ???

Mittwoch, 12.01.2011
Korrekturtermin

Montag, 17.01.2011
Korrekturtermin

Montag, 24.01.2011
Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung des Referates

Korrekturtermine:

Die beiden Korrekturtermine am 12.01.2011 und 17.01.2011 dienen der Besprechung der schriftlichen Ausarbeitung der Referate mit dem Ziel, Verbesserungen bis zum endgültigen Abgabetermin am 24.01.2011 zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist allerdings das rechtzeitige Vorliegen einer ernstgemeinten schriftlichen Fassung. (Ich brauche natürlich genügend Zeit, um die Arbeiten lesen zu können)

Für die bis zum 08.12.2010 gehaltenen Referate ist dies der 22.12.2010.

Für die am 15.12.2010 und 22.12.2010 gehaltenen Referate ist dies der 12.01.2011.

Gez. Zimmermann, 07.11.2010

ereignis

Vorträge in der Karlstrasse: Architektur zum Gebrauch

03.11.2010: Prof. Architekt und Architekturtheoretiker N. John Habraken Apeldoorn, Netherlands

N. John Habraken received his architectural training at Delft Technical University, the Netherlands. He is the author of “Supports, an Alternative to Mass Housing”, an influential book first published in 1962. From 1965 to 1975, as Director of SAR (Foundation for Architects Research) in the Netherlands he developed methods for the design and construction of adaptable housing. In 1967 he was appointed professor at Eindhoven Technical University and came 1975 to the Department of Architecture at MIT, Cambridge Massachusetts, USA, where he served as Head of the department until 1981. He continued to teach and research methods and theory of architectural and urban design at MIT till his retirement in 1989. He lectured on these topics worldwide and is the author of a number of books, research reports, and many articles. He published among others “The Structure of the Ordinary”, (MIT Press1998) and “Palladio’s Children”. From 1987 till 1997 he served in a partnership for the invention and development of an infill system for residential construction. He is the recipient of many architectural Awards worldwide.

Capacity and Control

The international Open Building network seeks to promote the distinction between Support and Infill or, to use the terminology already generally used in the United States of America: Base building and fit-out. This distinction is based on the concept of control. The fit-out in a building – commercial or residential – is decided upon by the user-inhabitant while the base building encompasses everything that is shared among inhabitants and is the product of a single design.

The designer of a base building does not know what will happen in the building she is designing. A functional program from which a floor plan can be extracted makes no sense. Use (Gebrauch) of the base building cannot be specified in advance, it follows actual occupation.

Therefore, the slogan that form does not follow function anymore, can only be taken seriously when we accept a distinction in control by different parties on different levels. Without that distinction, designers still insist to interpret what they believe to be correct use in a specific design, using the slogan only as a pretext to let their personal form preferences prevail over those of future users. In that perverted way, the slogan that form does not follow function anymore has become no more than an excuse for architects to let their form preferences prevail and to impose them on the inhabitant.

The separation of two levels of control – fit-out and base building – is not new. The urban designer makes a physical context of streets, alleys, squares, etc. within which architects can design buildings. In the same way the designer of a base building makes the architectural framework within which fit-out design makes dwelling units or work spaces. In the US, developers of office buildings will leave the design of floor plans to the company that leases floor space, and brings in its own architect. Dedicated fit-out companies execute the fit-out design. Design on different levels of intervention as generally accepted in commercial office building design, is now gradually penetrating housing projects, hospital building design and other large institutional projects. It is what Open Building is about.

Base building design leaving space open for fit-out design, is based on the concept ofCapacity. The architecture is no longer an interpretation of functional program, but must explain itself by making transparent the building’s capacity for use. The concept of capacity is innate. Lay people understand it easily. When home buyers enter a room in the house that is offered for sale, they judge what could be done in it. Can it be a kitchen, or a guest room, or the room for a child, or a study? Capacity connects use and form in an entirely new way. It makes functionalism obsolete. In fact, it reveals functionalism as a professional attempt to stay in control of the entire building on all levels, refusing control by inhabitants.